
Das neue Fable hat inzwischen einen festen Termin. Playground Games und Xbox nennen den 23. Februar 2027 als Veröffentlichungstag. Käufer der Premium Edition sollen bereits ab dem 18. Februar 2027 spielen können. Damit ist klar: Aus dem lange erwarteten Rollenspiel wird kein Titel für 2026 mehr. Der aktuelle Anlass liegt weniger in einer neuen Datumsänderung als in den zuletzt verbreiteten Details zum Spielaufbau. Im Mittelpunkt steht dabei Albion als reaktive Welt, in der Bewohner, Ruf und Entscheidungen stärker miteinander verbunden sein sollen als in früheren Teilen. Fable 2027 wird damit zu einem Testfall für offene Rollenspiele.
Offiziell heißt das Spiel schlicht Fable. Der Zusatz Fable 5 oder Fable 2026 taucht vor allem in Suchanfragen und in der Berichterstattung auf, ist aber nicht der Titel, den Xbox und Playground Games für den Neustart verwenden. Auf der deutschen Xbox-Seite wird Fable als Open-World-Action-RPG von Playground Games und Xbox Game Studios geführt. Als Plattformen nennt Xbox Series X|S und Windows 10/11, zudem wird Game Pass zum Start beworben. Xbox Wire nennt darüber hinaus Steam und PlayStation 5.
Beim Xbox Showcase am 7. Juni 2026 präsentierte Playground Games einen neuen Trailer. Darin wurde Isabel vorgestellt, die Hero of Wraithmarsh. Gespielt wird die Figur von Hayley Atwell. Außerdem bestätigte Playground Games, dass Jack of Blades im neu interpretierten Albion eine Rolle spielen wird. Auch Demon Doors kehren zurück. Diese Elemente knüpfen an bekannte Bausteine der Reihe an, werden aber in einem Reboot verarbeitet. Playground spricht nicht von einer direkten Fortsetzung der früheren Lionhead-Spiele.
Ein zentrales System nennt Playground Games Living Population. Gemeint sind mehr als 1.000 Bewohner, die Albion füllen sollen. Laut Xbox Wire haben diese Figuren eigene Merkmale, Wohnorte, Jobs, Tagesabläufe und Stimmen. Der Entwickler beschreibt das System als handgearbeitet und nicht als rein prozedural erzeugt. Spieler sollen mit diesen Figuren Beziehungen aufbauen, sie einstellen, als Mieter haben, romantische Bindungen eingehen oder sie bekämpfen können. Erwachsene NPCs können auch sterben. Siedlungen bleiben dann zeitweise leer, werden aber später wieder bevölkert.
Playground Games beschreibt das System als Balance zwischen Konsequenz und Spielbarkeit. Wenn Spieler eine Siedlung stark verändern oder entvölkern, soll sich das auf den Ort auswirken. Gleichzeitig soll die Welt nicht dauerhaft unspielbar werden. Deshalb werden Siedlungen nach einiger Zeit wieder mit neuen Bewohnern gefüllt. Auch Rufsysteme sollen dabei eine Rolle spielen. In einzelnen Orten können mehrere Rufwerte gleichzeitig aktiv sein. Diese sollen beeinflussen, wie Bewohner auf die Spielfigur reagieren. Damit rückt Fable stärker in Richtung sozialer Simulation innerhalb eines Action-Rollenspiels.
Neben der Standardversion bietet Xbox eine Premium Edition an. Sie enthält laut offizieller Fable-Seite das vollständige Spiel, frühen Zugang bis zu fünf Tage vor Veröffentlichung, kosmetische Inhalte, digitale Extras und die Erweiterung Fable: Order of the Hero. Diese Erweiterung soll erst nach dem Start erscheinen und ist als storybasierter Zusatzinhalt beschrieben. Eine Collector’s Edition wurde ebenfalls vorgestellt. Auf der offiziellen Seite war sie bereits als ausverkauft gekennzeichnet.
Fable ist international relevant, weil Microsoft mit dem Reboot eine bekannte Rollenspielmarke neu aufstellt und zugleich seine Plattformstrategie erweitert. Das Spiel erscheint nicht nur für Xbox und PC, sondern laut Xbox Wire auch für PlayStation 5 und Steam. Damit steht Fable für eine Phase, in der Xbox Game Studios einzelne große Marken breiter veröffentlicht. Für Playground Games ist es zugleich ein Genrewechsel. Das Studio ist vor allem durch Forza Horizon bekannt. Beim neuen Fable geht es nun um eine offene Fantasy-Welt mit Kämpfen, Entscheidungen, Ruf und sozialer Interaktion.
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