Emilie Schindler – Die vergessene Heldin heute auf ARTE am 26. April 2026

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Emilie Schindler – Die vergessene Heldin heute auf ARTE: Doku am 26. April 2026

Im Anschluss an Schindlers Liste zeigt ARTE am 26. April 2026 um 23:20 Uhr die Dokumentation Emilie Schindler – Die vergessene Heldin. Der 2024 erschienene Dokumentarfilm von Regisseurin Annette Baumeister zeichnet das Leben von Emilie Schindler nach und beleuchtet dabei eine Frau, deren Mut und Entschlossenheit während des Zweiten Weltkriegs Hunderte von Menschenleben retteten – und die dennoch jahrzehntelang im Schatten ihres berühmten Mannes Oskar Schindler stand. Die Dokumentation ist ein eindringliches Plädoyer dafür, Geschichte vollständig zu erzählen – auch die Teile, die lange übersehen wurden und erst jetzt angemessene Aufmerksamkeit erhalten.

Wer war Emilie Schindler?

Emilie Schindler wurde 1907 im sudetendeutschen Alt-Moletein geboren und heiratete 1928 den Kaufmann Oskar Schindler. Während des Zweiten Weltkriegs arbeiteten beide in der berühmten Emaillewarenfabrik in Krakau, in der Oskar Schindler mehr als 1.200 jüdische Zwangsarbeiter vor der Deportation in NS-Vernichtungslager bewahrte. Was jedoch häufig vergessen wird: Emilie war dabei weit mehr als eine Begleiterin im Hintergrund. Sie organisierte Lebensmittel und Medikamente für die Arbeiter, pflegte Kranke persönlich, schmuggelte Nahrung in die Fabrik und rettete unter enormem persönlichem Risiko zahlreiche Menschen, die ohne ihre direkte und tatkräftige Hilfe nicht überlebt hätten.

Nach dem Krieg emigrierte Emilie Schindler mit ihrem Mann nach Argentinien. Als Oskar Schindler in den 1950er-Jahren nach Deutschland zurückkehrte, blieb sie in Buenos Aires und lebte dort bis ins hohe Alter in bescheidenen Verhältnissen, weitgehend vergessen von der Weltöffentlichkeit. Erst spät, vor allem durch Steven Spielbergs Oscar-prämierten Film Schindlers Liste von 1993, erlangte sie wieder internationale Aufmerksamkeit – allerdings stand dabei primär ihr Mann Oskar im Mittelpunkt der Erzählung, während Emilies eigene Rolle kaum gewürdigt und kaum wahrgenommen wurde.

Die Dokumentation von Annette Baumeister (2024)

Die Dokumentation Emilie Schindler – Die vergessene Heldin setzt dieser zu Unrecht vergessenen Frau ein filmisches Denkmal. Regisseurin Annette Baumeister lässt Verwandte, Zeitzeugen und renommierte Historiker zu Wort kommen und zeichnet ein differenziertes Bild einer Frau, die trotz widrigster Umstände mutig und konsequent für das Überleben ihrer jüdischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingetreten ist. Der Film macht unmissverständlich deutlich: Ohne Emilies aktiven Einsatz wäre die Rettungsaktion in der Krakauer Fabrik in dieser Form schlicht nicht möglich gewesen.

Die Dokumentation greift damit einen wichtigen blinden Fleck der Geschichtsschreibung auf. Frauen, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus oder im Umfeld humanitärer Aktionen eine zentrale Rolle spielten, wurden in der Nachkriegszeit oft nicht angemessen gewürdigt. Emilie Schindlers Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig eine vollständige und gerechte Geschichtsschreibung ist. Der Film tut das auf einfühlsame, gut recherchierte und informative Weise und richtet sich sowohl an historisch Interessierte als auch an ein breites Fernsehpublikum.

Die Produktionsfirma erhielt für die Dokumentation mehrere Auszeichnungen bei europäischen Dokumentarfilm-Festivals. Die Doku war zunächst auf ARTE und in der ARD Mediathek verfügbar und wird nun einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Historiker loben die sorgfältige Recherchearbeit und die Einbindung bislang wenig bekannter Quellen aus Argentinien und Österreich.

Sendezeit und ARTE-Programm am 26. April 2026

Die Dokumentation läuft am 26. April 2026 um 23:20 Uhr auf ARTE. Als direkte Anschlussendung zu Schindlers Liste ergibt sich ein thematisch außergewöhnlicher Abend. Wer den Film gesehen hat, erhält in der Dokumentation die Möglichkeit, mehr über die reale Geschichte dahinter zu erfahren. Auch die kostenlosen Schulvorführungen von Schindlers Liste in Münster zeigen die anhaltende Relevanz dieses historischen Themas.

Quellen: IMDb (tt32410686), prisma.de (Emilie Schindler Die vergessene Heldin), ARTE Pressedienst, berlin.de

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