Wendela Horz im ZDF: Darum ist sie bei Schmuck gefragt

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Wendela Horz bei Bares für Rares gehört seit Jahren zum vertrauten Bild der ZDF-Sendung. Am Mittwochabend, 12. August 2026, ist die Schmuckexpertin erneut in einer besonderen Ausgabe zu sehen. Das ZDF zeigt um 20.15 Uhr „Bares für Rares XXL“ unter dem Titel „Bunt wie das Leben“. Im Mittelpunkt stehen diesmal Farben, Materialien und die Geschichten der angebotenen Stücke. Horst Lichter wird bei der Begutachtung von vier Fachleuten unterstützt. Neben Wendela Horz sind Dr. Bianca Berding, Colmar Schulte-Goltz und Detlev Kümmel dabei. Für Horz passt das Thema besonders zu ihrem Fachgebiet, denn Edelsteine, Edelmetalle, Schmuck und Uhren gehören seit Jahrzehnten zu ihrer beruflichen Arbeit.

Wendela Horz gehört heute zum XXL-Expertenteam

Die Ausgabe „Bunt wie das Leben“ ist eine der Primetime-Versionen des erfolgreichen ZDF-Formats. Die Sendung läuft von 20.15 bis 21.45 Uhr und ist damit deutlich ausführlicher als die regulären Nachmittagsfolgen. Das ZDF gibt eine Nettolänge von rund 88 Minuten an. Inhaltlich dreht sich die Spezialausgabe besonders um die Farben der angebotenen Raritäten und darum, welche Geschichten sich mit ihnen verbinden. Schon die Programmankündigung stellt Fragen nach der blauen Farbe eines Saphirs und danach, welche Bedeutung Farben bei Kunstgegenständen und Schmuck haben können.

Wendela Horz übernimmt dabei gemeinsam mit Bianca Berding, Colmar Schulte-Goltz und Detlev Kümmel die fachliche Begutachtung der angebotenen Gegenstände. Das ZDF legt in seiner Vorabinformation allerdings nicht für jedes einzelne Objekt fest, welcher Experte die Expertise übernimmt. Deshalb lässt sich vor der vollständigen Ausstrahlung nicht belastbar jedem Stück ein bestimmter Sachverständiger zuordnen. Sicher ist, dass Horz zum eingesetzten Expertenteam gehört. Ihr reguläres Spezialgebiet umfasst Schmuck, Uhren und Silberwaren.

Zu den prominenten Gästen der Ausgabe gehören Leonie Bartsch und Linn Schütze, die hinter dem Podcast „Mord auf Ex“ stehen. Sie bringen eine Kamee aus Familienbesitz mit und möchten mehr über deren Herkunft und Bedeutung erfahren. Im Händlerraum sitzen diesmal Fabian Kahl, Susanne Steiger, David Suppes, Sarah Schreiber, Daniel Meyer und Julian Schmitz-Avila. Moderiert wird wie gewohnt von Horst Lichter.

Goldschmiedin statt Kunsthistorikerin

Bei Wendela Horz ist eine berufliche Einordnung besonders wichtig. Sie wird gelegentlich im Umfeld einer Sendung über Antiquitäten und Kunst pauschal als Kunstexpertin oder sogar Kunsthistorikerin beschrieben. Ihre eigene ausführliche Vita nennt jedoch kein Studium der Kunstgeschichte. Dokumentiert sind stattdessen eine handwerkliche Ausbildung, jahrzehntelange Berufserfahrung im Schmuckgeschäft sowie zusätzliche Qualifikationen in Gemmologie und Diamantenkunde.

Horz absolvierte von 1989 bis 1992 eine Ausbildung zur Goldschmiedin. Ihren Abschluss erreichte sie 1992 mit dem ersten Preis beim praktischen Leistungswettbewerb in Rheinland-Pfalz. Danach arbeitete sie bis 2017 als Goldschmiedin und Juwelierin. Damit brachte sie bereits rund zweieinhalb Jahrzehnte praktische Berufserfahrung mit, als sie beim ZDF vor die Kamera trat.

2016 vertiefte sie ihre Fachkenntnisse noch einmal gezielt. Ihre Vita nennt einen Nachweis besonderer Sachkunde in angewandter Gemmologie sowie Diamantenkunde, die Teilnahme an einem Sachverständigenseminar und die Erstellung von Diamantgutachten sowie Edelsteinbefundberichten. Seit demselben Jahr ist sie Fachmitglied der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft. Gerade diese Kombination aus Goldschmiedehandwerk, Materialkenntnis und Erfahrung im Juweliergeschäft erklärt ihre Funktion bei „Bares für Rares“.

