ZUE Münster: Kosten für Bodenräumung am Pulverschuppen offen

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Foto: Anna auf Pixabay

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Münster. Der geplante Neubau der Zentralen Unterbringungseinrichtung am Pulverschuppen in Münster steht vor zusätzlichen Vorarbeiten im Boden. Auf dem früher militärisch genutzten Gelände müssen belastete Erdschichten untersucht, geräumt und anschließend ersetzt werden. Damit rückt vor dem eigentlichen Hochbau zunächst die Frage in den Mittelpunkt, wie das Gelände sicher vorbereitet werden kann.

Frühere Nutzung macht aufwendige Bodenarbeiten nötig

Das Areal am Pulverschuppen war früher militärisch genutzt worden. Dass dort Kampfmittelreste im Boden liegen können, war grundsätzlich bekannt. Nach den nun vorliegenden Informationen geht es jedoch nicht nur um einzelne Funde, sondern um eine großflächigere Behandlung des Erdreichs. Dafür muss ein abgestimmtes Räumkonzept erstellt werden.

Nach Angaben der Stadt laufen dazu Abstimmungen mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst. Erst wenn dieses Konzept feststeht, können die nächsten Schritte vorbereitet werden. Dazu gehört auch der Einsatz einer Anlage, mit der belastetes Material getrennt und untersucht werden kann.

Entsorgung und Ersatzboden können erhebliche Folgen haben

Ein zentraler Punkt ist der weitere Umgang mit dem ausgehobenen Boden. Nach den vorliegenden Informationen kann das Material auch nach einer technischen Behandlung nicht ohne Weiteres wieder auf dem Gelände eingebaut werden. Als Grund wird unter anderem der geringe Abstand zum Grundwasser genannt. Deshalb muss geklärt werden, wie der Boden abtransportiert, entsorgt und durch unbelastetes Material ersetzt wird.

Nach Medienberichten gibt es zwischen der Stadt Münster und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterschiedliche Auffassungen darüber, wer bestimmte Kosten tragen muss. Die Stadt verweist demnach auf bestehende vertragliche Regelungen zu Altlasten und Kampfmittelbeseitigung, nennt aber keine Details. Damit bleibt offen, welche Kostenanteile am Ende bei welcher Seite liegen.

Zeitplan für die Einrichtung bleibt unsicher

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung soll auf dem Gelände am Pulverschuppen entstehen und langfristig Kapazitäten für die Unterbringung von Geflüchteten schaffen. Ursprünglich war vorgesehen, das Projekt schrittweise in die Umsetzung zu bringen. Die zusätzlichen Bodenarbeiten könnten diesen Ablauf nun beeinflussen.

Konkrete neue Termine liegen bislang nicht vor. Klar ist aber: Solange das Räumkonzept nicht abgeschlossen ist und die Entsorgung des Bodens nicht praktisch vorbereitet wurde, bleibt der weitere Bauablauf mit Unsicherheiten verbunden. Für Münster ist das relevant, weil das Projekt Teil der geplanten Unterbringungsstruktur für Geflüchtete ist und zugleich auf einem Gelände entsteht, dessen frühere Nutzung besondere Anforderungen an die Vorbereitung stellt.

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