Grüne Münster verurteilen Gewalt in Aleppo

Grüne Münster kritisieren neue Gewalt in Aleppo und warnen vor Abschiebungen nach Syrien. Debatte um Menschenrechte und Sicherheit.
Jörg Rostek und Medya Mustafa Foto: Grüne Münster

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Münster. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Münster zeigt sich alarmiert über die jüngsten Gewaltausbrüche in der syrischen Stadt Aleppo. Anlass sind Berichte über Angriffe auf zwei kurdische Stadtviertel, die nach Angaben aus Syrien in den vergangenen Tagen von Truppen der dortigen Übergangsregierung ausgegangen sein sollen. Die Grünen sehen darin ein erneutes Signal für die fragile Sicherheitslage im Land und mahnen zu einer klaren politischen Haltung auch auf kommunaler Ebene.

Nach Darstellung der Partei verdeutlichen die aktuellen Ereignisse, dass Minderheiten in Syrien weiterhin besonderen Risiken ausgesetzt sind. Gerade vor dem Hintergrund internationaler Debatten über die Normalisierung der Beziehungen zur syrischen Übergangsregierung fordern die Grünen, Menschenrechtsfragen nicht auszublenden. Aus Münster kommt daher der Appell, Gewalt gegen Zivilisten klar zu benennen und politische Lösungen einzufordern, statt die Lage zu relativieren. Wie die Grünen betonen, müsse Deutschland solche Entwicklungen aufmerksam verfolgen und in seine außen- und migrationspolitischen Entscheidungen einbeziehen.

Kritik an Übergangsregierung und Forderung nach politischem Druck

Die Münsteraner Grünen verweisen darauf, dass es in Syrien seit Jahren immer wieder zu Übergriffen auf ethnische und religiöse Minderheiten kommt. Die aktuellen Angriffe in Aleppo werden von ihnen als weiteres Beispiel dafür gewertet, dass die Sicherheitsversprechen der Übergangsregierung bislang nicht eingelöst sind. Nach Auffassung der Partei sollte die internationale Gemeinschaft deshalb verstärkt auf politische Verhandlungen und verbindliche Zusagen zum Schutz der Zivilbevölkerung drängen.

Insbesondere bei der Ausgestaltung diplomatischer Beziehungen sehen die Grünen Handlungsbedarf. Menschenrechtsverletzungen dürften nicht folgenlos bleiben, sondern müssten Konsequenzen haben. Aus Sicht der Ratsfraktion sei es wichtig, diese Aspekte offen anzusprechen, um langfristig zu einer stabilen und friedlichen Entwicklung in Syrien beizutragen. Damit positionieren sich die Grünen Münster klar gegen eine vorschnelle politische Annäherung ohne überprüfbare Fortschritte vor Ort. Diese Aktuelle Meldung Münster ordnet sich damit in eine breitere Debatte über Verantwortung und Werteorientierung deutscher Politik ein.

Warnung vor Abschiebungen und Debatte um Sicherheit syrischer Geflüchteter

Neben der außenpolitischen Dimension greifen die Grünen auch die aktuelle innenpolitische Diskussion um Abschiebungen nach Syrien auf. Die jüngsten Gewaltereignisse wertet die Fraktion als Beleg dafür, dass Syrien für viele Menschen weiterhin kein sicheres Herkunftsland ist. Forderungen nach flächendeckenden Abschiebungen blendeten die reale Gefahrenlage aus, der viele Syrerinnen und Syrer bei einer Rückkehr ausgesetzt wären.

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Aus Sicht der Grünen Münster bestehe die Gefahr, dass politische Erwartungen geweckt werden, die praktisch nur durch gravierende Menschenrechtsverstöße umzusetzen wären. Die Ratsfraktion mahnt daher zu einer differenzierten Betrachtung der Lage und zu verantwortungsvollen Entscheidungen in der Migrationspolitik.

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