Seit Oktober 2016 bei „Bares für Rares“

Auch beim Zeitpunkt ihres Einstiegs gibt es unterschiedliche Angaben in älteren Porträts. Manche Veröffentlichungen nennen 2017. Horz selbst datiert ihre Tätigkeit beim ZDF präziser: Seit Oktober 2016 sei sie Expertin für Schmuck, Uhren und Silberwaren bei „Bares für Rares“. Diese Angabe ist deshalb die belastbarere Grundlage.

Damit ist Horz inzwischen seit fast zehn Jahren Teil des Formats. Ihre Aufgabe beginnt, bevor ein Verkäufer überhaupt in den Händlerraum gelangt. Zunächst untersuchen die Fachleute das mitgebrachte Objekt. Material, Verarbeitung, Alter, Hersteller oder Künstler, Zustand und Marktwert können dabei eine Rolle spielen. Erst auf Grundlage dieser Expertise entscheidet sich, ob die Besitzer mit der Einschätzung einverstanden sind und eine Händlerkarte erhalten.

Das Konzept trennt Fachbewertung und anschließende Verkaufsverhandlung bewusst. Die Händler erfahren die zuvor ermittelte Expertise nicht. Das ZDF hat diese Trennung selbst als ein Grundprinzip der Produktion beschrieben. Experten und Händler sollen während der Dreharbeiten sogar organisatorisch voneinander getrennt bleiben, damit Informationen über die Einschätzungen nicht vorzeitig in den Händlerraum gelangen.

Schmuck, Edelsteine und Uhren sind ihr Fachgebiet

Bei Horz liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Gegenständen, bei denen Materialkenntnis entscheidend ist. Bei einem Schmuckstück genügt beispielsweise nicht die Feststellung, dass Gold oder ein farbiger Stein verarbeitet wurde. Legierung, Gewicht, Schliff, Fassung, Alter, Herstellungsqualität und Zustand können den Wert erheblich beeinflussen. Bei Edelsteinen kommt zusätzlich die Frage hinzu, ob es sich um natürliche, behandelte oder synthetisch hergestellte Steine handelt.

Ihre eigene berufliche Tätigkeit verbindet deshalb mehrere Bereiche. Als Goldschmiedin kennt sie die handwerkliche Konstruktion eines Schmuckstücks. Ihre gemmologische Weiterbildung betrifft Edelsteine. Hinzu kommt ihre Qualifikation in der Diamantenkunde. Horz beschäftigt sich außerdem selbst mit Schmuckgestaltung. In ihrer veröffentlichten Vita werden eigene Schmuckkollektionen genannt.

Das unterscheidet ihre Funktion von anderen Sachverständigen der Sendung. „Bares für Rares“ deckt ein ausgesprochen breites Spektrum ab, vom Gemälde über Möbel und Designobjekte bis zu Silber, Schmuck, Porzellan, Spielzeug und technischen Antiquitäten. Deshalb setzt das ZDF je nach Gegenständen unterschiedliche Fachleute ein.

Ein Brillantkreuz wurde zu einem ihrer bekanntesten Fälle

Zu den bekanntesten „Bares für Rares“-Momenten mit Wendela Horz gehört ein Brillantkreuz, das 2019 in der Sendung vorgestellt wurde. Das aufwendig gearbeitete Stück war mit Diamanten besetzt und besaß zusätzlich eine religiöse Besonderheit. In dem Kreuz befand sich ein Holzpartikel, das der Überlieferung des Objekts zufolge vom Kreuz Jesu stammen sollte. Horz erläuterte bei ihrer Untersuchung auch die vorhandenen kirchlichen Kennzeichnungen.

Der Fall wurde besonders durch den anschließenden Verkauf bekannt. Im Händlerraum wurden 42.000 Euro geboten. Zu diesem Zeitpunkt war das die höchste Summe, die in der Sendung für ein einzelnes Exponat gezahlt worden war. Das ZDF führte die Expertise Jahre später noch als einen der besonders bemerkenswerten Momente der Sendung auf.

Gerade solche Fälle zeigen, warum die Expertise vor dem eigentlichen Handel mehr ist als eine bloße Preisprognose. Oft geht es zunächst darum, überhaupt festzustellen, welches Objekt vorliegt, aus welcher Zeit es stammen kann und welche Materialien tatsächlich verarbeitet wurden. Der spätere Händlerpreis kann anschließend von der Schätzung abweichen, weil im Händlerraum Nachfrage, persönliche Interessen und Konkurrenz zwischen den Käufern hinzukommen.

