
Brand Krefeld Hafen: Am Mittwochabend, dem 6. Mai 2026, brannte erneut Metallschrott auf dem Gelände eines Recyclingbetriebs im Krefelder Hafen. Die Feuerwehr rückte umgehend zum Großeinsatz aus. Der aktuelle Vorfall weckt Erinnerungen an den verheerenden Großbrand vom Dezember 2025, der die Feuerwehr über 19 Stunden in Atem hielt und eine dichte Rauchwolke über weite Teile der Stadt zog.
Am Abend des 6. Mai 2026 brannte laut Medienberichten erneut Metallschrott in einem Recyclingbetrieb im Krefelder Hafen. Die Feuerwehr Krefeld wurde alarmiert und rückte zum Einsatz aus. Konkrete Angaben zu Ausmaß und Dauer des neuerlichen Brands lagen zunächst noch nicht vor. Es ist nicht das erste Mal, dass das Gelände im Krefelder Hafen im Fokus der Einsatzkräfte steht — bereits im Dezember 2025 war der Standort Schauplatz eines der größten Feuerwehreinsätze der jüngeren Stadtgeschichte. Die Bevölkerung im Umkreis wurde gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien nahe des Brandorts zu meiden.
Am Montag, dem 22. Dezember 2025, begann auf dem Gelände des IMR-Recyclingbetriebs im Krefelder Hafen ein Großbrand historischen Ausmaßes. Rund 800 Tonnen geschredderter Metall- und Elektroschrott gerieten in Brand — ein Feuer, das erst nach mehr als 19 Stunden unter Kontrolle gebracht werden konnte. Bis zu 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr Krefeld waren im Dauereinsatz, 17.000 Liter Wasser pro Minute wurden eingesetzt, um die Flammen zu bekämpfen. Die günstige geografische Lage am Rhein, Mühlenbach und Wendebecken sicherte dabei die Wasserversorgung. Aufgrund einer ungünstigen Wetterlage, die den Rauch nicht aufsteigen ließ, zog eine dichte Rauchwolke in Richtung Innenstadt. In weiten Teilen Krefelds war der beißende Geruch wahrzunehmen — nicht nur in der City, sondern auch in Nachbarkommunen wie Kempen, Nettetal, Tönisvorst und selbst in einigen Rheindistrikten Duisburgs. Verletzt wurde bei dem Großbrand glücklicherweise niemand.
Als wesentlicher Auslöser für die wachsende Zahl an Bränden in Recycling- und Sortieranlagen gilt die unsachgemäße Entsorgung von Lithium-Ionen-Akkus. Allein 2025 gab es bundesweit laut Branchenangaben mehr als 120 Brände in Recyclinganlagen, Sortieranlagen oder Müllfahrzeugen, die auf falsch entsorgte Akkus zurückzuführen sein sollen. Kleine Batterien aus Smartphones, Kopfhörern oder Elektrowerkzeug landen häufig im Hausmüll oder in der Schrotttonne — mit fatalen Folgen. Wie groß die Brandgefahr durch alte Akkus auch im Haushalt ist, verdeutlicht die steigende Zahl solcher Vorfälle. Experten fordern verbesserte Sortiertechnologie und konsequentere Rückgabesysteme, damit Lithium-Batterien frühzeitig aus dem Abfallstrom herausgefiltert werden.
Nach dem Großbrand im Dezember 2025 übernahm die Kriminalpolizei Krefeld die Ermittlungen zur Brandursache. Parallel dazu leitete die Umweltbehörde ein Verfahren ein, um mögliche Umweltschäden und Verstöße gegen betriebliche Auflagen zu prüfen. Krefeld hat sich in den letzten Jahren als bedeutender Standort für die Batterierecycling-Branche etabliert: Im Dezember 2025 eröffnete im Krefelder Hafen eine nach eigenen Angaben weltweit einzigartige Anlage zur Rückgewinnung von Lithium aus Altbatterien. Die Häufung von Bränden im Hafenbereich wirft dennoch Fragen zur Sicherheit auf. Auch in anderen Teilen von NRW belasteten Brände im Frühjahr 2026 die Einsatzkräfte erheblich. Fachleute sind sich einig: Ohne effektivere Kontrollmaßnahmen und Aufklärung der Bevölkerung zur richtigen Entsorgung von Lithium-Akkus wird die Zahl der Recyclingbrände weiter steigen.
Quellen: Westdeutsche Zeitung, NonstopNews, Radio K.W., Welle Niederrhein, extra-tipp-am-sonntag.de
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu