
Münster/Berlin. Die privaten Haushalte in Deutschland besitzen so viel Geld wie nie zuvor. Nach einer Hochrechnung der DZ Bank belief sich das Geldvermögen Ende 2025 auf 10,03 Billionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs von knapp 600 Milliarden Euro oder gut sechs Prozent. Für 2026 erwartet die Bank ein weiteres Wachstum auf rund 10,5 Billionen Euro.
Umgerechnet auf die Bevölkerung entspricht das einem rechnerischen Geldvermögen von rund 120.000 Euro je Einwohner. Diese Zahl ist ein statistischer Durchschnitt – sie zeigt aber die Größenordnung, in der sich der Vermögenszuwachs bewegt.
Trotz Inflation, hoher Energiepreise und wirtschaftlicher Unsicherheit sparen die Menschen weiter. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt lag die Sparquote 2025 bei 10,3 Prozent. Pro Einwohner wurden damit im Schnitt rund 270 Euro im Monat zurückgelegt.
Diese hohe Sparleistung ist der zentrale Grund dafür, dass das Geldvermögen weiter wächst – selbst in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld.
In Nordrhein-Westfalen wurde zuletzt sogar etwas mehr gespart als im Bundesdurchschnitt. Die Sparquote lag bei 10,5 Prozent. In absoluten Zahlen legten die privaten Haushalte in NRW über 54 Milliarden Euro pro Jahr zurück.
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Beim Geldvermögen pro Haushalt liegt NRW jedoch unter dem Bundesmittel. Das heißt: Es wird kontinuierlich gespart, aber auf einem niedrigeren Startniveau als in vermögensstärkeren Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg.
Für Münster gibt es keine amtlichen Zahlen zum Geldvermögen. Was es aber gibt, sind sehr konkrete Einkommensdaten – und die sind entscheidend.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Münster lag zuletzt bei 8,33 Milliarden Euro. Pro Einwohner entspricht das 26.079 Euro im Jahr. Münster liegt damit deutlich über dem NRW-Durchschnitt und klar über vielen vergleichbaren Städten.
Rechnerisch bedeutet das: Würde in Münster nur die bundesweite Sparquote von 10,3 Prozent gelten, würden die privaten Haushalte pro Jahr rund 860 Millionen Euro sparen. Selbst bei einer niedrigeren Sparquote von zehn Prozent läge das jährliche Sparvolumen noch bei über 830 Millionen Euro.
Münster gehört nicht zu den reichsten Städten Deutschlands, aber zu den einkommensstarken. Das ist ein entscheidender Unterschied. Hohe Einkommen bedeuten eine stabile Basis für Vermögensaufbau – selbst dann, wenn Mieten und Lebenshaltungskosten überdurchschnittlich hoch sind.
Während das bundesweite Geldvermögen vor allem durch hohe Sparsummen und Kapitalerträge wächst, ist Münster vor allem durch kontinuierliches Einkommen und stabile Beschäftigung geprägt. Universität, öffentlicher Dienst, Gesundheitswirtschaft und wissensintensive Dienstleistungen sorgen dafür, dass Rücklagen gebildet werden können – auch ohne spektakuläre Vermögenssprünge.
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