Segelflieger gestorben: Pilot stirbt am Ith-Kamm

Brand Mühlhausen Symbolbild
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein 72-jähriger Pilot ist am Samstag bei einem Segelflieger-Absturz am Ith-Kamm nahe Salzhemmendorf im Landkreis Hameln-Pyrmont ums Leben gekommen. Der Mann war kurz zuvor vom nahegelegenen Segelflugplatz in Bisperode gestartet, als sein Flugzeug abstürzte und er dabei tödlich verunglückte. Damit ist erneut ein Segelflieger gestorben – das Unglück ereignete sich in einem der bekanntesten Segelfluggebiete Niedersachsens.

Segelflieger gestorben: Absturz in schwierigem Gelände am Ith

Das Segelflugzeug stürzte auf dem Ith-Kamm ab, einem langgestreckten Höhenzug südlich von Hannover, der für sein anspruchsvolles Thermikprofil bekannt ist. Das Absturzgelände erwies sich als äußerst unwegsam: Bergwacht und Feuerwehr mussten in den dichten Ith-Wald vordringen, um zu dem verunglückten Piloten zu gelangen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben der Einsatzkräfte schwierig und zogen sich hin. Der 72-Jährige hatte nach ersten Erkenntnissen keine Überlebenschance. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Segelflugzeug-Absturz in Niedersachsen – solche Unglücke erschüttern die enge Segelfluggemeinschaft stets besonders tief. Der Segelflugplatz Bisperode am Fuß des Ith ist ein traditionsreicher Startpunkt, den Piloten aus der gesamten Region regelmäßig nutzen. Ob ein technischer Defekt, ein Pilotenfehler oder eine plötzliche Böe den Absturz ausgelöst hat, war am Abend noch unklar.

Ermittlungen laufen: Unfallursache laut Polizei Hameln noch unklar

Die Polizei in Hameln bestätigte den tödlichen Unfall und gab an, dass die Ursache des Absturzes derzeit noch nicht bekannt sei. Ermittlungen wurden eingeleitet. Laut einem Polizeisprecher lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Aussage über den genauen Hergang machen. Ob Zeugen den Absturz beobachtet haben und der Luftfahrtbehörde oder der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gemeldet haben, war zunächst nicht bekannt.

Tödliche Flugunfälle von Segelfliegern sind in Deutschland zwar selten, kommen aber immer wieder vor. Erst kürzlich berichteten wir über einen Flugzeugabsturz in Hatten, bei dem ein Pilot ums Leben kam. Ähnliche Tragödien zeigen, wie gefährlich die Luftfahrt trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sein kann – gerade für Kleinflugzeuge und Segelflugzeuge in bergigem Terrain.

Der Ith: Traditionelles Segelfluggebiet in Niedersachsen

Der Ith-Kamm zieht Segelflieger aus ganz Norddeutschland an. Der Höhenzug bietet ideale Bedingungen für die Thermik- und Hangfliegerei, was ihn zu einem beliebten Ziel für erfahrene Piloten macht. Am Fuß des Ith liegt der Segelflugplatz Bisperode, der seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt für Segelflüge über dem Weserbergland dient. Gerade diese Vertrautheit mit dem Gebiet kann jedoch auch zur Unterschätzung potenzieller Risiken führen. Das Gelände rund um den Ith-Kamm ist steil und bewaldet – ein Absturz in solchem Terrain ist für Rettungskräfte stets eine besondere Herausforderung.

Auch in anderen Regionen Deutschlands gab es zuletzt schwere Flugunfälle. So kam es beim Flugzeugabsturz in Baden-Baden zu einem tödlichen Unglück. Die deutschen Luftfahrtbehörden beobachten solche Häufungen und untersuchen, ob strukturelle Maßnahmen zur Unfallverhütung notwendig sind.

Trauer in der Segelfluggemeinschaft – Pilot aus Bisperode

In der lokalen Segelfluggemeinschaft rund um Bisperode und Salzhemmendorf löste der Tod des 72-Jährigen tief Betroffenheit aus. Wer der Mann genau war und ob er dem lokalen Verein angehörte, wurde von den Behörden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Angehörigen wurden informiert, Angaben zur Identität des Opfers machte die Polizei vorerst nicht. Die Rettungskräfte, die das Gelände mühsam erreicht hatten, standen nach Abschluss des Einsatzes sichtlich unter dem Eindruck des Unglücks.

Der Unfall ereignete sich am Nachmittag des zweiten Mai 2026 – einem Tag, an dem in weiten Teilen Niedersachsens gutes Segelflugwetter herrschte. Viele Segelflugzeuge waren in der Region unterwegs. Ob Wetterbedingungen eine Rolle gespielt haben könnten, sollen die weiteren Ermittlungen der Luftfahrtbehörde zeigen.

Quellen: stimme.de, nordkurier.de, nwzonline.de

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