Wieder ein Toter an der Erft: Leichnam bei Grevenbroich geborgen

Wieder ein Toter an der Erft: Leichnam bei Grevenbroich geborgen
Symbolbild: Caroline Muffert

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Ein erneuter Todesfall Erft Grevenbroich beschäftigt Feuerwehr, DLRG und Polizei. Am Samstagnachmittag, 2. Mai 2026, wurde im Verlauf des sogenannten Flutgrabens bei Grevenbroich ein Leichnam aus dem Wasser geborgen. Die Fundstelle lag nach Angaben der Feuerwehr in Höhe des Ortsteils Mühlrath. Ein Paddler hatte zuvor per Notruf gemeldet, dass er im Gewässer möglicherweise einen menschlichen Körper entdeckt habe. Die Feuerwehr rückte gegen 14:15 Uhr aus. Für die betroffene Person kam jede Hilfe zu spät. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Leichnam Erft Grevenbroich nach Notruf eines Paddlers entdeckt

Nach Angaben der Feuerwehr Grevenbroich ging der Einsatz am frühen Samstagnachmittag auf den Hinweis eines Paddlers zurück. Dieser hatte im Verlauf der Erft beziehungsweise des Flutgrabens einen möglichen Körper im Wasser gesehen und den Notruf gewählt. Zunächst wurden Kräfte des Rettungsdienstes sowie ein Notarzt zur vermuteten Fundstelle geschickt. Wenig später kamen ein Führungsdienst der Grevenbroicher Feuerwehr und ehrenamtliche Einsatzkräfte der Einheit Kapellen hinzu. Vor Ort bestätigte sich der Verdacht: Im Wasser befand sich ein Leichnam. Rettungsmaßnahmen waren nach Einschätzung der Einsatzkräfte nicht mehr möglich.

Bergung im Flutgraben Mühlrath dauerte rund drei Stunden

Die Bergung im Flutgraben Mühlrath war nach Angaben der Feuerwehr anspruchsvoll. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte erneut von Spezialkräften der DLRG aus Dormagen. Gemeinsam gelang es Feuerwehr und Strömungsrettern, den Körper trotz starker Strömung ans Ufer zu bringen. Anschließend wurde der Leichnam an die Polizei übergeben. Der Einsatz endete gegen 17:15 Uhr und dauerte damit rund drei Stunden. Zur Identität der verstorbenen Person machte die Feuerwehr keine Angaben. Auch zu den Hintergründen des Todesfalls liegen bislang keine gesicherten Informationen vor.

Polizei ermittelt nach Todesfall Erft Grevenbroich

Nach der Bergung hat das zuständige Kommissariat der Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei dürfte zunächst geklärt werden, wer die verstorbene Person ist und unter welchen Umständen sie in das Wasser gelangte. Belastbare Angaben zur Todesursache oder zu möglichen weiteren Umständen gibt es nach der Mitteilung der Feuerwehr derzeit nicht. Der Todesfall Erft Grevenbroich ist bereits der zweite tödliche Vorfall an dem Gewässer innerhalb weniger Tage. Erst zwei Tage zuvor war es an der Erft ebenfalls zu einem tödlichen Wasserunfall gekommen.

Feuerwehr Grevenbroich warnt vor Gefahren an der Erft

Die Feuerwehr Grevenbroich weist angesichts der beiden Todesfälle ausdrücklich auf die Gefahren an der Erft hin. Das Gewässer könne zwar stellenweise ruhig wirken, doch es gebe gefährliche Strömungen, die ein Verlassen des Wassers erschweren oder verhindern könnten. Besonders riskant seien Bereiche in der Nähe von Wehren, aber auch andere Abschnitte könnten gefährlich sein. Hinzu kommen nach Angaben der Feuerwehr glatte oder schwer erreichbare Ufer. Auch Äste, Stämme und Wurzeln im oder unter dem Wasser können zur Gefahr werden, wenn sich Menschen darin verfangen. Nichtschwimmer sollten die Erft deshalb auf keinen Fall betreten.

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