
Sportfreunde Siegen treibt die Kaderplanung für die neue Saison weiter voran. Nach der Verpflichtung von Lucas Cueto hat der Regionalligist mit Konstantin Gerhardt den zweiten externen Zugang dieses Sommers vorgestellt. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt aus dem Umfeld des Drittligisten SC Verl, war in der abgelaufenen Spielzeit aber an den Regionalliga-West-Konkurrenten SC Wiedenbrück verliehen.
Damit holen die Siegerländer einen Spieler, der die Liga bereits kennt und zugleich Erfahrung aus der 3. Liga mitbringt.
Konstantin Gerhardt ist im zentralen Mittelfeld zu Hause, kann nach Vereinsangaben aber auch auf der rechten Seite eingesetzt werden. Für die Sportfreunde ist genau diese Vielseitigkeit ein wichtiger Punkt. Der 1,75 Meter große Mittelfeldspieler stand in der vergangenen Saison beim SC Wiedenbrück regelmäßig auf dem Platz und kam dort auf 31 Einsätze in der Regionalliga West. Dabei erzielte er vier Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.
Auch gegen seinen neuen Verein war Gerhardt bereits auffällig. Beim 3:2-Sieg des SC Wiedenbrück gegen Sportfreunde Siegen bereitete er den zwischenzeitlichen Ausgleich vor. Im Siegerland ist er also kein völlig unbekannter Name.
Seine Drittliga-Erfahrung sammelte Gerhardt beim SC Verl. Für den Sportclub kam er auf 13 Einsätze in der 3. Liga. Nach seiner Zeit in der Nachwuchsabteilung von Borussia Mönchengladbach war er 2024 nach Verl gewechselt. Dort gelang ihm der Sprung in den Profikader, ehe er für die Saison 2025/26 an den SC Wiedenbrück verliehen wurde.
Die Verpflichtung ist deshalb auch sportlich interessant, weil Gerhardt nicht als reiner Perspektivspieler kommt. Er bringt Spielpraxis aus der Regionalliga West mit, hat aber zugleich bereits den Alltag im Profifußball kennengelernt. Zur Vertragslaufzeit bei Sportfreunde Siegen machte der Verein öffentlich keine Angaben. Auch eine mögliche Ablöse wurde nicht genannt. Ob der Wechsel ablösefrei erfolgte, ist daher nicht offiziell belegt.
Sportdirektor Nico Michaty ordnete den Transfer als Mischung aus Entwicklungsperspektive und kurzfristiger Verstärkung ein. Der Verein beschreibt Gerhardt als dynamischen, laufstarken und spielstarken Mittelfeldspieler mit guter Mentalität. Michaty hob vor allem hervor, dass Gerhardt zentral und auf der rechten Seite eingesetzt werden könne. Damit passt der Neuzugang in ein Profil, das Trainer Boris Schommers zusätzliche Optionen geben soll.
Ein gesondertes Trainerstatement zur Verpflichtung war zunächst nicht öffentlich dokumentiert. In der Vereinsmeldung kommt vor allem Michaty zu Wort. Gerhardt selbst betonte nach seiner Unterschrift die Kulisse und Unterstützung rund um den Klub. Für ihn wird der Wechsel auch zur Rückkehr in eine Liga, in der er sich in Wiedenbrück bereits als Stammkraft etabliert hatte.
Vor Gerhardt hatte Sportfreunde Siegen bereits Lucas Cueto verpflichtet. Der 30 Jahre alte Offensivspieler kam vom Bonner SC und bringt deutlich mehr Profierfahrung mit. Cueto spielte unter anderem in der 2. Bundesliga, der 3. Liga und in der Schweiz. Mit ihm und Gerhardt setzen die Sportfreunde in der frühen Transferphase auf Spieler, die der Mannschaft sofort helfen sollen.
Diese Linie passt zur Ausgangslage nach der abgelaufenen Saison. Sportfreunde Siegen beendete die Regionalliga West 2025/26 als Aufsteiger auf Platz sieben. Das war sportlich deutlich mehr als ein reiner Klassenerhalt. Eine offizielle Ansage in Richtung 3. Liga gibt es dennoch nicht. Der Verein plant laut Sommerfahrplan weiter für die Regionalliga West, deren erster Spieltag Anfang August angesetzt ist.
Zum jetzigen Stand wirkt die Kaderpolitik deshalb eher wie der Versuch, die starke Rückkehr in die vierte Liga zu bestätigen und die Mannschaft breiter aufzustellen. Gerhardt ist dafür ein passender Baustein: jung, ligakundig, flexibel und mit ersten Erfahrungen oberhalb der Regionalliga.
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