Jan Josef Liefers Ketamin-Therapie: Tatort-Star und die Narzissmus-Frage

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Jan Josef Liefers hat in einem Podcast über eine ungewöhnliche Ketamin-Therapie gesprochen, der er sich unterzogen hatte, um eine zutiefst persönliche Frage zu beantworten: Verhält er sich wie ein Narzisst? Der Tatort-Star aus Münster schilderte im Podcast Hotel Matze offen, wie ihn eine kritische Anmerkung seiner Frau Anna Loos dazu bewog, professionelle Hilfe zu suchen und schließlich eine medizinisch begleitete Therapiesitzung mit dem Anästhetikum Ketamin auf sich zu nehmen.

Jan Josef Liefers: Die Frage seiner Frau Anna Loos als Auslöser

Der Anstoß für die außergewöhnliche Therapieerfahrung kam von Anna Loos, der Ehefrau von Jan Josef Liefers. Sie spiegelte ihm zurück, ob er sich wie ein Narzisst verhalte, wenn er während Dreharbeiten emotional komplett von seiner Familie abschalte. Diese Rückmeldung ließ den Schauspieler nicht los. In die Therapie ging er mit zwei konkreten Fragen: Was steckt hinter dieser emotionalen Abgeschnittenheit von anderen? Und bin ich tatsächlich ein Narzisst? Jan Josef Liefers, der seit Jahrzehnten als Prof. Karl-Friedrich Boerne im Münster-Tatort zu sehen ist, zeigte damit eine Selbstreflexionsbereitschaft, die viele seiner Fans überraschte. Im heutigen Tatort ist Jan Josef Liefers erneut als Boerne in der ARD zu sehen.

Die Ketamin-Sitzung: Drei Stunden unter medizinischer Aufsicht

Unter strenger medizinischer Begleitung ließ sich Liefers in einer darauf spezialisierten Klinik eine Infusion aus Kochsalzlösung mit wenigen Tropfen Ketamin verabreichen. Der sogenannte Trip dauerte drei Stunden und kostete 300 Euro. Ketamin ist als Narkosemittel in der Medizin seit Jahrzehnten zugelassen und wird in bestimmten therapeutischen Kontexten auch zur Behandlung schwerer Depressionen eingesetzt. Liefers beschrieb seine Erfahrung eindringlich: Der Körper scheine zu verschwinden, alles löse sich auf, und dennoch sei etwas da — vielleicht das Wesentliche, der Kern der eigenen Existenz. Er blieb bei vollem Bewusstsein, erlebte aber eine tiefe Veränderung seiner Wahrnehmung. Auch andere große Namen des deutschen Films setzen sich in dieser Zeit intensiv mit der eigenen Biografie auseinander.

Ergebnis der Ketamin-Therapie: Verbundenheit statt Isolation

Das Ergebnis der Therapiesitzung überraschte Jan Josef Liefers selbst: Entgegen seiner Befürchtungen erlebte er während des Ketamin-Trips keine Isolation, sondern das genaue Gegenteil. Er beschrieb das Gefühl, in jedem Moment seines Daseins mit allem verbunden zu sein. Ob ihn das von seinem Narzissmus-Verdacht befreit hat, ließ der Schauspieler in dem Podcast bewusst offen. Die Selbstauskunft passt zu einem öffentlichen Bild, das Jan Josef Liefers als nachdenklichen Künstler zeigt, der bereit ist, sich unbequemen Fragen zu stellen. In den sozialen Medien und Fachmedien löste das Interview eine breite Diskussion über die wachsende gesellschaftliche Akzeptanz von Ketamin und anderen psychedelisch wirkenden Substanzen in der Therapie aus.

Ketamin-Therapie: Zwischen Tabu und medizinischem Fortschritt

Das Thema Ketamin-Therapie gewinnt in Deutschland zunehmend an Aufmerksamkeit. Während Ketamin als Freizeitdroge illegal ist, kann es im klinischen Rahmen legal eingesetzt werden. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat bereits 2019 ein auf Ketamin basierendes Nasenspray zur Behandlung therapieresistenter Depressionen zugelassen. In Deutschland laufen vergleichbare Studien und Therapieprogramme, die jedoch nach wie vor nicht flächendeckend verfügbar sind. Dass ein prominenter Schauspieler wie Jan Josef Liefers so offen über eine solche Erfahrung spricht, dürfte die gesellschaftliche Debatte weiter beflügeln. Für seine Fans ist es vor allem ein Zeichen, dass auch die vermeintlich Starken und Erfolgreichen zuweilen tief in sich hineinhören und Hilfe suchen.

Quellen: Joyn, Promiflash, watson.ch

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