
Münster. Wie verhalte ich mich, wenn der Strom ausfällt, der Notruf nicht erreichbar ist oder Einsatzkräfte in einer Krisenlage Hilfe leisten müssen? Solche Fragen stehen am 2. Juli 2026 auf dem Domplatz in Münster im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Gemeinsam vorbereitet – Bevölkerungsschutz in Westfalen“ laden die Bezirksregierung Münster, Westfalen e. V. und der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe zu einem regionalen Aktionstag ein. Am Vormittag richtet sich das Programm gezielt an Kindertagesstätten und Grundschulen.
Von 10 bis 13 Uhr steht der Aktionstag unter dem Motto „Die Lebensretter kommen!“. Kinder sollen dabei frühzeitig und altersgerecht an Themen wie Bevölkerungsschutz, Katastrophenschutz und Selbstschutz herangeführt werden. Die Anmeldung für Kitas und Grundschulen läuft bereits.
Der Ansatz ist bewusst niedrigschwellig. Es geht nicht darum, Angst vor Krisen zu erzeugen, sondern Wissen spielerisch zu vermitteln. An Mitmach-Stationen sollen Kinder erfahren, was Einsatzkräfte tun, welche Gefahrenlagen es geben kann und welche einfachen Verhaltensregeln im Notfall helfen.
Der Aktionstag ist breit aufgestellt. Beteiligt sind unter anderem das Technische Hilfswerk, die Malteser, die Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Feuerwehr Münster, das Institut der Feuerwehr, die FH Münster, das Bezirksverbindungskommando Münster der Bundeswehr sowie weitere Institutionen. Auch das Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der FH Münster sowie die Kreise Warendorf und Coesfeld gehören zum regionalen Netzwerk.
Damit ist die Veranstaltung nicht nur ein Münsteraner Termin, sondern ein westfalenweit angelegtes Angebot. Ziel ist es, Bevölkerungsschutz sichtbar zu machen und den Austausch über Vorsorge, Sicherheit und Zusammenarbeit zu fördern.
Auf dem Domplatz sollen Kinder und später auch die Öffentlichkeit erleben können, wie Einsatzorganisationen arbeiten. Vorgesehen sind Fahrzeuge, Technik, Übungen und verschiedene Informationsangebote. Am Nachmittag soll der Aktionstag voraussichtlich für ein breiteres Publikum geöffnet werden. In früheren Hinweisen war von einem Programm von 15.30 bis 19.30 Uhr die Rede.
Der Zeitpunkt passt in eine Phase, in der Selbstschutz und Krisenvorsorge wieder stärker diskutiert werden. Behörden weisen seit Jahren darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall zumindest für eine gewisse Zeit selbst vorbereitet sein sollten.
Auch die Stadt Münster hat ihre Strukturen im Bevölkerungsschutz in den vergangenen Jahren ausgebaut. Dazu gehören unter anderem Notrufmeldestellen, die bei Stromausfällen oder größeren Schadenslagen eine wichtige Rolle spielen können, falls der reguläre Notruf 112 nicht erreichbar ist.
Zudem verfügt Münster nach Angaben der Stadt über 70 Sirenenanlagen. Sie sollen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in flächendeckend bebauten Bereichen erreichen. Ergänzt wird die technische Warninfrastruktur durch Empfehlungen zur privaten Vorsorge, etwa Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Taschenlampen, Powerbanks, Medikamente, Erste-Hilfe-Material, Hygieneartikel, wichtige Dokumente und etwas Bargeld im Haushalt.
Der Aktionstag auf dem Domplatz setzt genau dort an, wo Vorsorge verständlich werden muss: im Alltag. Kinder lernen, dass Feuerwehr, Hilfsorganisationen, THW, Bundeswehr und Verwaltung in Krisenlagen zusammenarbeiten. Gleichzeitig erfahren sie, dass richtiges Verhalten im Notfall keine komplizierte Wissenschaft sein muss.
Für Kitas und Grundschulen bietet der Vormittag deshalb mehr als einen Ausflug. Er verbindet praktische Einblicke mit einer pädagogischen Botschaft: Wer Gefahren besser versteht, kann in schwierigen Situationen ruhiger reagieren.
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