Neuer Köln-Tatort führt Ballauf und Schenk in einen Bunker

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Der Sonntagabend bringt einen neuen Fall für Max Ballauf und Freddy Schenk. Das Erste zeigt am 20. September 2026 den Tatort: Die letzten Menschen von Köln als Erstausstrahlung. Anders als ursprünglich angekündigt beginnt der Krimi heute allerdings nicht um 20.15 Uhr, sondern erst um 20.25 Uhr. Im aktuellen ARD-Programm ist die Ausstrahlung bis 21.55 Uhr vorgesehen. Hintergrund der Verschiebung ist die umfangreichere Berichterstattung zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

Für Klaus J. Behrendt als Max Ballauf und Dietmar Bär als Freddy Schenk ist es bereits der 96. Kölner Tatort-Fall. In Episodenverzeichnissen wird Die letzten Menschen von Köln zugleich als Folge 1340 der gesamten Tatort-Reihe geführt. Eine klassische Staffelstruktur wie bei gewöhnlichen Fernsehserien verwendet die ARD für den Tatort nicht.

Weltkriegsbombe und ein geheim gehaltener Bunker

Ausgangspunkt des neuen Falls sind zwei Ereignisse, die Köln gleichzeitig beschäftigen. Während die Bergung einer Weltkriegsbombe Teile der Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt, müssen Ballauf und Schenk den Tod eines jungen Berufsschullehrers aufklären. Linus Makris wird in einem Park gefunden. Nach den offiziellen Angaben führt die Spur der Ermittler zu seiner Schwester Elara Schmidtke, gespielt von Katharina Schüttler.

Doch Elara ist nicht zu finden. Hinweise führen zu einem Survival-Workshop aus dem Prepper-Milieu. Geleitet wird dieser von Moritz Zechmann, den Florian Stetter spielt. Das Training findet nicht in einer gewöhnlichen Schulungsstätte statt, sondern in einem ehemaligen Bunker an einem geheim gehaltenen Ort.

Während Ballauf und Schenk versuchen herauszufinden, wo sich die Gruppe befindet, nimmt innerhalb des Bunkers der Druck zu. Misstrauen und Konflikte zwischen den Teilnehmern verschärfen sich. Wie diese Vorgänge mit dem Todesfall zusammenhängen und was die Ermittler schließlich herausfinden, gehört zur Auflösung des Films und bleibt vor der Ausstrahlung besser offen.

Gedreht wurde in Köln und Umgebung

Der ungewöhnliche Schauplatz ist nicht nur Kulisse aus dem Studio. Der WDR drehte den 96. Kölner Fall vom 11. März bis 10. April 2025 in Köln und Umgebung. Zu den Drehorten gehörte auch ein ehemaliger Kölner Zivilschutzbunker. Damit spielt ein erheblicher Teil der Geschichte tatsächlich in einer Umgebung, die zur abgeschlossenen und bedrückenden Atmosphäre der Handlung passt.

Produziert wurde der Film von Bavaria Fiction im Auftrag des WDR für die ARD. Regie führte Marcus Weiler. Das Drehbuch schrieben Eva Zahn und Volker A. Zahn, die zuvor bereits an mehreren Kölner Fällen beteiligt waren. Für die Bildgestaltung war Ralph Kaechele verantwortlich, die Musik stammt von Olaf Didolff.

Die reine Filmfassung wird in der ARD Mediathek mit rund 88 Minuten angegeben. Im linearen Programm ist für die Ausstrahlung heute ein Fenster von 20.25 Uhr bis 21.55 Uhr vorgesehen.

Katharina Schüttler kehrt nach 28 Jahren zum Köln-Tatort zurück

Neben Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär gehören Roland Riebeling als Norbert Jütte, Tinka Fürst als Natalie Förster und Joe Bausch als Rechtsmediziner Dr. Roth erneut zum Kölner Ermittlerteam.

Zu den zentralen Gastrollen gehören Katharina Schüttler als Elara Schmidtke und Florian Stetter als Moritz Zechmann. Außerdem spielen Katrin Wichmann, Ann-Kathrin Kramer, Paul Ahrens, Dominik Flade, Denis Marshall Ölmez und Bastian von Bömches.

Für Katharina Schüttler ist der Auftritt zugleich eine kleine Besonderheit in der langen Geschichte von Ballauf und Schenk. Bereits 1997 war sie im Kölner Tatort: Bombenstimmung zu sehen. Dieser Film war erst der zweite gemeinsame Fall der beiden Ermittler. Mit Die letzten Menschen von Köln kehrte sie damit nach rund 28 Jahren an ein Kölner Tatort-Set zurück.

Ein Ausstieg von Klaus J. Behrendt oder Dietmar Bär ist mit dieser Episode nicht verbunden. Auch einen dauerhaften Neuzugang zum Kölner Kernteam hat der WDR für diesen Film nicht angekündigt.

Letzter Köln-Tatort erreichte mehr als acht Millionen Zuschauer

Der unmittelbar vorherige neue Kölner Fall war Showtime, der am 12. April 2026 erstmals ausgestrahlt wurde. Darin ermittelten Ballauf und Schenk hinter den Kulissen einer fiktiven Kindersendung. Max Giermann spielte eine der zentralen Episodenrollen.

Showtime erreichte bei der linearen Erstausstrahlung durchschnittlich 8,54 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 33,8 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 23,4 Prozent. Damit ging der vorherige Köln-Fall mit einer starken Ausgangslage in die lange Sommerpause vor der heutigen neuen Episode.

Tatort ist bereits in der ARD Mediathek verfügbar

Wer Die letzten Menschen von Köln nicht im linearen Programm sehen möchte, kann den Film auch in der ARD Mediathek abrufen. Dort ist die Episode am heutigen 20. September eingestellt. Nach derzeitiger Angabe soll das Video bis zum 18. September 2027 um 5.00 Uhr verfügbar bleiben. Angeboten werden unter anderem Untertitel, Audiodeskription und eine Fassung mit Deutscher Gebärdensprache.

Im Ersten beginnt die Erstausstrahlung heute um 20.25 Uhr. Direkt danach folgt um 21.55 Uhr ein Tagesthemen extra, ehe um 22.05 Uhr Caren Miosga mit einer Ausgabe zu den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern beginnt. Für Zuschauer des neuen Köln-Tatorts bedeutet das vor allem: Der gewohnte Sonntagstermin bleibt, der Film startet diesmal aber zehn Minuten später als zunächst geplant.

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