Zahl der Norovirus-Fälle in Münster geht spürbar zurück

Der Anstieg der Krätze-Fälle in Westfalen-Lippe 2023 markiert eine Trendwende nach der Pandemie. Ursachen, Behandlungen und Kosten.
Hush Naidoo

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Münster. In Münster sind im Jahr 2025 weniger Norovirus-Infektionen registriert worden als im Vorjahr. Nach Angaben der AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden 207 Fälle gemeldet. Ein Jahr zuvor waren es noch 269. Das entspricht einem Rückgang um rund 23 Prozent. Bezogen auf die Einwohnerzahl von 320.728 Menschen in Münster ergibt sich für 2025 rechnerisch eine Rate von rund 64,5 gemeldeten Fällen je 100.000 Einwohner.

Noroviren treten vor allem in den Wintermonaten gehäuft auf

Norovirus-Infektionen können zwar das ganze Jahr über vorkommen, typisch ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts aber eine Häufung in den kälteren Monaten. Besonders zwischen Oktober und März werden vermehrt Fälle registriert. Damit fällt der aktuelle Rückgang in Münster in ein Krankheitsbild, das ohnehin stark von saisonalen Wellen geprägt ist.

Erreger gelten als besonders ansteckend

Noroviren zählen zu den häufigsten Auslösern akuter Magen-Darm-Erkrankungen. Die Beschwerden beginnen oft plötzlich und äußern sich vor allem durch heftigen Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Nach Angaben des RKI liegt die Inkubationszeit meist zwischen sechs und 50 Stunden. Erkrankte sind vor allem während der akuten Phase hoch ansteckend. Auch nach Abklingen der Symptome können Viren noch über mehrere Tage mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Für Kinder und ältere Menschen kann der Verlauf riskant werden

Besonders problematisch sind Norovirus-Infektionen für kleine Kinder, ältere Menschen und gesundheitlich geschwächte Personen. Der größte Risikofaktor ist dabei der teils erhebliche Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen und Durchfall. Eine Schutzimpfung gegen Noroviren gibt es bislang nicht. Deshalb kommt einfachen Hygienemaßnahmen eine besondere Bedeutung zu.

Hygiene bleibt der wichtigste Schutz

Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören gründliches Händewaschen, eine konsequente Reinigung von Kontaktflächen und das Meiden enger Kontakte während einer akuten Erkrankung. Das RKI weist außerdem darauf hin, dass Noroviren leicht über verunreinigte Hände, Oberflächen, Lebensmittel und Tröpfchen beim Erbrechen übertragen werden können. Gerade in Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern kann sich das Virus deshalb besonders schnell verbreiten.

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