
Das Wetter Rheinland-Pfalz Saarland bringt am Sonntag noch einmal hochsommerliche Temperaturen mit örtlich bis zu 36 Grad. Nach der Prognose des Deutschen Wetterdienstes vom Samstag, 8. August 2026, steigt zugleich das Risiko einzelner Gewitter. Besonders am Nachmittag und Abend können sich über den Mittelgebirgen Schauer und Gewitter entwickeln. Der DWD hält dabei Starkregen und Sturmböen für möglich. Eine flächendeckende Unwetterlage wird für Rheinland-Pfalz und das Saarland derzeit jedoch nicht erwartet. Am Montag beruhigt sich das Wetter nach aktuellem Stand wieder weitgehend.
Der Samstag verläuft nach der DWD-Prognose überwiegend sonnig und trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen etwa 28 und 33 Grad. Damit wird es bereits verbreitet sommerlich bis heiß, die höchsten Werte des Wochenendes stehen den beiden Bundesländern nach der aktuellen Vorhersage aber erst am Sonntag bevor.
In der Nacht zum Sonntag bleibt es vielfach klar. Die Temperaturen gehen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auf etwa 14 bis 19 Grad zurück. Deutlich stärker kann es in höheren und geschützten Lagen abkühlen. Für die Eifel werden örtlich Tiefstwerte um 11 Grad erwartet. Gerade zwischen den heißen Tagesstunden bleibt dort damit zumindest nachts noch eine deutliche Abkühlung möglich.
Am Sonntag, 9. August, verstärkt sich die Hitze. Der DWD erwartet für Rheinland-Pfalz und das Saarland Höchsttemperaturen zwischen 32 und 36 Grad. In höheren Lagen werden etwa 28 Grad prognostiziert. Vor allem die tiefen Lagen im Süden und Südosten von Rheinland-Pfalz gehören damit voraussichtlich zu den heißesten Regionen.
Besonders hohe Temperaturen sind erfahrungsgemäß in den tieferen Gebieten der Pfalz und entlang des Oberrheins zu erwarten. Für mehrere Gebiete dort hat der DWD bereits eine Hitzewarnung für Sonntag ausgegeben. Betroffen sind unter anderem Bereiche des Kreises Bad Dürkheim, Germersheim, der Südlichen Weinstraße sowie Landau, Neustadt an der Weinstraße, Speyer, Frankenthal, Worms und der Rhein-Pfalz-Kreis mit Ludwigshafen. Die Warnungen gelten je nach Höhenlage am Sonntag von 11 bis 19 Uhr.
Für das Saarland bestand am Samstagabend dagegen keine entsprechende amtliche Hitzewarnung. Das gilt nach der zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Warnübersicht auch für den Saarpfalz-Kreis und den Regionalverband Saarbrücken. Dennoch werden auch dort hohe Temperaturen erwartet. Die Warnlage kann sich kurzfristig ändern.
Neben der Hitze richtet sich der Blick am Sonntag auf die Mittelgebirge. Nach dem Warnlagebericht des DWD vom Samstagabend sind am Sonntagnachmittag und Sonntagabend einzelne Gewitter vor allem über dem Bergland möglich. Dazu gehören grundsätzlich Höhenzüge wie Eifel, Hunsrück, Westerwald und die Bergregionen der Pfalz.
Der DWD nennt für mögliche Gewitter Sturmböen bis etwa 80 Kilometer pro Stunde und Starkregen mit 15 bis 20 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird im regionalen Warnlagebericht ausdrücklich als gering bezeichnet. Es handelt sich damit um eine Gefahreneinschätzung und noch nicht um die Ankündigung flächendeckender Gewitter.
Auch für den Saarpfalz-Kreis lässt sich aus der regionalen DWD-Prognose kein konkretes Gewitterereignis ableiten. Einzelne Entwicklungen sind dort wie in anderen Bergregionen möglich, eine amtliche Gewitterwarnung für den Kreis bestand am Samstagabend jedoch nicht.
In der Nacht zum Montag sollen mögliche Gewitter nach der aktuellen Prognose rasch nachlassen. Nur vereinzelt besteht zunächst noch ein geringes Risiko für Schauer oder Gewitter.
Zum Start in die neue Woche beruhigt sich das Wetter in Rheinland-Pfalz und im Saarland voraussichtlich wieder. Für Montag, 10. August, erwartet der Deutsche Wetterdienst heiteres bis sonniges und meist niederschlagsfreies Wetter.
Die Temperaturen erreichen nach der Prognose weiterhin etwa 29 bis 35 Grad. Damit bleibt die Hitze vor allem in den tieferen Lagen ein Thema. Im Vergleich zum Sonntag fällt das Temperaturmaximum etwas niedriger aus. Von einer deutlichen Abkühlung kann in Rheinland-Pfalz und im Saarland zunächst dennoch keine Rede sein.
