
Jesper de Jong hat bei Roland Garros 2026 am Freitag für eines der auffälligsten Spiele der dritten Runde gesorgt. Der 25 Jahre alte Niederländer brachte Karen Khachanov auf Court 14 erheblich unter Druck und zwang den an Nummer 13 gesetzten Profi in einen fünften Satz. De Jong hatte den ersten Satz mit 7:5 gewonnen, Khachanov antwortete mit 7:5, bevor der Niederländer den dritten Durchgang mit 6:2 für sich entschied. Unklar blieb zunächst, ob de Jong die Überraschung gegen den favorisierten Khachanov vollenden konnte.
Die Geschichte des Niederländers ist auch deshalb bemerkenswert, weil Jesper de Jong ursprünglich nicht regulär im Hauptfeld stand. Er rückte als Lucky Loser nach und nutzte seine zweite Chance konsequent. In der ersten Runde besiegte er Stan Wawrinka mit 6:3, 3:6, 6:3 und 6:4. Für den Schweizer, der 2015 in Paris triumphiert hatte, war es der letzte Auftritt bei den French Open. De Jong stand damit zunächst im Schatten eines emotionalen Abschieds, setzte sportlich aber selbst ein klares Zeichen.
In der zweiten Runde bestätigte der Niederländer seine Form. Gegen Federico Cina gewann er deutlich mit 6:3, 6:1 und 6:3. Damit erreichte de Jong die dritte Runde und übertraf in Paris bereits seine bisherigen Ergebnisse.
Das Duell mit Karen Khachanov war für Jesper de Jong der bislang schwerste Test in diesem Turnier. Khachanov ging als gesetzter Spieler und erfahrener Grand Slam Profi in die Partie. De Jong lag im ATP Einzelranking bei Turnierangaben auf Platz 106, während Khachanov als Nummer 13 der Setzliste geführt wurde. Gerade deshalb erhielt die Partie internationale Aufmerksamkeit.
Sportlich zeigte sich dabei, dass de Jong auf Sand auch in langen Matches konkurrenzfähig ist. Bereits gegen Wawrinka hatte er über vier Sätze die Kontrolle zurückgewonnen. Gegen Khachanov gelang ihm nun erneut ein Auftritt, der weit über eine Außenseiterrolle hinausging.
Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass das Match am Freitagabend noch lief und nach vier Sätzen keine Entscheidung gefallen war. Damit blieb offen, ob de Jong den Einzug ins Achtelfinale schaffen würde. Schon der Verlauf der Partie machte ihn jedoch zu einer der auffälligsten Figuren dieses Turniertages bei Roland Garros.
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