China Boeing Deal: 200 Flugzeuge nach Trump-Xi-Gipfel

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Der China Boeing Deal ist perfekt: US-Präsident Donald Trump verkündete am 14. Mai 2026 nach seinem Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking, dass China 200 Boeing-Flugzeuge kaufen wird. Es ist der erste große staatlich unterstützte Flugzeugauftrag aus China an den US-Hersteller seit fast einem Jahrzehnt — und ein zentrales Ergebnis von Trumps Staatsbesuch in der chinesischen Hauptstadt. Der Deal markiert eine mögliche Trendwende im lange gestörten Verhältnis zwischen dem US-Luftfahrtriesen und dem weltgrößten Markt für Passagierflugzeuge.

China Boeing Deal: Was Trump nach dem Gipfeltreffen mit Xi ankündigte

In einem exklusiven Interview mit Fox News erklärte Trump nach dem Handschlag mit Xi Jinping in der Großen Halle des Volkes: „Boeing wollte 150, sie bekommen 200.“ Die Vereinbarung umfasst laut Trump 200 Boeing 737 MAX-Flugzeuge — eine Modellreihe, die China nach dem verheerenden Absturz einer Ethiopian-Airlines-Maschine im Jahr 2019 jahrelang vom eigenen Luftraum verbannt hatte. Erst 2023 erteilte die chinesische Luftfahrtbehörde dem 737 MAX wieder die Fluggenehmigung. Der China Boeing Deal würde also nicht nur ein gewaltiges Auftragsvolumen bedeuten, sondern auch die vollständige Rückkehr von Boeing in den chinesischen Markt symbolisieren. Boeing-CEO Kelly Ortberg war eigens als Teil der US-Handelsdelegation nach Peking gereist und hatte im Vorfeld auf einem Unternehmens-Earnings-Call erklärt, der Gipfel sei „eine bedeutende Gelegenheit“ — und das Auftragsvolumen „eine große Zahl“.

200 statt 500: Warum die Boeing-Aktie trotzdem fiel

Trotz der offiziellen Verkündung reagierten die Märkte skeptisch: Die Boeing-Aktie fiel am Donnerstag um 4,73 Prozent. Der Grund liegt in den Erwartungen, die im Vorfeld kursiert hatten: Insider hatten auf einen Deal für bis zu 500 Boeing 737 MAX-Maschinen sowie rund 100 Widebody-Jets gehofft — darunter möglicherweise Modelle der 777- und 787-Reihe. Die nun vereinbarten 200 Flugzeuge blieben damit deutlich hinter den optimistischsten Schätzungen zurück. Hinzu kommt, dass formale Unterzeichnungen großer Flugzeugbestellungen in China erfahrungsgemäß Zeit brauchen — und Ankündigungen von Gipfeltreffen nicht immer eins zu eins in Vertragsabschlüsse münden. Zum Vergleich: König Willem-Alexander beendete zuletzt seinen persönlichen Boeing-737-Flugdienst nach 30 Jahren — ein Zeichen, wie tief verankert das Modell weltweit ist, aber auch wie sensibel der Markt auf jeden Schritt Boeings achtet.

Erster Boeing-Großauftrag aus China seit 2017

Sollte der Deal formalisiert werden, wäre es die erste bedeutende staatlich veranlasste Flugzeugbestellung aus China seit 2017. Damals unterzeichneten Boeing und die chinesische Zivilluftfahrtbehörde CAAC ein Abkommen über 300 Maschinen — 260 Flugzeuge vom Typ 737 sowie 40 Exemplare der Typen 777 und 787. Seitdem hatten politische Spannungen, Handelsstreitigkeiten und das 737-MAX-Startverbot die Beziehung zwischen Boeing und China schwer belastet. Auch Trumps Zölle gegen China, die erst kürzlich durch ein Berufungsgericht neu bewertet wurden, hatten den Handel zwischen beiden Ländern erheblich unter Druck gesetzt. Der neue Deal ist daher mehr als ein Geschäftsabschluss — er ist ein außenpolitisches Signal.

Delegation der US-Konzernchefs: Musk, Cook, Huang und Ortberg in Peking

Trump reiste nicht allein nach Peking. An seiner Seite befanden sich die Chefs einiger der mächtigsten US-Konzerne: Elon Musk (Tesla und SpaceX), Apple-CEO Tim Cook, BlackRock-Chef Larry Fink und Nvidia-CEO Jensen Huang. Letzterer war erst kürzlich Teil einer Reise, nach der Nvidias Aktie ein Allzeithoch erreichte. Die Präsenz dieser Unternehmenslenker macht deutlich, dass Trump den Peking-Besuch als Handelsoffensive versteht: Neben dem Boeing-Deal wurden auch Vereinbarungen über den Kauf von US-Sojabohnen, Öl und Flüssiggas (LNG) aus den USA angekündigt. Insgesamt hinterlässt der Gipfel den Eindruck eines Neuanfangs im US-chinesischen Wirtschaftsverhältnis — wenngleich politische Streitpunkte wie Taiwan und der Iran-Konflikt weiterhin ungelöst bleiben.

Quellen: CNBC, Fox Business, Bloomberg, Fortune, US News, Simple Flying

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