1860 München verliert die Drittliga-Lizenz und muss neu planen

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Symbolbild: Evan Wise

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Der TSV 1860 München steht vor einem tiefen Einschnitt. Die Profifußballgesellschaft des Traditionsvereins erhält nach eigener Darstellung keine Zulassung für die kommende Saison in der 3. Liga. Grund ist ein nicht fristgerecht erbrachter Liquiditätsnachweis gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund. Damit muss sich der Klub sportlich und wirtschaftlich auf die Regionalliga Bayern einstellen.

Nach Angaben der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA liegt die Ursache in einer nicht erfüllten Finanzierungszusage des Gesellschafters Hasan Ismaik und mit ihm verbundener Unternehmen. Noch in den Tagen zuvor war offen gewesen, ob die geforderte Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Medienberichte hatten die fehlende Summe auf rund 2,7 Millionen Euro beziffert.

Lizenzverlust trifft 1860 München nach Platz acht

Sportlich hatte 1860 München die Saison 2025/26 in der 3. Liga auf Rang acht beendet. Damit war der Verein zwar deutlich hinter den eigenen Ambitionen geblieben, sportlich aber nicht abgestiegen. Der Lizenzverlust verändert die Ausgangslage grundlegend. Aus einem sportlichen Mittelfeldplatz wird ein administrativer Abstieg mit weitreichenden Folgen für Kader, Personalplanung und Etat.

Für die Anhänger ist die Situation besonders bitter, weil sie Erinnerungen an 2017 weckt. Damals war der Klub nach finanziellen Problemen ebenfalls aus dem Profibereich abgestürzt. Auch diesmal steht nicht ein Ergebnis auf dem Platz im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Spielbetrieb erfüllt wurden.

Streit um Finanzierung belastet die Zukunftsplanung

Im Zentrum der Entwicklung steht die Finanzierungsfrage. Der Verein erklärte, dass die Geschäftsführung nun mit Sachverständigen und Beratern aus dem Insolvenzrecht zusammenarbeite. Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb geordnet aufrechtzuerhalten und mit Sponsoren eine tragfähige Perspektive zu entwickeln.

Damit beginnt für 1860 München eine Neuordnung. Die Regionalliga Bayern bringt deutlich geringere Einnahmen, weniger TV-Gelder und andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Geschäftsführer Manfred Paula kündigte an, die Energie auf einen schlagkräftigen Kader für die Regionalliga Bayern zu richten.

Folgen für die 3. Liga

Der Fall hat auch Auswirkungen auf die 3. Liga. Nach der DFB-Spielordnung kann sich bei fehlender Zulassung eines Klubs die Zahl der sportlichen Absteiger verringern. Der DFB hatte die wirtschaftlichen Anforderungen für die 3. Liga in den vergangenen Jahren verschärft. Dazu gehören strengere Regeln bei Eigenkapitalauflagen, Personalaufwendungen und Liquiditätsreserven.

Für die Löwen beginnt ein schwieriger Neustart

Für 1860 München geht es nun nicht mehr um die Frage, ob die dritte Liga gehalten werden kann, sondern um die Stabilisierung nach dem Einschnitt. Entscheidend wird sein, wie schnell der Klub Klarheit bei Verträgen, Etat und sportlicher Leitung schafft. Viele Planungen für die kommende Saison müssen an die Regionalliga angepasst werden.

Der Verein steht damit vor einer doppelten Aufgabe. Einerseits muss der sportliche Wiederaufbau gelingen. Andererseits braucht die Profifußballgesellschaft eine belastbare wirtschaftliche Struktur, damit sich die Lizenzprobleme nicht wiederholen.

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