Das Expertenteam deckt zahlreiche Sammelgebiete ab

Für die heutige XXL-Ausgabe hat das ZDF vier Experten ausgewählt. Wendela Horz vertritt insbesondere den Bereich Schmuck, Uhren und Silber. Dr. Bianca Berding ist Kunsthistorikerin und regelmäßig mit Kunst, Kunsthandwerk und Antiquitäten befasst. Colmar Schulte-Goltz verfügt ebenfalls über einen kunsthistorischen Hintergrund und arbeitet seit vielen Jahren im Kunsthandel. Detlev Kümmel ist vor allem für Antiquitäten, Kunstgegenstände und ungewöhnliche technische oder kulturgeschichtliche Objekte bekannt.

Daneben gehören beziehungsweise gehörten in den vergangenen Jahren weitere Sachverständige zum wechselnden Kreis des Formats. Zu den regelmäßig eingesetzten Namen zählen unter anderem Dr. Heide Rezepa-Zabel, Sven Deutschmanek und Dr. Friederike Werner. Auch Annika Raßbach war zuletzt in Sonderausgaben als Expertin vertreten. Welche Fachleute eingesetzt werden, hängt von der jeweiligen Folge und den ausgewählten Objekten ab. So waren in der XXL-Ausgabe vom April 2026 beispielsweise Heide Rezepa-Zabel, Wendela Horz, Sven Deutschmanek und Detlev Kümmel beteiligt.

Die heutige Besetzung verdeutlicht dieses Prinzip. Neben Horz stehen mit Berding und Schulte-Goltz zwei Fachleute mit kunsthistorischem Schwerpunkt sowie mit Kümmel ein Experte für ein breites Spektrum an Kunst und Antiquitäten bereit. Dadurch können sehr unterschiedliche Objekte innerhalb derselben Sendung beurteilt werden.

„Bares für Rares“ läuft seit 2013 im ZDF

Wendela Horz kam nicht von Beginn an zur Sendung. „Bares für Rares“ selbst startete am 4. August 2013. Moderator Horst Lichter ist seit dem Anfang dabei. Das Grundprinzip hat sich als ungewöhnlich langlebig erwiesen: Menschen bringen Gegenstände mit, lassen diese von Sachverständigen einordnen und können anschließend versuchen, sie an professionelle Händler zu verkaufen.

Bis Oktober 2024 waren bereits 2.000 Ausgaben produziert worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte das ZDF insgesamt 31 eingesetzte Händler und 16 Experten seit Beginn der Sendung gezählt. Mehr als 11.000 Experten- und Händlergespräche waren geführt worden. Die Zahlen machen deutlich, welche Bedeutung die wechselnden Sachverständigen für die Dramaturgie des Formats besitzen.

Horz ist dabei längst nicht mehr nur in den regulären Nachmittagsfolgen zu sehen. Sie wird regelmäßig für die großen Spezialausgaben eingesetzt. Auch in vergangenen XXL-Sendungen gehörte sie zum Team, darunter die Weihnachtsausgabe 2025 und die Primetime-Ausgabe „Einmal um die Welt“ vom 1. April 2026.

„Bunt wie das Leben“ heute ab 20.15 Uhr

Die aktuelle XXL-Ausgabe trägt den Titel „Bunt wie das Leben“. Das ZDF zeigt sie am Mittwoch, 12. August 2026, ab 20.15 Uhr. Im linearen Programm endet die rund anderthalbstündige Ausgabe gegen 21.45 Uhr. Die Produktion nennt Ingo Monitor und Philipp Ressel als Regisseure, Horst Lichter führt als Moderator durch die Sendung.

Das Farbmotto liefert diesmal eine inhaltliche Klammer für sehr verschiedene Gegenstände. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um den möglichen Verkaufswert. Der Sender stellt auch die Geschichten hinter den Raritäten in den Mittelpunkt. Bei Edelsteinen berührt das Thema unmittelbar das Spezialgebiet von Wendela Horz. Schon die Frage, warum ein Saphir blau erscheint, verbindet Materialkunde und Schmuckwissen mit dem Leitmotiv der Sendung.

Wer die Sendung nicht zur Primetime sehen möchte, kann sie bereits im ZDF-Streamingangebot abrufen. Das ZDF hat die Folge am 12. August ab 10 Uhr bereitgestellt. Nach den Angaben im Presseportal soll „Bunt wie das Leben“ dort bis zum 12. Februar 2027 verfügbar bleiben. Zusätzlich steht eine Fassung mit Deutscher Gebärdensprache in App und Web bereit.

Für Wendela Horz ist die XXL-Ausgabe damit ein weiterer Einsatz in jener Rolle, für die sie seit Oktober 2016 bekannt ist: nicht als allgemeine Kunsthistorikerin, sondern als Fachfrau mit handwerklicher und gemmologischer Ausbildung, die Schmuck, Edelsteine, Uhren und Silber fachlich einordnet und daraus eine nachvollziehbare Bewertung ableitet.

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