Der Wind dreht nach aktuellem Stand auf nordwestliche Richtungen und weht überwiegend schwach bis mäßig. Für die weitere Woche deutet die deutschlandweite DWD-Vorhersage zunächst weiterhin auf viel sommerliches Wetter hin. Erst im weiteren Verlauf steigt das Gewitterpotenzial wieder an. Die Prognosesicherheit nimmt mit jedem weiteren Tag allerdings ab.
Mit hohen Temperaturen und längeren trockenen Phasen bleibt auch die Waldbrandgefahr ein Thema. Der DWD berechnet dafür täglich seinen Waldbrandgefahrenindex für einzelne Wetterstationen. Eine einzige, für ganz Rheinland-Pfalz oder das gesamte Saarland geltende Waldbrandstufe gibt es dabei nicht. Die Gefährdung kann sich von Region zu Region unterscheiden und sich mit neuen Wetterdaten ändern.
Landesforsten Rheinland-Pfalz weist angesichts trockener Waldflächen weiterhin auf vorsichtiges Verhalten hin. Rauchen und offenes Feuer im Wald sind zu vermeiden beziehungsweise nach den geltenden Vorschriften untersagt. Zufahrten und Waldwege müssen für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge frei bleiben. Auch im Saarland haben Behörden und Kommunen in den vergangenen Wochen wegen der Trockenheit wiederholt zur Vorsicht aufgerufen.
Besonders in der Pfalz, im Hunsrück, in der Eifel und im Westerwald sollte deshalb vor längeren Touren die jeweils aktuelle örtliche Gefahreneinschätzung geprüft werden. Dasselbe gilt für Waldgebiete im Saarland und im Saarpfalz-Kreis.
Die Trockenheit zeigt sich auch an den Flüssen. Besonders auffällig bleibt die Situation am Mittelrhein. Am Pegel Kaub in Rheinland-Pfalz wurden am Samstagabend, 8. August, gegen 23.15 Uhr nach Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung 25 Zentimeter angezeigt.
Damit lag der Pegel zu diesem Zeitpunkt auf dem Wert des bislang als niedrigster bekannter Wasserstand geführten Pegelstands vom 22. Oktober 2018. Wichtig ist dabei: Ein Pegelwert entspricht nicht unmittelbar der tatsächlichen Wassertiefe des Rheins. Für die Schifffahrt ist der Pegel Kaub dennoch eine wichtige Bezugsgröße. Niedrige Wasserstände können dazu führen, dass Frachtschiffe weniger Ladung transportieren können.
Eine Hochwasserlage besteht dagegen nicht. Auch für kleinere Flüsse und Bäche liefern kurzfristige Gewitter keine Grundlage für pauschale Aussagen zu steigenden Pegeln. Lokal kräftiger Starkregen kann Wasserstände kurzfristig verändern, wo genau ein Gewitter niedergeht, lässt sich jedoch nicht mehrere Stunden im Voraus präzise bestimmen.
Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad empfiehlt der Deutsche Wetterdienst, direkte Sonne möglichst zu meiden und körperlich belastende Tätigkeiten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken. Räume sollten möglichst kühl gehalten und tagsüber gegen direkte Sonneneinstrahlung abgeschirmt werden.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen ältere und pflegebedürftige Menschen, kleine Kinder sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Medikamente sollten nicht eigenständig verändert werden. Wer gesundheitliche Beschwerden durch Hitze bemerkt oder unsicher ist, sollte medizinischen Rat einholen.
Auch längere Autofahrten und Ausflüge sollten mit genügend Getränken geplant werden. Kinder und Tiere dürfen bei hohen Temperaturen niemals in abgestellten Fahrzeugen zurückgelassen werden.
Wer am Sonntagnachmittag in der Eifel, im Hunsrück, im Westerwald, in der Pfalz oder anderen Mittelgebirgslagen unterwegs ist, sollte die aktuelle Warnlage kurzfristig prüfen. Entwickelt sich ein Gewitter, empfiehlt der DWD, den Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit zu beenden und ein festes Gebäude aufzusuchen.
Auch ein geschlossenes Auto bietet Schutz. Gewässer und exponierte Stellen sollten gemieden werden. Unter einzelnen Bäumen Schutz zu suchen, ist keine sichere Alternative. Bei Sturmböen besteht zusätzlich Gefahr durch herabfallende Äste oder andere Gegenstände.
Da Gewitter räumlich eng begrenzt entstehen können, kann die Lage innerhalb weniger Kilometer sehr unterschiedlich ausfallen. Entscheidend sind deshalb kurzfristige amtliche Warnungen. Für Samstagabend bestand noch keine flächige Gewitterwarnung für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Der DWD bewertet einzelne Gewitter am Sonntagnachmittag und Sonntagabend jedoch ausdrücklich als möglich.
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