Sorge um König Harald: Palast stellt Klinikbesuch klar

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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König Harald im Rikshospitalet hat am Freitag in Norwegen für Aufmerksamkeit gesorgt. Der 89 Jahre alte Monarch sei nach Angaben des Königshauses zu einer bereits vorgesehenen medizinischen Kontrolle und ärztlichen Nachsorge in die Universitätsklinik in Oslo gefahren worden. Hinweise auf einen akuten medizinischen Notfall bestätigte der Palast nicht. Zu einer möglichen Erkrankung oder zu Ergebnissen der Untersuchung wurden keine Angaben gemacht.

Palast widerspricht Darstellung einer Krankenwagenfahrt

Auslöser der Unruhe waren zunächst Berichte, wonach Harald am Freitagnachmittag mit einem Krankenwagen zum Rikshospitalet gebracht worden sei. Das Königshaus widersprach dieser Darstellung anschließend ausdrücklich. Kommunikationschefin Guri Varpe erklärte gegenüber norwegischen Medien, der König sei zu einer geplanten Kontrolle gefahren und dabei mit seinem eigenen Wagen transportiert worden.

Weitere Einzelheiten zum Anlass der Untersuchung veröffentlichte der Palast zunächst nicht. Damit war offiziell lediglich bestätigt, dass Harald einen vorgesehenen Arzttermin wahrnahm. Aussagen über eine akute Verschlechterung seines Gesundheitszustands oder eine neue Diagnose lagen nicht vor.

Noch am Freitagvormittag hatte der König offizielle Aufgaben wahrgenommen. Gemeinsam mit Kronprinz Haakon nahm er unter anderem an einer Audienz mit dem Verteidigungsminister sowie am Staatsrat im Königlichen Schloss teil. Eine neue Krankschreibung oder vorübergehende Amtsunfähigkeit wurde im Zusammenhang mit dem Kliniktermin zunächst nicht bekanntgegeben.

Harald wurde in den vergangenen Jahren mehrfach behandelt

Die Aufmerksamkeit für medizinische Termine des Monarchen ist auch Folge mehrerer Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte in den vergangenen Jahren. Im Februar 2024 erkrankte Harald während einer privaten Reise nach Malaysia an einer Infektion. Dort wurde ihm zunächst vorübergehend ein Herzschrittmacher eingesetzt. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen erhielt er anschließend einen permanenten Herzschrittmacher.

Das Königshaus teilte danach mit, Harald werde wegen seines Alters dauerhaft weniger und weniger umfangreiche offizielle Verpflichtungen übernehmen. Von einer Aufgabe des Amtes war dabei keine Rede.

Im Februar 2026 musste der König während eines privaten Aufenthalts auf Teneriffa erneut medizinisch behandelt werden. Nach Angaben des Königshauses sei er wegen einer Infektion und Dehydrierung in das Hospital Universitario Hospiten Sur eingeliefert worden. Sein Arzt erklärte damals, Haralds Allgemeinzustand sei gut gewesen und er habe auf die Behandlung angesprochen. Nach wenigen Tagen konnte der König die Klinik wieder verlassen.

Bereits zuvor hatte Harald wiederholt wegen Infektionen oder anderer gesundheitlicher Probleme Termine absagen müssen. Das Königshaus veröffentlicht dabei üblicherweise nur begrenzte medizinische Informationen.

Kronprinz Haakon übernimmt bei Ausfällen die Regentschaft

Wenn König Harald wegen einer Erkrankung seine verfassungsmäßigen Aufgaben nicht wahrnehmen kann oder sich im Ausland befindet, übernimmt Kronprinz Haakon vorübergehend die Funktion des Regenten. Grundlage dafür ist Artikel 41 der norwegischen Verfassung.

Haakon führt dann unter anderem den Vorsitz beim Staatsrat und übernimmt die Aufgaben, die formell dem Staatsoberhaupt zukommen. Eine solche Vertretung bedeutet keinen Thronwechsel. Sobald Harald seine Amtsgeschäfte wieder aufnimmt, endet die Regentschaft des Kronprinzen.

Dieses Verfahren kam während mehrerer Krankheitsphasen Haralds bereits zur Anwendung. Auch während seines Klinikaufenthalts in Malaysia und anderer krankheitsbedingter Auszeiten übernahm Haakon zeitweise die entsprechenden Pflichten.

Harald hat eine Abdankung bislang ausgeschlossen

Mit zunehmendem Alter des Königs wird in Norwegen regelmäßig über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Monarchie diskutiert. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Frage Anfang 2024, nachdem die damalige dänische Königin Margrethe II. ihre Abdankung angekündigt hatte.

Harald machte damals jedoch deutlich, dass er selbst keinen entsprechenden Schritt plane. Er verwies darauf, dass er bei seiner Thronbesteigung einen Eid geleistet habe und seine Aufgabe als König lebenslang verstehe. Auch nach seiner schweren Erkrankung in Malaysia änderte sich diese Position nicht.

Statt einer Abdankung reduzierte der Hof seit Frühjahr 2024 die Zahl und den Umfang seiner Termine. Kronprinz Haakon übernimmt gleichzeitig einen wachsenden Teil öffentlicher Verpflichtungen. Ein offizieller Plan für einen vorzeitigen Thronwechsel wurde bislang nicht bekanntgegeben.

Europas ältester amtierender Monarch

Harald wurde am 21. Februar 1937 geboren und ist seit dem Tod seines Vaters König Olav V. am 17. Januar 1991 norwegisches Staatsoberhaupt. Mit 89 Jahren ist er derzeit der älteste amtierende Monarch Europas.

Seine Rolle ist wie in anderen europäischen konstitutionellen Monarchien überwiegend repräsentativ und zeremoniell. Politische Entscheidungen werden von der Regierung getroffen, während der König unter anderem Staatsräte leitet, Regierungsmitglieder formell ernennt und Norwegen bei offiziellen Anlässen vertritt.

Der Termin im Rikshospitalet vom Freitag änderte an dieser Amtsausübung zunächst nichts. Offiziell bestätigt war eine geplante medizinische Kontrolle. Angaben über eine neue Erkrankung oder eine akute gesundheitliche Krise machte das Königshaus nicht.

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