
Bei einem Auffahrunfall auf der A9 in Oberfranken sind am frühen Sonntagmorgen drei Menschen leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich bei Helmbrechts im Landkreis Hof auf der Fahrbahn in Richtung Berlin. Eines der beteiligten Autos wurde durch den Zusammenstoß gegen die Schutzplanke geschleudert, kippte um und blieb auf dem Dach liegen. Für Bergung und Reinigung musste die Autobahn rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden.
Eine genaue Uhrzeit des Zusammenstoßes wurde zunächst nicht genannt. Gegen 9.35 Uhr waren die Bergungsarbeiten bereits so weit fortgeschritten, dass der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden konnte. Der mittlere und der rechte Fahrstreifen blieben zu diesem Zeitpunkt wegen der laufenden Reinigungsarbeiten noch gesperrt. Größere Verkehrsprobleme entstanden trotz der Sperrung offenbar nicht.
Nach Angaben der Verkehrspolizei Hof war ein 21 Jahre alter Mann mit einem Mietwagen auf dem rechten Fahrstreifen der A9 in Richtung Berlin unterwegs. Bei Helmbrechts fuhr er aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Pkw auf. In diesem Fahrzeug saßen ein 62 Jahre alter Fahrer und dessen gleichaltrige Beifahrerin. Das Auto hatte eine ukrainische Zulassung.
Durch den Zusammenstoß wurde der vorausfahrende Wagen gegen die rechte Schutzplanke gedrückt. Anschließend kippte das Auto um und blieb auf dem Dach auf dem linken Fahrstreifen liegen. Besonders gefährlich war die Situation dadurch, dass das Fahrzeug dort unbeleuchtet zum Stillstand kam. Ein weiterer Autofahrer konnte dem umgestürzten Wagen noch ausweichen. Bei dem Ausweichmanöver wurde sein Fahrzeug gestreift beziehungsweise leicht beschädigt.
Zu den Gründen für den Auffahrunfall gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die Verkehrspolizei Hof bezeichnete die Ursache weiterhin als ungeklärt. Hinweise darauf, dass beispielsweise Alkohol, überhöhte Geschwindigkeit, Müdigkeit oder ein technischer Defekt eine Rolle gespielt haben könnten, lagen zunächst nicht vor.
Der 62 Jahre alte Fahrer und seine Beifahrerin konnten das auf dem Dach liegende Fahrzeug selbstständig verlassen. Beide erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen. Die Frau wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
Auch der 21 Jahre alte Fahrer des auffahrenden Mietwagens wurde leicht verletzt. Er kam ebenfalls zur weiteren medizinischen Behandlung in eine Klinik. Hinweise auf schwere oder lebensgefährliche Verletzungen gab es zunächst nicht. Damit wurden bei dem Unfall insgesamt drei Menschen verletzt.
Beide unmittelbar am Zusammenstoß beteiligten Autos waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Feuerwehr Münchberg unterstützte die Arbeiten an der Unfallstelle. Zudem war die zuständige Autobahnmeisterei im Einsatz, um die Bergungs- und Reinigungsarbeiten abzusichern.
Nach dem Unfall wurde die Richtungsfahrbahn nach Berlin vollständig gesperrt. Die Vollsperrung dauerte nach Angaben der Polizei etwa zwei Stunden. In dieser Zeit wurden die beschädigten Fahrzeuge geborgen und die Fahrbahn gereinigt. Anschließend konnte zunächst der linke Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Gegen 9.35 Uhr waren der mittlere und der rechte Fahrstreifen weiterhin gesperrt. Trotz der Einschränkungen kam es nach den vorliegenden Angaben zu keinem größeren Rückstau. Als Grund wurde das zu dieser frühen Zeit vergleichsweise geringe Verkehrsaufkommen genannt. Eine konkrete Staulänge wurde nicht angegeben.
Den bei dem Unfall entstandenen Sachschaden schätzt die Verkehrspolizei auf insgesamt rund 70.000 Euro. Darin enthalten sind die Schäden an den beteiligten Fahrzeugen sowie weitere unfallbedingte Beschädigungen.
Die A9 gehört zu den großen Nord-Süd-Achsen des deutschen Autobahnnetzes und verbindet den Raum München über Nürnberg und Oberfranken mit Mitteldeutschland und Berlin. Der betroffene Abschnitt bei Helmbrechts und Münchberg liegt im Landkreis Hof. Die Autobahn wird dort von der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH betreut.
Der Unfall vom Sonntag ist nicht mit einem anderen schweren Verkehrsunfall bei Münchberg zu verwechseln, der sich bereits am frühen Samstagmorgen außerhalb der A9 ereignet hatte. Dabei war ein Auto gegen einen Baum geprallt und ein 17-Jähriger ums Leben gekommen. Beim Unfall auf der A9 am Sonntag wurden dagegen nach bisherigem Stand ausschließlich leichte Verletzungen festgestellt.
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