
Münster erlebt an diesem Montagmorgen ein Verkehrschaos, wie es typisch für den Herbst ist. Der Berufsverkehr stockt in weiten Teilen der Stadt, zahlreiche Einfallstraßen sind überlastet. Auf den Hauptachsen – etwa am Kolde-Ring, der Steinfurter Straße, der Warendorfer Straße und rund um die Promenade – kommt es laut Verkehrsdienst zu langen Staus.
Die Ursachen sind vielfältig: Zum einen führen die anhaltenden Regenfälle und die schlechte Sicht dazu, dass viele Autofahrer langsamer fahren. Zum anderen sorgen laufende Bauarbeiten an neuralgischen Punkten, etwa an der Wilhelmstraße und am Krögerweg, für zusätzliche Engstellen. Auch auf der Einsteinstraße und der Nordstraße behindern Fernwärmearbeiten den Verkehr.
Ein weiterer Faktor ist das saisonale Verhalten vieler Münsteranerinnen und Münsteraner. Mit den sinkenden Temperaturen und häufigem Regen wechseln viele Pendler wieder vom Fahrrad auf das Auto. Die Folge: Das ohnehin hohe Verkehrsaufkommen steigt in den Herbstmonaten deutlich an.
Hinzu kommt, dass zwischen Herbst- und Weihnachtsferien nur wenige Urlaubstage genommen werden – viele Beschäftigte sind gleichzeitig unterwegs. Das sorgt nicht nur auf den Straßen für dichte Kolonnen, sondern auch auf Parkplätzen und an Ampeln für Gedränge.
Wer versucht, den Stadtverkehr zu umfahren, braucht ebenfalls Geduld. Auf der A1 kam es am Morgen zwischen Münster-Hiltrup und dem Kreuz Münster-Süd zu Verzögerungen. Der Rückstau reichte zeitweise bis auf die Zufahrtsstraßen hinein. Im südlichen Stadtgebiet sorgten außerdem mehrere Umleitungen für zusätzliche Belastung.
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Auch der öffentliche Nahverkehr ist von den Baustellen indirekt betroffen. Mehrere Haltestellen im RVM-Gebiet wurden vorübergehend verlegt, Linien mussten umgeleitet werden. Wer also den Bus als Ausweichmöglichkeit wählt, sollte ebenfalls mehr Zeit einplanen.
Die Kombination aus Regen, Baustellen und dichtem Berufsverkehr macht das Autofahren in Münster derzeit zur Geduldsprobe. Bis sich die Lage entspannt, dürfte es noch einige Wochen dauern – spätestens, wenn das Wetter dauerhaft schlechter wird und die Baustellen in die Winterpause gehen.