Küchenschwamm wechseln: Warum Hygiene in der Küche früher beginnt

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Wer seinen Küchenschwamm wechseln will, sollte nicht erst auf Geruch oder sichtbaren Schmutz warten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist nach einer aktuellen Untersuchung darauf hin, dass Schwämme mit Krankheitserregern belastet sein können, ohne auffällig auszusehen oder unangenehm zu riechen.

Bakterien können sich unbemerkt im Schwamm vermehren

Küchenschwämme bieten durch Feuchtigkeit, Porenstruktur und Lebensmittelreste günstige Bedingungen für Bakterien. Nach Angaben des BfR können sich dort auch Erreger wie Salmonellen oder Escherichia coli ansiedeln. In der Untersuchung vermehrten sich getestete Bakterien innerhalb weniger Tage deutlich und überstanden auch mehrtägige Austrocknung. Bereits leichter Druck reichte aus, um Keime vom Schwamm auf Oberflächen zu übertragen.

Besonders problematisch kann das nach dem Kontakt mit rohem Fleisch werden. Wird ein Schwamm anschließend weiterverwendet, können Keime auf Arbeitsflächen, Schneidebretter oder andere Küchenbereiche gelangen. Werden Lebensmittel danach nicht mehr erhitzt, kann das Risiko einer Lebensmittelinfektion steigen.

Wann der Küchenschwamm ersetzt werden sollte

Eine feste allgemeine Frist nennt das BfR nicht. Entscheidend ist die Nutzung. Wurde der Schwamm für Flächen verwendet, die mit rohem Fleisch in Kontakt waren, sollte er anschließend entsorgt werden. In Haushalten mit Kindern, älteren Menschen oder kranken Personen empfiehlt das Institut, Schwämme häufiger auszutauschen.

Wer Schwämme nicht sofort wegwerfen möchte, kann die Keimbelastung laut BfR durch mindestens zwei Minuten in mehr als 70 Grad heißem Wasser verringern. Als Alternative nennt das Institut Bürsten oder Mikrofasertücher. Sie trocknen schneller und können in Spül- oder Waschmaschine gereinigt werden. Dafür sollten Programme mit mindestens 60 Grad genutzt werden.

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