
Potsdam. Ein schwerer Lkw-Unfall hat am Freitagmorgen den Verkehr auf dem südlichen Berliner Ring und der A9 erheblich beeinträchtigt. Am Autobahndreieck Potsdam kam ein Lastwagen kurz nach 3 Uhr von der A10 ab und stürzte um. Der 54 Jahre alte Fahrer starb. Die A10 in Richtung Schönefelder Kreuz musste vollständig gesperrt werden. Wegen der aufwendigen Bergung war zeitweise auch die aus Richtung Süden kommende A9 betroffen.
Die Auswirkungen zogen sich bis weit in den Vormittag. Noch gegen 10.44 Uhr wurde die A10 am Dreieck Potsdam in Fahrtrichtung Schönefelder Kreuz als gesperrt geführt. Auf den Zufahrten entstanden erhebliche Verzögerungen. Auf der A10 mussten Autofahrer zeitweise mehr als eine Stunde zusätzliche Fahrzeit einplanen.
Nach Angaben der Autobahnpolizei ereignete sich der Unfall gegen 3 Uhr morgens. Der Lastwagen war im Bereich des Autobahndreiecks Potsdam unterwegs, als er von der Fahrbahn abkam, mit der Schutzplanke kollidierte und anschließend auf die Seite kippte. Nach den verfügbaren Verkehrsmeldungen war nur dieser eine Lastwagen unmittelbar an dem Unfall beteiligt.
Für den Fahrer endete der Unfall tödlich. Zunächst hatte der Lagedienst am Morgen noch von einer schweren Verletzung und einem Transport mit einem Rettungshubschrauber berichtet. Später bestätigte die Autobahnpolizei den Tod des 54-Jährigen.
Die genaue Ursache war zunächst nicht abschließend geklärt. Ein Polizeisprecher äußerte gegenüber der Märkischen Allgemeinen den Verdacht, dass ein gesundheitliches Problem eine Rolle gespielt haben könnte. Eine abschließend festgestellte Unfallursache lag zunächst nicht vor. Die Polizei setzte ihre Ermittlungen zum genauen Ablauf fort.
Unmittelbar nach dem Unfall wurde die A10 vom Dreieck Potsdam in Richtung Schönefelder Kreuz gesperrt. Bereits gegen 3.20 Uhr meldeten die Verkehrsdienste eine gesperrte Richtungsfahrbahn. Wenige Minuten später war von einem Unfall mit einem Lkw die Rede, anschließend wurde der umgestürzte Lastwagen ausdrücklich als Ursache der Sperrung genannt.
Die Sperrung betraf damit eine wichtige Verbindung auf dem südlichen Berliner Ring. Der Bereich zwischen dem Dreieck Potsdam und Ferch war für den Verkehr in Richtung Osten nicht regulär passierbar. Autofahrer sollten das Gebiet nach Angaben der Verkehrsdienste weiträumig umfahren.
Wie lange die Vollsperrung insgesamt dauern würde, war am späten Vormittag noch nicht sicher. Zunächst war von einer Freigabe im Laufe des Vormittags ausgegangen worden. Um 10.44 Uhr wurde die Fahrbahn allerdings weiterhin als gesperrt beschrieben.
Die Arbeiten an der Unfallstelle erwiesen sich als aufwendig. Der auf der Seite liegende Lastwagen musste zunächst wieder aufgerichtet werden. Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren unterstützten die Maßnahmen an der Unfallstelle.
Für die Bergung wurde am Morgen zusätzlich die angrenzende A9 aus südlicher Richtung gesperrt. Damit war nicht nur der Berliner Ring betroffen, sondern zeitweise auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Leipzig und Berlin. Der Verkehr konnte deshalb nicht ohne Weiteres über das Dreieck Potsdam ausweichen.
Später wurde die A9 wieder mit laufendem Verkehr geführt. Der ADAC meldete zwischen Beelitz-Heilstätten und dem Dreieck Potsdam jeweils rund einen Kilometer Stau in beiden Fahrtrichtungen. In Richtung Berlin wurden mindestens zwölf Minuten zusätzliche Fahrzeit angegeben, in Richtung Halle und Leipzig mindestens acht Minuten. Ein genauer Zeitpunkt für die vollständige Aufhebung der zwischenzeitlichen A9-Sperrung war zunächst nicht veröffentlicht.
Besonders stark waren die Auswirkungen während des morgendlichen Berufsverkehrs. Auf der A10 vor dem Dreieck Potsdam wurden zeitweise Verzögerungen von mehr als 90 Minuten registriert. Gegen 10.44 Uhr lag die zusätzliche Fahrzeit dort noch bei rund einer Stunde.
Auch die zunächst naheliegende Ausweichstrecke über die A9 und die Anschlussstelle Beelitz-Heilstätten war stark belastet. Dort kam es zusätzlich zu einem weiteren Unfall. Gegen Ende des Vormittags wurden auf dieser Route weiterhin Verzögerungen gemeldet.
Die Polizei und die Verkehrsdienste rieten dazu, den Bereich möglichst großräumig zu umfahren. Für Reisende auf dem Weg in Richtung Berlin oder auf den südlichen Berliner Ring bedeutete die Sperrung, dass insbesondere rund um Beelitz, Ferch und das Dreieck Potsdam mit deutlich längeren Fahrzeiten gerechnet werden musste.
Das Autobahndreieck Potsdam liegt südwestlich der brandenburgischen Landeshauptstadt und verbindet die A9 aus Richtung Leipzig und München mit der A10. Dadurch treffen dort Fernverkehr aus Mitteldeutschland und Bayern sowie der Verkehr auf dem Berliner Autobahnring zusammen.
Eine Sperrung direkt im Dreieck kann deshalb mehrere Verkehrsströme gleichzeitig treffen. Genau das zeigte sich am Freitagmorgen: Die zunächst auf die A10 konzentrierte Unfallstelle wirkte sich durch die Bergungsarbeiten auch auf die A9 aus. Wann der Verkehr auf der A10 wieder ohne Einschränkungen rollen konnte, war am späten Vormittag zunächst noch nicht abschließend bekannt.
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