Kaminski vor Wechsel zu Benfica Lissabon

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Kaminski in Lissabon: Medizincheck bei Benfica

Jakub Kaminski steht vor dem Wechsel vom 1. FC Köln zu Benfica Lissabon. Der 24 Jahre alte Offensivspieler sei am Montag in Portugal gelandet und solle beim Traditionsklub den Medizincheck absolvieren. Damit rücke ein Transfer näher, der für den FC sportlich schmerzhaft, wirtschaftlich aber lukrativ wäre. Kaminski habe in Köln eine Ausstiegsklausel, die bei rund 20 Millionen Euro liegen soll. Bei seiner Ankunft in Lissabon sagte der polnische Nationalspieler: Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Sollte der Medizincheck ohne Probleme verlaufen, könnte der Wechsel zeitnah vollzogen werden.

Rasche Wendung nach fester Verpflichtung in Köln

Für den 1. FC Köln wäre der bevorstehende Abgang eine bemerkenswerte Entwicklung. Kaminski war erst in der Saison 2025/26 vom VfL Wolfsburg ausgeliehen und anschließend fest verpflichtet worden. Köln zog die Kaufoption, nachdem sich der Pole in der Bundesliga als verlässliche Offensivkraft gezeigt hatte. Laut übereinstimmenden Medienberichten lag die Ablöse an Wolfsburg bei etwa 5,5 Millionen Euro. In der vergangenen Saison kam Kaminski in der Bundesliga auf sieben Tore und mehrere Vorlagen. Damit zählte er zu den auffälligsten Spielern im Kölner Angriff. Für die sportliche Leitung des FC entstünde durch den Abgang eine Lücke auf den offensiven Außenpositionen, zugleich aber auch neuer finanzieller Spielraum für den weiteren Kaderumbau.

Von Lech Posen über Wolfsburg nach Köln

Kaminski stammt aus Ruda Śląska und wurde in Polen ausgebildet. Nach ersten Schritten bei Szombierki Bytom wechselte er 2015 in die Nachwuchsabteilung von Lech Posen. Dort schaffte er früh den Sprung in den Profifußball. Bei Lech entwickelte er sich zum Stammspieler, gewann Erfahrung in der Ekstraklasa und machte auch international auf sich aufmerksam. In der Saison 2021/22 wurde er mit Lech Posen polnischer Meister. Im Sommer 2022 wechselte Kaminski zum VfL Wolfsburg. In Niedersachsen sammelte er Bundesliga-Erfahrung, konnte sich aber nicht dauerhaft als unumstrittener Stammspieler durchsetzen. Die Leihe nach Köln im Sommer 2025 erwies sich für ihn als wichtiger Schritt. Beim FC bekam er mehr Verantwortung, spielte regelmäßig und steigerte seinen Marktwert. Der Wechsel nach Lissabon wäre nun der nächste Karrieresprung.

Benfica-Kader: Konkurrenz auf hohem Niveau

Bei Benfica würde Kaminski in einen breit besetzten Offensivkader kommen. Der portugiesische Rekordmeister geht unter Trainer Marco Silva in die Saison 2026/27. Im Kader stehen auf den Außenbahnen und im Angriff mehrere Spieler mit internationaler Erfahrung. Namen wie Andreas Schjelderup, Bruma, Gianluca Prestianni, Dodi Lukébakio und Tiago Gouveia zeigen, dass die Konkurrenz auf den Flügelpositionen hoch wäre. Im Zentrum verfügt Benfica unter anderem über Vangelis Pavlidis und Franjo Ivanović. Für Kaminski könnte gerade seine Vielseitigkeit interessant sein. Er kann auf der linken Seite spielen, bringt Tempo mit und sucht häufig den direkten Weg zum Tor.

Polnischer Nationalspieler mit internationaler Erfahrung

Kaminski gehört seit Jahren zum Kreis der polnischen Nationalmannschaft. Er durchlief zuvor mehrere Juniorenauswahlen und debütierte 2021 für die A-Nationalmannschaft. Inzwischen kommt er auf mehr als 30 Länderspiele. Auch in der WM-Qualifikation spielte er für Polen eine Rolle. Beim Playoff gegen Schweden im März 2026 erzielte Kaminski einen Treffer, Polen verpasste die Teilnahme an der Weltmeisterschaft aber nach einer Niederlage in Solna. Diese internationale Erfahrung dürfte für Benfica ein wichtiger Faktor sein. Der Klub sucht traditionell Spieler, die sofort helfen können, zugleich aber noch Entwicklungsspielraum besitzen. Kaminski passt in dieses Profil.

Köln muss den Angriff neu sortieren

Beim 1. FC Köln würde der Abgang den ohnehin laufenden Kaderumbau verschärfen. Nach mehreren Veränderungen im Sommer sollen die Verantwortlichen weitere Positionen neu besetzen. Neben der Defensive und dem zentralen Mittelfeld rückt durch Kaminskis möglichen Wechsel auch der Flügel wieder stärker in den Fokus. Die Einnahmen aus der Ausstiegsklausel würden dem FC finanziell Luft verschaffen, während sportlich ein neuer Offensivspieler gefunden werden müsste.

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