
Experten warnen: Alte Smartphones gehören nicht in die Schublade. Was viele Nutzerinnen und Nutzer als bequeme Lagerlösung sehen, kann für Lithium-Ionen-Akkus zu einer ernsten Brandgefahr werden. Vor allem über Jahre vergessene Geräte können sich selbst entzünden und schwer löschbare Brände auslösen.
Lithium-Ionen-Akkus reagieren chemisch — auch dann, wenn das Smartphone ausgeschaltet in einer Schublade liegt. Materialien altern, Strukturen im Akku werden über Monate und Jahre instabil. In schlimmen Fällen kann es zu unkontrollierten chemischen Reaktionen kommen, die im Inneren des Akkus zu einem sogenannten thermischen Durchgehen führen. Dabei entzündet sich der Akku selbst und löst eine Kettenreaktion aus, bei der die Energie schlagartig freigesetzt wird.
Akkubrände gelten als besonders schwer zu löschen, weil der brennende Akku den für das Feuer benötigten Sauerstoff durch die eigene chemische Reaktion selbst liefert. Wasser oder herkömmliche Feuerlöscher reichen oft nicht aus. Vor allem in Schubladen und Schränken, wo Papier, Textilien oder andere brennbare Materialien lagern, kann ein einziges altes Handy einen Wohnungsbrand auslösen — meist unbemerkt, bis es zu spät ist.
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Besonders gefährdet sind Akkus, die voll aufgeladen oder vollständig entladen über lange Zeit gelagert werden. Beide Extreme strapazieren die chemische Struktur des Akkus zusätzlich. Fachleute empfehlen daher, alte Geräte nicht in einem dieser Zustände wegzulegen. Wer ein Reservegerät aufbewahren möchte, sollte den Akku auf etwa 50 Prozent laden, das Smartphone ausschalten und es regelmäßig — alle paar Monate — kurz kontrollieren.
Es gibt klare Anzeichen für einen problematischen Akku, die Nutzer sofort ernst nehmen sollten: ein aufgeblähter Akku, der sich sichtbar wölbt, ungewöhnlich starke Hitzeentwicklung beim Laden, austretende Flüssigkeit oder ein chemischer Geruch sind klare Stoppzeichen. In solchen Fällen darf das Gerät nicht mehr aufgeladen oder genutzt werden. Auch eine Entsorgung im Hausmüll ist verboten — ein Akku-Brand in der Mülltonne oder im Recyclinghof kann massive Folgen haben.
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Alte Handys gehören nicht in den Hausmüll. Sie können kostenlos bei kommunalen Wertstoffhöfen oder in Sammelboxen großer Elektronikhändler abgegeben werden. Auch viele Smartphone-Hersteller, Mobilfunkanbieter und gemeinnützige Initiativen nehmen alte Geräte zurück und sorgen für eine sichere Entsorgung. Wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kupfer und seltene Erden können dabei zurückgewonnen werden.
Wer ein noch funktionierendes Smartphone aussortieren möchte, kann das Gerät auch verkaufen oder spenden. Online-Plattformen für gebrauchte Elektronik bieten oft attraktive Preise — vor allem für aktuellere Modelle. Wer das Gerät spenden möchte, findet bei Initiativen wie der Telekom, der Caritas oder bei Smartphone-Recycling-Vereinen passende Anlaufstellen. Voraussetzung ist immer: das Gerät vorher zurücksetzen und alle Daten sicher löschen.
Ein Blick in die heimische Schublade lohnt sich. Alte Smartphones, Tablets und Powerbanks sind weit verbreitet und werden oft jahrelang ungenutzt aufbewahrt. Das Risiko eines Akkubrandes ist real, auch wenn es selten ist. Wer regelmäßig aufräumt, alte Geräte sicher entsorgt oder weitergibt, schützt nicht nur sich selbst und die eigene Wohnung — sondern leistet auch einen Beitrag zum Recycling wertvoller Rohstoffe.
Quellen: 20 Minuten, teltarif.de, heute.at, Giga, Reparaturbox, ÖKO-TEST
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