Fortuna Düsseldorf: Schleusener und Vidic im Fokus

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Fortuna Düsseldorf Umbruch: Nach dem Abstieg in die 3. Liga steht der Verein vor einer Kaderplanung unter hohem Zeitdruck. Neuer Sportvorstand Samir Arabi muss eine Mannschaft bauen, die sportlich konkurrenzfähig ist und finanziell zur neuen Realität passt. Laut Berichten soll Fortuna mehrere Kandidaten prüfen. Dabei fallen vor allem zwei Namen auf: Fabian Schleusener und Nico Vidic.

Eine schnelle Einigung mit einem der Spieler ist noch nicht bekannt. Beide Personalien stehen exemplarisch für die unterschiedlichen Bausteine, die Fortuna nach dem Abstieg sucht: erfahrene Soforthilfe in der Offensive und entwicklungsfähige Talente fürs Mittelfeld.

Fabian Schleusener wäre ein erfahrener Kandidat für den Angriff

Bei Schleusener handelt es sich um Fabian Schleusener. Der 34 Jahre alte Mittelstürmer steht noch beim Karlsruher SC unter Vertrag, verlässt den Verein aber im Sommer. Der KSC hatte bereits im April mitgeteilt, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Damit wäre Schleusener ablösefrei zu haben. Sportlich passt der Name auf den ersten Blick in Fortunas Suchprofil: viel Zweitliga-Erfahrung, ein klarer Strafraumbezug und sofortige Führungsqualität.

Nach Angaben von liga3-online, die sich auf die Rheinische Post berufen, soll Fortuna an Schleusener interessiert sein. Mehr als ein Interesse ist öffentlich aber nicht belegt. Von einer Einigung, einem Medizincheck oder unterschriftsreifen Vertrag kann derzeit nicht gesprochen werden. Zudem soll auch der 1. FC Saarbrücken im Rennen sein und dem Stürmer bereits ein konkretes Angebot vorgelegt haben. Eine Ablösesumme steht wegen der Vertragslage nicht im Raum.

Nico Vidic ist kein Tomislav Vidic, sondern ein Gladbach-Talent

Der zweite Name ist Nico Vidic, nicht Tomislav Vidic. Vidic ist 19 Jahre alt, zentraler Mittelfeldspieler und kommt aus der U23 von Borussia Mönchengladbach. Er ist deutscher Nachwuchsspieler mit kroatischen Wurzeln und wurde im Februar 2025 von Borussia mit einem Lizenzspielervertrag ausgestattet. Öffentliche Datenbanken führen ihn als zentralen Mittelfeldspieler mit einem Marktwert im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Auch bei Vidic bleibt die Lage vorsichtig zu formulieren. Es gibt Berichte, wonach Fortuna den Spieler im Blick habe. Bereits Ex-Sportchef Sven Mislintat soll Kontakt aufgenommen haben, Samir Arabi könnte diese Spur nun weiterverfolgen. Belastbar bestätigt ist ein Transfer aber nicht. Für Düsseldorf wäre Vidic eher ein Entwicklungs- und Perspektivspieler als eine Soforthilfe mit garantierter Startelfrolle. Gerade nach dem Abstieg könnte ein günstiges regionales Talent dennoch interessant sein.

Arabi setzt auf Alexander Ende und spricht von harter Arbeit

Samir Arabi hat bei seiner Vorstellung deutlich gemacht, dass er den Neustart nicht über große Versprechen definieren will. Der neue Sportvorstand sprach davon, ein Team auf den Platz bringen zu wollen, das als Einheit auftrete. Außerdem betonte er, dass es nicht darum gehe, Luftschlösser zu bauen, sondern die Ärmel hochzukrempeln. Trainer bleibt Alexander Ende. Arabi erklärte öffentlich, Ende sei und bleibe Fortunas Trainer.

Diese Entscheidung ist für die Kaderplanung zentral. Ende kennt die 3. Liga, hat klare Vorstellungen vom Spiel gegen den Ball und war bereits in die Verpflichtung von Jorrit Hendrix eingebunden. Fortuna hat nach dem Abstieg bisher zwei Neuzugänge offiziell gemacht. Jomaine Consbruch kam ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth und unterschrieb bis 2029. Hendrix kehrte von Preußen Münster zurück und erhielt einen Vertrag bis 2028.

Kastenmeier und Tanaka sind weg, Lotka bleibt offen

Sicher weg sind inzwischen mehrere wichtige Figuren. Florian Kastenmeier verlängert seinen auslaufenden Vertrag nicht und verlässt Fortuna. Der bisherige Kapitän begründete den Schritt mit seinen sportlichen Zielen. Ebenfalls weg ist Satoshi Tanaka. Der japanische Nationalspieler nutzt eine Klausel und wechselt zum FC Schalke 04. Damit verliert Düsseldorf zwei Spieler, die im alten Kader eine größere Rolle spielten.

Offen ist dagegen die Torwartfrage hinter dem Kastenmeier-Abschied. Nach RP-Angaben, aufgegriffen von liga3-online, sollen Gespräche mit Marcel Lotka laufen. Durch den Abstieg sei seine bisherige Vertragslage kompliziert geworden, ein Verbleib ist aber offenbar nicht ausgeschlossen. Als weitere Kandidaten aus früheren Berichten wurden neben Vidic auch Tony Reitz genannt. Bei Reitz gilt ebenfalls: öffentlich belegt ist ein Interesse, kein abgeschlossener Transfer.

Fortuna muss in den kommenden Wochen viele Entscheidungen treffen. Schleusener wäre ein erfahrener Angreifer, Vidic ein entwicklungsfähiger Mittelfeldspieler. Beide Namen passen grundsätzlich in unterschiedliche Bausteine des Neuaufbaus. Stand jetzt bleibt aber entscheidend: Bei beiden Personalien gibt es keine belastbar belegte Einigung. Der Fortuna Düsseldorf Umbruch ist damit weiter eine Baustelle mit vielen offenen Stellen.

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