Brand Unterschleißheim: Feuer in Müllverarbeitungsanlage

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Brand Unterschleißheim: In einer Müllverarbeitungsanlage im Norden Münchens ist am Sonntag ein Großfeuer ausgebrochen. Rund 155 Feuerwehrkräfte rückten zu dem Einsatz aus. Der Landkreis München warnte Anwohnerinnen und Anwohner über die KATWARN-App offiziell vor starker Rauchentwicklung und forderte sie auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Brand Unterschleißheim: Müllhalle vollständig in Flammen

Am Sonntagvormittag brach in einer Müllverarbeitungsanlage in Unterschleißheim, einer Gemeinde nördlich von München, ein Großbrand aus. Laut ersten Berichten war eine Halle mit Sperrmüll vollständig in Brand geraten. Um den Brandherd zu bekämpfen und den Löschkräften besseren Zugang zu ermöglichen, wurden Bagger eingesetzt, die das Dach der brennenden Halle öffneten. Ob das Feuer zunächst im Freien an einem Müllbunker entstand oder direkt in der Halle ausbrach, war nach bisherigen Informationen noch unklar.

Der Katastrophenschutz des Landkreises München wurde frühzeitig alarmiert und war an dem Einsatz beteiligt. Das Ausmaß des Brandes machte die Aktivierung des Katastrophenschutzes erforderlich, was auf eine erhebliche Gefahrenlage hinwies. In solchen Fällen koordiniert der Katastrophenschutz den Einsatz verschiedener Hilfskräfte und stellt sicher, dass alle notwendigen Ressourcen schnell verfügbar sind.

KATWARN-Warnung: Rauchentwicklung alarm die Bevölkerung

Der Landkreis München gab über die Warn-App KATWARN eine offizielle Bevölkerungswarnung aus. Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung der Müllverarbeitungsanlage wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da die Rauchentwicklung des Brandes als erheblich eingestuft wurde. Solche Warnmeldungen werden ausgesprochen, wenn bei einem Brand potenziell gefährliche Rauchgase entstehen können, die durch offene Fenster in Wohnräume eindringen könnten.

Brände in Müll- und Entsorgungsanlagen sind besonders heikel, weil das Brandgut aus vielfältigen Materialien bestehen kann — darunter auch chemische Substanzen. Verbrennende Kunststoffe, Lacke oder Lösungsmittel können giftige Dämpfe freisetzen. Aus diesem Grund gilt bei solchen Einsätzen besondere Vorsicht. Ähnliche Großeinsätze an Entsorgungsbetrieben in Deutschland zeigen, wie komplex und gefährlich solche Brandherde sein können. So musste auch beim Brand in Zimmern ob Rottweil an einem Entsorgungsbetrieb mit einem Großaufgebot gekämpft werden.

Rund 155 Feuerwehrkräfte sowie Spezialeinheiten im Einsatz

Insgesamt waren rund 155 Feuerwehrkräfte an dem Großeinsatz in Unterschleißheim beteiligt. Neben den Feuerwehreinheiten waren auch Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Laut Berichten sollen außerdem Spezialeinheiten eingesetzt worden sein. Zeitweise kämpften drei bis vier Feuerwehreinheiten gleichzeitig gegen das Feuer. Der ABC-Zug des Landkreises München soll laut Informationen ebenfalls zur Einsatzstelle ausgerückt sein — ein Hinweis darauf, dass eine Gefährdung durch chemische, biologische oder radioaktive Substanzen aus dem Brandgut nicht von vornherein ausgeschlossen werden konnte. Eine offizielle Bestätigung zu den Spezialeinheiten und dem ABC-Zug stand zunächst noch aus.

Ähnliche Einsatzszenarien kennt man aus anderen Teilen Bayerns. Beim Waldbrand Ruhpolding war ebenfalls der Katastrophenfall ausgerufen worden, wobei auch dort umfangreiche Kräfte des Katastrophenschutzes im Einsatz waren.

Brandursache unklar — Ermittler sollen nach Löscharbeiten untersuchen

Die Ursache des Brandes in der Müllverarbeitungsanlage in Unterschleißheim war zunächst vollkommen unklar. Nach dem Abschluss der Löscharbeiten sollen Brandermittler des Kriminalkommissariats K13 die Brandstelle untersuchen, um die genaue Ursache festzustellen. Ob technische Defekte, unsachgemäß gelagertes Material, selbsterhitzende Stoffe im Müll oder gar Brandstiftung als Ursache infrage kommen, blieb zunächst offen.

Selbstentzündungen in Mülldeponien und -lagern kommen in Deutschland immer wieder vor, da biologisch abbaubare Materialien bei der Zersetzung Wärme erzeugen können. Auch technische Defekte an Maschinen oder elektrischen Anlagen in solchen Betrieben gelten als häufige Brandursache. Die Ermittlungen der Polizei werden zeigen, welcher Faktor in diesem Fall ausschlaggebend war.

Quellen: BR24, Merkur.de

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