Hamid Mossadegh: Grip-Moderator droht Gefaengnis in der Schweiz

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Hamid Mossadegh, bekannt als Moderator des RTL2-Automagazins Grip, soll in der Schweiz bis zu vier Jahre Gefängnis bekommen. Die Luzerner Staatsanwaltschaft wirft dem 47-Jährigen vor, am 8. Juni 2021 mit mehreren Luxussportwagen sieben massive Tempoüberschreitungen begangen zu haben. Jetzt wird der Fall vor Gericht verhandelt – doch der Angeklagte erscheint nicht.

Hamid Mossadegh: Sieben Raserdelikte an einem einzigen Tag

Die Vergehen ereigneten sich am 8. Juni 2021 im Kanton Luzern und in der aargauischen Gemeinde Brittnau. Laut Anklageschrift verletzte Mossadegh vorsätzlich grundlegende Verkehrsregeln und schuf dabei ein hohes Unfallrisiko mit möglicher Todesfolge. Er soll mit drei verschiedenen Luxussportwagen – darunter einem McLaren P1, einem Ferrari LaFerrari und einem Ferrari SF90 Stradale – innerhalb weniger Stunden insgesamt sieben Mal deutlich zu schnell gefahren sein.

Die gemessenen Geschwindigkeiten waren extrem: Mossadegh soll in Dagmersellen mit etwa 185 km/h in einer 80er-Zone unterwegs gewesen sein und auf der Autobahn soll er mit einem der Fahrzeuge die 200-km/h-Marke überschritten haben. In Brittnau soll er mit rund 105 km/h in einer Tempo-50-Zone gemessen worden sein. Die Staatsanwaltschaft fordert deshalb vier Jahre Freiheitsstrafe.

Hamid Mossadegh erscheint nicht vor Gericht – zweites Mal in Folge

Der Verhandlungstermin am 27. April 2026 am Luzerner Kriminalgericht wurde kurzfristig abgebrochen, weil Mossadegh nicht erschienen war. Der Moderator, der in der Nähe von Hamburg wohnt, soll nach eigenen Angaben nicht bereit gewesen sein, in die Schweiz zu reisen. Es war bereits das zweite Mal, dass der 47-Jährige einer Gerichtsverhandlung fernblieb. Bereits 2025 hatte er ein abgekürztes Verfahren scheitern lassen, weshalb seine damaligen Geständnisse seither nicht mehr verwendet werden dürfen.

Das Verfahren wird dennoch weitergeführt. Eine Abwesenheitsverhandlung ist in der Schweiz rechtlich möglich und einem regulären Urteil gleichgestellt. Mossadegh kann also nicht darauf hoffen, das Verfahren durch sein Fernbleiben dauerhaft zu blockieren. Zudem ist eine Verjährung laut Medienberichten ausgeschlossen: Für Raserei gilt in der Schweiz eine Verjährungsfrist von 15 Jahren.

Wer ist Hamid Mossadegh? Grip-Moderator und Luxusauto-Dealer

Hamid Mossadegh ist in Deutschland vor allem als Moderator des RTL2-Automagazins Grip bekannt, einer der erfolgreichsten Motorsendungen im deutschen Fernsehen. Darüber hinaus betreibt er einen YouTube-Kanal rund um Autos mit rund 436.000 Abonnenten und handelt mit hochpreisigen Luxusfahrzeugen. Sein Lebenslauf ist ungewöhnlich: Als Kind kam er als Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland und baute sich hier eine Karriere in der Autobusiness-Welt auf.

In der Branche gilt Mossadegh als einer der bekanntesten Luxusauto-Händler Deutschlands. Sein Name ist eng mit schnellen Fahrzeugen und exklusiven Marken verbunden – was den Vorwürfen rund um seine Fahrten im Kanton Luzern eine besondere Brisanz verleiht. Ähnlich wie andere Promis, die wegen fragwürdigen Verhaltens im Rampenlicht stehen – etwa Comedian Mario Barth mit seinen umstrittenen Äußerungen – gerät jetzt auch Mossadegh durch negative Schlagzeilen in die Kritik.

Ausblick: Was droht dem Grip-Moderator jetzt?

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hält an ihrer Forderung von vier Jahren Freiheitsstrafe fest. Da Mossadegh die ihm vorgeworfenen Taten in einem früheren Verfahren eingeräumt hatte, dürften die Grundzüge des Sachverhalts als weitgehend gesichert gelten. Offen ist, ob das Gericht die Höchstforderung der Staatsanwaltschaft umsetzt oder ein milderes Urteil fällt. Ein Abwesenheitsurteil kann in der Schweiz unter bestimmten Bedingungen angefochten werden, wenn der Verurteilte nachweist, dass er ohne sein Verschulden nicht erscheinen konnte.

Für Mossadegh könnte das Verfahren erhebliche Konsequenzen haben – nicht nur juristisch, sondern auch für seine Karriere als Fernsehgesicht. Ein rechtskräftiges Urteil würde in Deutschland bekannt werden und könnte seine Position als Moderator bei RTL2 belasten. Wann eine neue Verhandlung angesetzt wird, ist bislang nicht bekannt.

Quellen: 20min.ch, watson.ch, blick.ch, tagesanzeiger.ch, zentralplus.ch

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