
In Teilen von Ostwestfalen-Lippe bleibt die Trinkwasserlage angespannt. Während in mehreren Kommunen inzwischen verbindliche Einschränkungen gelten, sieht die Lage in Münster derzeit anders aus. Nach Angaben der Stadtwerke gibt es dort aktuell keine Engpässe oder Verbote.
Betroffen ist das Verbandsgebiet des Wasserbeschaffungsverbands „Am Wiehen“. Dazu gehören Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne. Auch die Mindener Stadtteile Hahlen und Minderheide sind einbezogen. Seit Mittwoch, 24. Juni 2026, gelten dort verbindliche Regeln für den Umgang mit Trinkwasser.
Verboten ist vor allem die nicht notwendige Nutzung im Außenbereich. Dazu zählen das Bewässern von Rasenflächen und Gärten, das Befüllen privater Pools, Zisternen oder anderer Wasserspeicher sowie Autowäsche und Außenreinigung mit Trinkwasser.
Der Wasserverbrauch liegt weiter über dem, was gefördert und normalerweise zugekauft werden kann. Am 24. Juni wurden laut Verband mehr als 19,6 Millionen Liter Trinkwasser genutzt. Das waren rund 300.000 Liter mehr als am Vortag. Am 25. Juni sank der Verbrauch nur leicht auf rund 19,4 Millionen Liter.
Kritisch ist vor allem der Pegel im zentralen Hochbehälter. Er muss über der Marke von 1,50 Metern gehalten werden. Nach Angaben des Verbands gelingt das derzeit nur durch außergewöhnliche Maßnahmen.
Die Grundversorgung bleibt weiterhin erlaubt. Trinken, Kochen, Hygiene und medizinische Zwecke sind nicht eingeschränkt. Die Regeln richten sich gegen vermeidbare Trinkwassernutzung, vor allem im Garten und rund ums Haus.
Die Ordnungsämter kontrollieren die Einhaltung der Verordnung. Wer gegen die Vorgaben verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen.
Für Münster gibt es derzeit keine vergleichbaren Einschränkungen. Die Stadtwerke Münster erklärten am 25. Juni 2026, dass für die Trinkwasserversorgung aktuell keine Engpässe oder Verbote bestehen.
Die Versorgung gilt auch bei Hitze und Trockenheit als stabil. Rund 75 Prozent des Trinkwassers werden vor Ort gewonnen, weitere rund 25 Prozent kommen von Gelsenwasser. Dennoch steigt der Verbrauch an heißen Tagen deutlich, besonders morgens und abends.
Auch wenn Münster nicht in derselben Lage ist wie die betroffenen OWL-Kommunen, empfehlen die Stadtwerke einen bewussten Umgang mit Wasser. Dazu gehört, Pools bei Trockenheit nicht zu befüllen, Gartenbewässerung mit Trinkwasser zu vermeiden und Regenwasser zu sammeln.
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