
Mateusz Zukowski ist beim 1. FC Magdeburg zur zentralen Personalie des Sommers geworden. Der polnische Angreifer war in der abgelaufenen Zweitliga-Saison der auffälligste Offensivspieler des FCM und gehört nach 17 Ligatoren zu den interessantesten Angreifern der Liga. Ob der 24-Jährige auch nach dem Sommer in Magdeburg spielt, ist weiter offen.
Zukowski kam im September 2025 vom polnischen Klub Slask Wroclaw nach Magdeburg. Der FCM stellte ihn damals als Außenstürmer vor, inzwischen wird er überwiegend als Mittelstürmer geführt. Nach verletzungsbedingtem Rückstand gab er sein Pflichtspieldebüt erst Ende November, wurde danach aber schnell zum entscheidenden Faktor im Angriff. In 21 Zweitliga-Einsätzen erzielte er 17 Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Damit war er Magdeburgs bester Torschütze und wurde von den Fans zum FCM-Spieler der Saison gewählt.
Der 1. FC Magdeburg nennt bei seinen Profis nicht immer öffentlich die genaue Vertragslaufzeit. Deshalb ist die Vertragssituation bei Zukowski nicht vollständig offiziell dokumentiert. Mehrere Medien berichten jedoch übereinstimmend, dass sein Arbeitspapier bis Sommer 2027 laufen soll. Sollte diese Angabe zutreffen, würde der Angreifer in seine letzte Vertragssaison gehen. Für den FCM wäre das eine schwierige Ausgangslage, weil ein ablösefreier Abgang im kommenden Jahr wirtschaftlich kaum im Interesse des Vereins liegen dürfte.
Als mögliche Interessenten werden in Medienberichten Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln genannt. Offizielle Bestätigungen der Vereine liegen dazu bislang nicht vor. Auch ein konkretes Angebot ist nicht belastbar bekannt. Besonders Köln wird mit Zukowski in Verbindung gebracht, zugleich heißt es in mehreren Darstellungen, die Ablösevorstellungen könnten für den Aufsteiger hoch sein. Der Marktwert des 24 Jahre alten Polen wird aktuell mit rund sechs Millionen Euro angegeben. Dieser Wert ist keine festgeschriebene Ablösesumme, zeigt aber die veränderte Wahrnehmung nach seiner starken Saison.
Nach kicker-Informationen will Magdeburg in der Personalie nicht bis zum Ende der Transferperiode warten. Der deutsche Sommermarkt schließt am 1. September 2026. Für den FCM geht es deshalb nicht nur um die Frage, ob Zukowski verkauft wird, sondern auch um Planungssicherheit. Bleibt der Stürmer, wäre er weiter ein zentraler Bestandteil der Offensive. Kommt es zu einem Wechsel, müsste Magdeburg rechtzeitig Ersatz finden. Gerade auf der Mittelstürmerposition wäre ein später Abgang sportlich schwer aufzufangen.
Zukowskis Wert für Magdeburg ergibt sich nicht allein aus der Trefferzahl. Der Angreifer kam spät in die Saison, war dennoch direkt an 20 Ligatoren beteiligt und gab der Offensive eine verlässliche Anspielstation. Auffällig ist auch seine Entwicklung: Vor seinem Magdeburger Durchbruch wurde er in seiner Karriere nicht dauerhaft als klassischer Torjäger wahrgenommen. Genau darin liegt für interessierte Vereine die Abwägung. Seine Quote ist stark, die Datenbasis auf dieser Position aber noch vergleichsweise jung.
Für Zukowski kann der Sommer zur Chance auf den nächsten Karriereschritt werden. Für Magdeburg ist die Situation deutlich komplexer. Der Verein muss sportlichen Wert, mögliche Ablöse und Kaderplanung gegeneinander abwägen. Solange kein offizielles Angebot bestätigt ist, bleibt ein Verbleib ebenso möglich wie ein Wechsel. Klar ist nur: Nach dieser Saison ist Zukowski keine Nebenfigur mehr, sondern eine der wichtigsten Transferfragen des FCM.
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