
Münster. Die Kulturkneipe F24 veranstaltet am Samstag, 25. Juli 2026, ein Straßenfest in der Münsteraner Innenstadt. Unter dem Motto „Wohnen ist ein Menschenrecht“ erwartet die Besucher von 14 bis 22 Uhr ein Programm aus Live-Musik, politischen Beiträgen, Informationsständen sowie Speisen und Getränken.
Gespielt wird auf einer Außenbühne vor der Frauenstraße 24 und im Veranstaltungssaal der Kulturkneipe. Den musikalischen Auftakt macht um 15 Uhr Burkhard Ellger alias Mister.B mit Blues. Anschließend verbindet Kabra Adabra Reggae, Ska und Rock mit politischen deutschsprachigen Texten. Um 20 Uhr tritt die Kilkenny Band mit Irish Folk auf.
Im Saal lädt das Duo Cuppatea ab 16 Uhr zum gemeinsamen Singen politischer Lieder ein. Am Abend spielen Krüger, Fleige und Paßlick Rock- und Jazz-Klassiker. Für die Auftritte von Kabra Adabra sowie Krüger, Fleige und Paßlick wurden keine genauen Anfangszeiten genannt.
Neben dem Kulturprogramm stellen wohnungspolitische Gruppen ihre Arbeit in kurzen Redebeiträgen vor. Weitere Initiativen informieren an eigenen Ständen. Damit verbindet das Fest Musik und Gastronomie mit Diskussionen über steigende Mieten und bezahlbaren Wohnraum.
Das Thema bleibt in Münster aktuell. Laut Mietspiegel 2025 liegt die durchschnittliche ortsübliche Vergleichsmiete für frei finanzierten Wohnraum bei 9,85 Euro je Quadratmeter. Zwei Jahre zuvor waren es 9,37 Euro. Dabei handelt es sich allerdings um eine Vergleichsmiete aus bestehenden und geänderten Mietverhältnissen, nicht um aktuelle Angebotsmieten.
Das Motto des Straßenfestes knüpft unmittelbar an die Geschichte des Hauses an. Die Frauenstraße 24 wurde 1973 besetzt, nachdem der Jugendstilbau vom Abriss bedroht war. Nach einem jahrelangen politischen Konflikt wurde der Erhalt 1981 endgültig gesichert. Später stellte man das Gebäude unter Denkmalschutz.
Bis heute befinden sich dort studentische Wohngemeinschaften sowie die Kulturkneipe mit Kultur- und Bildungsangeboten. Die Frauenstraße 24 liegt rund 200 Meter vom Schlossplatz entfernt. Mit dem Bus ist sie über die Linien 1 und 9 sowie die Haltestelle Schlossplatz erreichbar.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben.
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