Abschied von Nina Ahrend: Maria Wedig steigt bei GZSZ aus

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Maria Wedig verlässt die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Nach neun Jahren endet damit die Geschichte ihrer Figur Nina Ahrend. Der Sender bestätigte den Ausstieg am Mittwoch, 22. Juli 2026. Zuvor hatten die aktuelle Kriminalhandlung und Beiträge der Schauspielerin in sozialen Netzwerken bereits Spekulationen über einen Abschied ausgelöst. Ninas letzte reguläre Folge soll am 13. August 2026 bei RTL ausgestrahlt werden.

RTL bestätigt den Ausstieg von Maria Wedig

Bekanntgegeben wurde der Ausstieg am 22. Juli 2026 auf der offiziellen Internetseite von RTL. Unter der Überschrift „Maria Wedig sagt bei GZSZ leise Tschüss“ bestätigte der Sender, dass die Schauspielerin die tägliche Serie nach neun Jahren verlässt.

TV Movie griff die Mitteilung am selben Morgen auf. Das Magazin verwies darauf, dass Fans bereits zuvor über einen möglichen Abschied spekuliert hatten. Hintergrund waren sowohl die Entwicklung der Serienhandlung als auch Beiträge auf Maria Wedigs Instagram-Kanal. Noch am 20. Juli hatte TV Movie lediglich über eine Drehpause berichtet und ausdrücklich offengelassen, ob daraus ein endgültiger Ausstieg werden könnte. Zwei Tage später folgte die offizielle Bestätigung durch RTL.

Damit wurde der Ausstieg nicht bereits am Dienstag, 21. Juli, offiziell verkündet, sondern am Mittwoch, 22. Juli 2026. RTL nennt als letzte Folge mit Maria Wedig die Episode 8585. Sie soll am 13. August bei RTL laufen und voraussichtlich eine Woche zuvor bei RTL+ abrufbar sein.

Seit 2017 spielte Maria Wedig die Figur Nina Ahrend

Maria Wedig stand seit Mai 2017 für GZSZ vor der Kamera. Ihren ersten Fernsehauftritt als Nina Ahrend hatte sie nach Angaben von RTL am 3. August 2017. Die Figur zog damals gemeinsam mit ihrem Sohn Luis Ahrend, gespielt von Maximilian Braun, aus Frankfurt nach Berlin. Ninas damaliger Ehemann Martin Ahrend wurde von Oliver Franck dargestellt.

RTL führte Nina zunächst als warmherzige, selbstbewusste Mutter ein, die sich beruflich neu orientieren und ihrer Familie in Berlin einen Neuanfang ermöglichen wollte. Schon kurz nach ihrer Ankunft rückte jedoch ihre gewalttätige Ehe in den Mittelpunkt. Die Serie erzählte über längere Zeit von häuslicher Gewalt, Abhängigkeit und Ninas Versuch, sich und ihre Kinder aus der Beziehung zu lösen.

Wedigs Engagement dauerte neun Jahre, wurde nach Angaben von RTL allerdings durch eine Babypause unterbrochen. Im Laufe dieser Zeit trug die Figur zeitweise auch den Namen Nina Klee, blieb dem Publikum jedoch vor allem unter ihrem Geburtsnamen Nina Ahrend bekannt.

Nina wird als Täterin aus der Handlung geschrieben

Der reale Abschied von Maria Wedig ist unmittelbar mit dem aktuellen fiktiven Kriminalfall der Serie verbunden. Nina wird nicht wegen eines beruflichen Umzugs oder einer Reise aus dem Kolle-Kiez geschrieben. Ihre Geschichte endet vorerst mit einem Geständnis und einer Gefängnisstrafe.

RTL zufolge übernimmt Nina gegenüber der Polizei die Verantwortung für den Tod von Zoe Vogt, gespielt von Lara Dandelion Seibert, und Carlos Lopez, dargestellt von Patrick Fernandez. Nach ihrem Geständnis kommt sie ins Gefängnis. Der Sender schreibt, dass ihr eine lange Haftstrafe bevorstehe. Damit erhält die Figur einen klaren, innerhalb der Serienhandlung begründeten Abschied.

TV Movie berichtet ergänzend, Nina sei nach ihrer Inhaftierung für ihre Tochter zunächst nicht erreichbar. Deshalb schreibe sie Toni einen Brief, in dem sie ihre Gefühle ausdrücke. Zugleich beschäftige Ninas Fall auch den Anwalt Jo Gerner. Ob er noch Einfluss auf die rechtlichen Folgen nehmen kann, wird in der Vorschau nicht abschließend aufgelöst. Eine spätere Rückkehr der Figur wurde von der Produktion weder angekündigt noch ausdrücklich ausgeschlossen.

Das Geheimnis um Toni führte zur Eskalation

Im Zentrum des Handlungsstrangs steht Ninas Verhältnis zu ihrer Tochter Toni, gespielt von Olivia Marei. Innerhalb der Serie hatte Nina lange verschwiegen, dass Toni nach ihrer Darstellung nicht ihre leibliche Tochter ist. Laut dem von Promiflash zusammengefassten Geständnis soll Ninas eigene Tochter kurz nach der Geburt gestorben sein. Ihr damaliger Mann Martin habe das Kind ohne Ninas Wissen gegen ein lebendes Baby ausgetauscht.

Zoe erfuhr von diesem Geheimnis und setzte Nina damit unter Druck. Bei einer Auseinandersetzung fiel ein tödlicher Schuss. Später kam auch Carlos hinter die Wahrheit. Auch dieser Konflikt endete tödlich. Ninas Schwester Jessica, gespielt von Nina Ensmann, wurde anschließend zur Mitwisserin und drängte sie dazu, sich der Polizei zu stellen. Toni ermittelte unterdessen selbst in dem Fall, ohne zunächst zu wissen, dass ihre Mutter die gesuchte Täterin war.

RTL hatte zwischenzeitlich auf Zuschauerfragen zu möglichen Widersprüchen in der Geschichte reagiert. Ein Sprecher erklärte gegenüber Promiflash, die einzelnen Puzzleteile würden sich noch zu einer logischen Auflösung zusammensetzen. Weitere nicht bestätigte Details über Tonis Herkunft oder die juristische Bewertung von Ninas Taten sollten deshalb nicht vorweggenommen werden.

Produzentin würdigt Maria Wedigs letzte Geschichte

Ein ausführliches persönliches Abschiedszitat von Maria Wedig veröffentlichte RTL in der Bekanntgabe zunächst nicht. Stattdessen äußerte sich Katja Bäuerle, Produzentin von GZSZ bei UFA Serial Drama.

Bäuerle erklärte, das Team habe mit der komplexen Geschichte etwas Neues gewagt, das allen Beteiligten viel abverlangt habe. Maria Wedig habe ihrer Rolle in diesem letzten Abschnitt „Substanz, Intensität und absolute Wahrhaftigkeit“ verliehen. Die GZSZ-Redaktion bedankte sich bei der Schauspielerin für neun gemeinsame Jahre und wünschte ihr für ihren weiteren Weg alles Gute.

Konkrete neue Film-, Fernseh- oder Theaterprojekte von Maria Wedig wurden in der offiziellen Mitteilung nicht genannt. Ihr Ausstieg ist daher zunächst als Ende ihres langjährigen GZSZ-Engagements einzuordnen. Über ihre weiteren beruflichen Pläne gibt es bislang keine bestätigten Angaben.

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