Geparden-Nachwuchs im Allwetterzoo Münster: Sieben Jungtiere geboren

Sieben Geparden-Jungtiere sind im Allwetterzoo Münster geboren. Mutter Alwa hält ihren Nachwuchs noch geschützt.
Fotocredit: Allwetterzoo/Arlt

Teilen:

Münster. Großer Nachwuchs bei den Geparden im Allwetterzoo Münster: Gepardenweibchen Alwa hat am 7. Juli 2026 sieben Jungtiere zur Welt gebracht. Die kleinen Raubkatzen halten sich derzeit noch überwiegend in ihrer geschützten Höhle auf. Besucher können sie daher bislang nur mit etwas Glück sehen. In einigen Wochen soll der Nachwuchs voraussichtlich häufiger auf der Anlage zu beobachten sein.

Sieben junge Geparde entwickeln sich gut

Die Jungtiere wurden bereits tierärztlich untersucht, gewogen, entwurmt und mit Transpondern ausgestattet. Nach Angaben des Zoos befinden sich alle Tiere in einer guten Gewichtsklasse. Sie haben ihre Augen geöffnet und machen einen gesunden Eindruck. Bei dem Nachwuchs handelt es sich um sechs Männchen und ein Weibchen.

Ein Wurf mit sieben Jungtieren ist bei Geparden allerdings außergewöhnlich groß und stellt für Mutter Alwa eine besondere Belastung dar. Ursprünglich hatte sie sogar acht Jungtiere zur Welt gebracht. Eines davon überlebte jedoch nicht. Nach Angaben von Zootierarzt Dr. Carsten Ludwig würden auch in freier Wildbahn bei einem derart großen Wurf wahrscheinlich nicht alle Jungtiere überleben.

Mutter Alwa hält ihren Nachwuchs noch versteckt

Alwa kümmert sich derzeit in der geschützten Höhle um die jungen Geparde. Das Team des Allwetterzoos hofft, dass sich alle sieben verbliebenen Tiere weiterhin gut entwickeln. Durch die intensive Betreuung und die tiermedizinische Versorgung sollen die Voraussetzungen dafür möglichst günstig sein.

Noch sind die Jungtiere nicht zuverlässig für Besucher zu sehen. Sobald sie älter und aktiver werden, dürften sie ihre Höhle jedoch häufiger verlassen und die Außenanlage erkunden. Wann genau das geschieht, hängt von der Entwicklung der Tiere und dem Verhalten der Mutter ab.

Zweiter Nachwuchs von Alwa und Sambesi

Für Alwa und Gepardenkater Sambesi ist es bereits der zweite gemeinsame Nachwuchs. Der erste Wurf mit fünf Jungtieren kam im September 2024 zur Welt. Die Tiere mit den Namen Frodo, Sam, Merry, Pippin und Rosi leben inzwischen in anderen Zoos.

Die erneute erfolgreiche Zucht ist für den Allwetterzoo auch aus Sicht des Artenschutzes von Bedeutung. Geparde werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Ihr Bestand nimmt weiter ab. Bei einer Erhebung aus dem Jahr 2021 wurden weltweit nur noch 6.517 erwachsene Tiere gezählt.

Gepardenzucht unterstützt den Erhalt der Art

Nachzuchten in zoologischen Einrichtungen sollen dazu beitragen, eine genetisch vielfältige und stabile Population zu erhalten. Die sieben Jungtiere in Münster sind daher nicht nur eine besondere Attraktion für Zoobesucher, sondern auch Teil der internationalen Bemühungen zum Schutz der Geparde.

Bis der Nachwuchs regelmäßig auf der Anlage zu sehen ist, müssen sich Besucher noch etwas gedulden. Mutter Alwa entscheidet selbst, wann sie ihre Jungtiere aus der Höhle führt.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu