Kundgebung in Münster: Linke Gruppen protestieren gegen US-Politik in Venezuela

In Münster ist eine Kundgebung gegen die US-Politik in Venezuela angekündigt. Linke Organisationen rufen zum Protest auf.
Symbolbild: ClemRutter, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Münster. In Münster ist für Dienstag, 6. Januar, eine politische Kundgebung angekündigt. Mehrere linke Organisationen rufen zu einer Versammlung auf dem Bahnhofsvorplatz am Berliner Platz auf. Beginn ist um 18 Uhr. Inhaltlich richtet sich der Protest laut Ankündigung gegen das Vorgehen der USA in Venezuela sowie gegen die Haltung der Bundesregierung.

Kundgebung am Dienstag auf dem Bahnhofsvorplatz

Nach Angaben der Veranstalter findet die Kundgebung am Dienstagabend auf dem Bahnhofsvorplatz in Münster statt. Aufgerufen haben unter anderem der Kreisverband der Partei Die Linke Münster, die Linksjugend [’solid] Münster, die Revolutionäre Linke, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Münster, Aufbruch Münster, das Odak Kulturzentrum, Palästina Antikolonial sowie die Gruppe Klasse gegen Klasse und Waffen der Kritik.

In der Pressemitteilung bezeichnen die aufrufenden Organisationen ein Ereignis vom 3. Januar 2026 als Angriff der USA auf Venezuela. Dabei sei es nach Darstellung der Veranstalter zur Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau gekommen. Zudem ist in der Mitteilung von der Tötung von mehr als 40 Menschen infolge eines Bombardements die Rede. Diese Angaben stammen aus der Ankündigung der Kundgebung.

Die beteiligten Gruppen bewerten diese Vorgänge als Bruch des Völkerrechts und begründen damit ihren Protest. Ziel der Kundgebung sei es, Solidarität mit der venezolanischen Bevölkerung zu zeigen und öffentlich gegen die US-Politik Stellung zu beziehen.

Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz

Neben der Kritik an den USA äußern die aufrufenden Organisationen auch Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz. In der Pressemitteilung heißt es, Merz habe nach dem Ereignis erklärt, Nicolás Maduro habe sein Land ins Verderben geführt und trage damit die Verantwortung. Diese Einschätzung weisen die Veranstalter zurück.

Der Kreissprecher der Linken Münster, Fardad Afsharian, wird in der Mitteilung mit der Auffassung wiedergegeben, dass es bei dem Konflikt nicht um Demokratie oder Freiheit gehe, sondern um internationale Machtpolitik und wirtschaftliche Interessen. Zudem fordern die aufrufenden Organisationen ein Ende von Sanktionen, Gewalt und militärischen Interventionen sowie ein Ende der US-Aggressionen weltweit.

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