INSA Umfrage setzt Merz-Koalition weiter unter Druck

INSA Umfrage setzt Merz-Koalition weiter unter Druck
Michael Lucan, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

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Die neue INSA Umfrage zeigt eine deutliche Verschiebung in der politischen Stimmung in Deutschland. Im aktuellen INSA-Sonntagstrend wurden Wahlberechtigte gefragt, welche Partei sie wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Solche Erhebungen sind keine Prognosen für ein konkretes Wahlergebnis, gelten aber als wichtiger Hinweis darauf, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung entwickelt. In der jüngsten Befragung erreicht die AfD mit 29 Prozent einen neuen Höchstwert. Die Union fällt dagegen auf 22 Prozent zurück. Damit liegt die AfD sieben Prozentpunkte vor CDU und CSU.

Für die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz ist das politisch brisant. Denn die Umfrage zeigt nicht nur Verluste für die Union, sondern auch eine Schwäche der gesamten Koalition. Union und SPD kommen zusammen nur noch auf 34 Prozent. Das erhöht den Druck auf beide Regierungsparteien, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

AfD baut Vorsprung vor der Union aus

Die Zahlen stehen für eine Entwicklung, die sich bereits seit mehreren Wochen abzeichnet. Mitte April lag die Union in der INSA Umfrage noch bei 25 Prozent, die AfD bei 26 Prozent. Einen Monat zuvor hatten CDU und CSU noch leicht vor der AfD gelegen.

Inzwischen hat sich der Abstand deutlich vergrößert. Die AfD erreicht nun 29 Prozent, während die Union weiter verliert. Für die Kanzlerpartei ist das besonders problematisch, weil sie als stärkste Kraft der Regierung hinter die AfD zurückfällt.

Fast jeder Zweite wünscht sich Ende der Koalition

Auch die Bewertung der Bundesregierung fällt schwach aus. Laut einer weiteren INSA-Blitzumfrage wünschen sich 49 Prozent der Befragten ein vorzeitiges Ende der Koalition aus Union und SPD. Nur 32 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Schwarz-Rot weiterregiert. 19 Prozent machten keine Angabe.

Die Erhebung wurde zwischen dem 8. und 11. Mai 2026 unter 1.003 Wahlberechtigten durchgeführt. Anders als die Sonntagsfrage misst diese Befragung nicht die aktuelle Parteipräferenz, sondern die Haltung zur Zukunft der Bundesregierung. Zusammengenommen zeigen beide Umfragen: Die Kritik richtet sich nicht nur gegen einzelne Parteien, sondern zunehmend gegen das Regierungsbündnis insgesamt.

Bundesregierung steht vor Vertrauensproblem

Die schwarz-rote Koalition steht damit vor einem wachsenden Vertrauensproblem. Schlechte Umfragewerte, wirtschaftliche Unsicherheit und Streit innerhalb der Regierung belasten das Bündnis. Zugleich profitiert die AfD sichtbar von der Schwäche der Regierungsparteien.

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