
Sugarlove ARD heute Abend: Der Fernsehfilm läuft am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 20:15 Uhr im Ersten. Fritz Karl und Barbara Auer spielen ein Ehepaar, das nach 30 Jahren gemeinsamen Lebens einen riskanten Schritt wagt und eine offene Beziehung erprobt. Regisseurin Isabel Kleefeld erzählt mit feinem Gespür für menschliche Schwächen, wie Vernunft und Gefühl unerbittlich kollidieren.
Fritz Schindler, gespielt von Fritz Karl, und seine Frau Julia, gespielt von Barbara Auer, sind seit drei Jahrzehnten ein Paar. Die Leidenschaft ist erloschen, der Alltag hat die Beziehung aufgezehrt. In gegenseitigem Einvernehmen beschließen beide, ein Experiment zu wagen: Fritz sucht über ein Dating-Portal nach einer Gespielin für erotische Eskapaden – mit klaren Regeln und vermeintlich ohne Konsequenzen. Er findet Klara, gespielt von Cosima Henman: jung, verführerisch und hungrig nach mehr als einer flüchtigen Affäre.
Was als klar umrissene Vereinbarung beginnt, endet im emotionalen Chaos. Klara lässt sich nicht auf eine Statistenrolle reduzieren und entwickelt eigene Gefühle und Ansprüche. Fritz merkt, dass sich Zuneigung nicht dosieren lässt. Auch Julia, die nach außen hin die coolblütige Beobachterin gibt, kämpft innerlich mit der Situation. Die 90-minütige Produktion beleuchtet schonungslos, was passiert, wenn man versucht, Liebe nach rationalen Regeln zu leben.
Fritz Karl bringt für die Rolle des selbstgefälligen, aber letztlich verletzlichen Fritz Schindler genau die richtige Mischung aus Selbstsicherheit und innerer Zerrissenheit mit. Barbara Auer verleiht ihrer Figur Julia eine stille Würde, die über weite Teile des Films trägt. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin zeigt, wie man Schmerz und Contenance zugleich verkörpert, ohne ins Melodrama zu kippen.
Cosima Henman überzeugt als Klara Becker in ihrer ersten großen TV-Hauptrolle. Marie Förster spielt Kristina, die Tochter des Paares, die ahnungslos zwischen den Fronten steht. Johanna Gastdorf und Denis Schmidt runden das Ensemble in weiteren Rollen ab. Das Casting von Regisseurin Isabel Kleefeld ist ein Volltreffer. Wer ARD-Beziehungsfilme schätzt, erinnert sich vielleicht an den ähnlich intensiven ARD-Film Aus dem Leben, der ebenfalls mit starken Darstellern punktete.
Das Thema offene Beziehung ist im deutschsprachigen Fernsehfilm noch immer ein gewagtes Terrain. Sugarlove nähert sich dieser Frage ohne Schlüpfrigkeit, dafür mit einem schonungslosen Blick auf die Mechanismen von Eifersucht, Erwartungshaltung und Selbstbetrug. Der Film stellt die Frage: Kann man Liebe rationalisieren? Kann man Gefühle wie eine Lizenz vergeben – und wieder entziehen?
Regisseurin Kleefeld gibt keine einfachen Antworten. Sugarlove ist kein Plädoyer für oder gegen Polyamorie, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen, was passiert, wenn man gegen die eigene emotionale Natur ankämpft. Das unterscheidet den Film von vielen moralisch vereinfachenden TV-Produktionen. Ähnlich ehrlich wie der jüngst ausgestrahlte ARD-Beitrag zur Ehekrise und Neuanfang fragt auch Sugarlove nach den Rissen in langjährigen Beziehungen.
Wer Sugarlove heute Abend sehen möchte, schaltet am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 20:15 Uhr Das Erste ein. Die Laufzeit beträgt 90 Minuten, im Anschluss folgen ab ca. 21:45 Uhr die Tagesthemen. Wer den Film verpasst, kann ihn in der ARD Mediathek nachsehen, wo er nach der Ausstrahlung für mindestens 30 Tage verfügbar sein wird.
Sugarlove wurde 2022 produziert und feierte damals seine Premiere in der ARD Mediathek. Die jetzige Primetime-Ausstrahlung zeigt, wie sehr das Drama beim Publikum ankam. Mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren richtet sich der Film an ein reifes Abendpublikum, das anspruchsvolle Beziehungsgeschichten einem durchschnittlichen Unterhaltungsformat vorzieht.
Quellen: ARD Mediathek, FILMSTARTS.de, Fernsehserien.de, TV Movie
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu