
In Pforzheim läuft am Sonntag ein außergewöhnlich großer Einsatz wegen einer Weltkriegsbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger war bei Bauarbeiten am Quartierspark in der Oststadt entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine Bombe des Typs HC4000lbs mit einem Gewicht von rund 1.800 Kilogramm. Die reine Explosivstoffmasse wird mit etwa 1.350 Kilogramm angegeben.
Für die Entschärfung wurde ein Evakuierungsradius von rund 1,5 Kilometern festgelegt. Das betroffene Gebiet musste bis Sonntagmorgen um 8 Uhr verlassen werden. Die Stadt machte deutlich, dass die Räumung rechtlich verpflichtend ist. Auch Personen, die das Risiko selbst tragen wollten, durften nicht im Sperrgebiet bleiben.
Der Bombenfund hat nicht nur Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung der Fundstelle. Auch Teile der Innenstadt liegen im Evakuierungsbereich. Für Betroffene wurden Notunterkünfte eingerichtet, unter anderem in der Jahnhalle und in der Ludwig-Erhard-Halle. Zudem organisierte die Stadt Shuttle-Busse und ein Bürgertelefon.
Deutlich spürbar sind die Folgen auch im Verkehr. Der Pforzheimer Hauptbahnhof liegt in der Evakuierungszone. Nach Angaben des Karlsruher Verkehrsverbunds kommt es deshalb bei den Stadtbahnlinien S5 und S6 zu Einschränkungen. Auch der überregionale Bahnverkehr zwischen Karlsruhe und Stuttgart ist betroffen.
Die Stadt hatte bereits vor der Entschärfung erklärt, dass keine akute Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Gleichzeitig gelten bei Blindgängern dieser Größenordnung strenge Sicherheitsregeln. Entscheidend ist, dass der Sperrbereich vollständig geräumt ist, bevor Spezialisten mit der Arbeit beginnen können.
Die Größe des Fundes macht den Einsatz besonders aufwendig. Zwar sind Weltkriegsblindgänger in Deutschland keine Seltenheit, doch eine Bombe dieser Dimension führt zwangsläufig zu weitreichenden Maßnahmen. Laut dpa mussten rund 27.000 bis 30.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
Der Fund hat in Pforzheim auch eine historische Dimension. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer bombardiert. Am 23. Februar 1945 wurde Pforzheim bei einem Angriff der Royal Air Force binnen kurzer Zeit weitgehend zerstört. Rund 18.000 Menschen starben.
Dass auch mehr als 80 Jahre nach Kriegsende noch Blindgänger gefunden werden, ist in vielen deutschen Städten Teil der Realität. Besonders bei Bauarbeiten treten solche Funde immer wieder zutage. Der aktuelle Fall zeigt, wie stark alte Kampfmittel noch heute in das öffentliche Leben eingreifen können: Ein einzelner Fund reicht aus, um Stadtteile zu räumen, Verkehrswege zu sperren und tausende Menschen für Stunden aus ihrem Alltag zu holen.
Das Stichwort Pforzheim Bombe wird aktuell vor allem wegen der großflächigen Evakuierung, der geplanten Entschärfung und der Folgen für den Verkehr gesucht. Belastbare Informationen liegen vor allem von der Stadt Pforzheim, dem Karlsruher Verkehrsverbund und Nachrichtenagenturen vor. Hinweise auf einen anderen Hintergrund, etwa eine aktuelle Anschlagslage oder ein sicherheitsrelevantes Kriminalereignis, ergeben sich aus den vorliegenden Informationen nicht.
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