Roma will Rodrigo Mora: Bei 50 Millionen Euro hakt es noch

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Der mögliche Wechsel von Rodrigo Mora zur AS Rom ist am Mittwoch weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Der italienische Champions-League-Teilnehmer und der FC Porto verhandeln weiter über die Bedingungen eines Geschäfts mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Millionen Euro. Nach Angaben des italienischen Transferjournalisten Gianluca Di Marzio soll Mora zunächst gegen eine hohe Leihgebühr nach Rom wechseln. Eine Kaufoption könnte bei bestimmten sportlichen Voraussetzungen verpflichtend werden. Portugiesische Berichte bestätigen, dass Porto eine vorherige Offerte der Roma abgelehnt und einen eigenen Vorschlag vorgelegt hat.

Porto und Roma ringen um die Bedingungen

Die Gespräche haben in den vergangenen Tagen mehrere Wendungen genommen. Di Marzio hatte zunächst von einer Roma-Offerte über fünf Millionen Euro Leihgebühr und 45 Millionen Euro für einen späteren Kauf berichtet. Zwischenzeitlich wurde auch über eine Konstruktion mit 25 Millionen Euro sofort und weiteren 25 Millionen Euro im kommenden Jahr sowie über eine hohe Beteiligung Portos an einem späteren Weiterverkauf gesprochen. Die aktuelle Variante sieht nach Di Marzios Angaben wieder eine kostenpflichtige Leihe mit Kaufrecht und einer an Bedingungen geknüpften Kaufpflicht vor. Insgesamt soll Porto auf rund 50 Millionen Euro kommen.

A Bola berichtet, dass Porto die zuvor von der Roma vorgeschlagenen Modelle nicht akzeptiert und selbst eine Leihe mit Kaufoption vorgeschlagen habe. Entscheidend seien nun die Bedingungen, unter denen daraus eine Kaufpflicht wird. Di Marzio nennt unter anderem eine bestimmte Zahl von Einsätzen Moras und die Champions-League-Qualifikation der Roma als mögliche Kriterien. Record berichtete am Mittwochmorgen ebenfalls, dass Porto ein Angebot abgelehnt und eine Gegenofferte gemacht habe. Eine endgültige Einigung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemeldet.

70-Millionen-Klausel muss offenbar nicht gezogen werden

Mora steht beim FC Porto noch langfristig unter Vertrag. Der portugiesische Klub verlängerte das Arbeitspapier im Mai 2025 bis zum 30. Juni 2030 und bestätigte dabei offiziell eine Ausstiegsklausel über 70 Millionen Euro. Die derzeit diskutierten Transfermodelle liegen darunter. Eine Aktivierung der Klausel wäre bei einer freiwilligen Einigung der beiden Vereine deshalb nicht erforderlich.

Auch zu Moras möglichem Vertrag in Rom gibt es noch keine offizielle Mitteilung. Einzelne italienische Berichte gehen von einer Einigung über einen Fünfjahresvertrag aus. Eine belastbar bestätigte Summe für sein künftiges Gehalt bei der Roma liegt dagegen bislang nicht vor. A Bola berichtet lediglich, dass die Roma im diskutierten Leihmodell Moras Gehalt vollständig übernehmen würde. Medizincheck und Vertragsunterschrift wurden bis Mittwochvormittag weder von der Roma noch von Porto bestätigt.

Rodrigo Mora zählt zu Portos wertvollsten Talenten

Der am 5. Mai 2007 geborene Portugiese spielt bevorzugt im offensiven Mittelfeld, kann aber auch weiter vorne und auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt werden. Der 1,68 Meter große Rechtsfuß gilt vor allem in engen Räumen als technisch stark. Ballkontrolle, schnelle Richtungswechsel und das Spiel zwischen Mittelfeld und gegnerischer Abwehr gehören zu seinen auffälligen Qualitäten. Porto setzte ihn trotz seines jungen Alters bereits regelmäßig in der ersten Mannschaft ein.

In der portugiesischen Liga kam Mora in der Saison 2025/26 laut Liga Portugal auf 27 Einsätze und zehn Tore. Bereits in sehr jungen Jahren hatte er für Portos zweite Mannschaft im Profifußball gespielt. Sein Aufstieg führte anschließend bis in die portugiesische A-Nationalmannschaft. Der portugiesische Verband führt Mora aktuell mit sieben A-Länderspielen und vier Treffern. Für die jüngste Länderspielphase gegen Mexiko und die USA wurde er erneut in das Aufgebot berufen.

Gasperini fordert weitere Verstärkungen für die Offensive

Dass die Roma einen weiteren offensiven Spieler sucht, entspricht den öffentlich formulierten Plänen von Trainer Gian Piero Gasperini. Im Juli erklärte der Coach, dass sein Kader auf den offensiven Außenpositionen zu dünn besetzt sei. Zu diesem Zeitpunkt nannte er Matías Soulé und Paulo Dybala als vorhandene Optionen und erklärte, auf diesen Positionen zwei weitere Spieler zu erwarten.

Die Roma hat ihren Kader in diesem Sommer bereits prominent verstärkt. Ende Juli kam Mittelstürmer Santiago Castro fest vom FC Bologna. Am 1. August bestätigte der Klub zudem die Verpflichtung des griechischen Innenverteidigers Konstantinos Koulierakis vom VfL Wolfsburg. Gleichzeitig verließ Artem Dovbyk die Roma in Richtung Bologna. Mit Mora würde nun ein deutlich anderer Offensivtyp hinzukommen, der sowohl zentral hinter einer Spitze als auch aus einer breiteren Ausgangsposition agieren kann.

Galatasaray war ebenfalls im Rennen um Mora

Die Roma ist nicht der einzige Klub, der sich zuletzt mit Mora beschäftigt hat. Di Marzio nannte am 9. August ausdrücklich Galatasaray als Konkurrenten und schrieb, die Römer hätten zu diesem Zeitpunkt im Werben um den Portugiesen vorne gelegen. Record hatte bereits im Juni zudem über Beobachtungen durch den FC Barcelona berichtet. Daraus entstand bislang jedoch kein bestätigtes Angebot des spanischen Meisters.

Porto besitzt durch den Vertrag bis 2030 und die 70-Millionen-Euro-Klausel eine starke Verhandlungsposition. Die Gespräche mit der Roma zeigen zugleich, dass der portugiesische Klub offenbar bereit ist, über eine niedrigere Summe zu verhandeln, sofern Struktur und Bedingungen des Geschäfts stimmen. Noch fehlt jedoch der entscheidende Schritt: Eine offizielle Transfermeldung der beiden Vereine gab es bis Mittwochvormittag nicht.

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