Nach Matthew Perrys Tod ist der letzte Angeklagte verurteilt

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Der frühere persönliche Assistent des Schauspielers Matthew Perry ist in Los Angeles zu 41 Monaten Bundesgefängnis verurteilt worden. Kenneth Iwamasa hatte sich bereits im August 2024 schuldig bekannt, an einer Verschwörung zur Verteilung von Ketamin beteiligt gewesen zu sein, die zum Tod Perrys führte. Mit dem Urteil gegen Iwamasa ist der letzte von fünf Angeklagten im strafrechtlichen Verfahren rund um Perrys Tod verurteilt worden.

Perry, international bekannt durch seine Rolle als Chandler Bing in der Sitcom Friends, war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot in seinem Whirlpool gefunden worden. Nach den offiziellen Ermittlungen spielte Ketamin eine zentrale Rolle bei seinem Tod. Die US-Behörden hatten den Fall nicht nur als private Drogentragödie behandelt, sondern als Ergebnis eines illegalen Beschaffungs- und Verteilernetzwerks.

41 Monate Haft für Kenneth Iwamasa

Das Bundesgericht in Los Angeles verhängte gegen Kenneth Iwamasa eine Haftstrafe von 41 Monaten. Zusätzlich wurde eine Geldstrafe von 10.000 Dollar festgesetzt. Iwamasa war nach Angaben der US-Behörden Perrys früherer Live-in-Assistent und hatte über längere Zeit engen Zugang zu dem Schauspieler.

Nach den Gerichtsunterlagen hatte Iwamasa keine medizinische Ausbildung. Dennoch räumte er ein, Perry wiederholt Ketamin injiziert zu haben. Dazu gehörten auch mehrere Injektionen am 28. Oktober 2023, dem Tag, an dem Perry starb. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, eine zentrale Rolle bei der illegalen Beschaffung und Verabreichung des Mittels gespielt zu haben.

Iwamasa hatte sich im August 2024 schuldig bekannt. Sein Schuldbekenntnis bezog sich auf eine Verschwörung zur Verteilung von Ketamin mit Todesfolge und schwerer Körperverletzung. Nach Darstellung der Behörden kooperierte er später mit den Ermittlern und lieferte Informationen gegen weitere Beteiligte.

Der Tod des Friends-Stars

Matthew Perry wurde am 28. Oktober 2023 leblos in einem Whirlpool an seinem Haus in Los Angeles gefunden. Die gerichtsmedizinische Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die akuten Wirkungen von Ketamin eine wesentliche Todesursache waren. Ertrinken wurde im Zusammenhang mit der Bewusstlosigkeit als weiterer Faktor genannt.

Ketamin wird medizinisch als Narkosemittel eingesetzt und kann unter ärztlicher Aufsicht in bestimmten Behandlungsformen bei psychischen Erkrankungen eine Rolle spielen. Der Fall Perry betrifft nach den Ermittlungen jedoch nicht eine reguläre Behandlung, sondern die illegale Beschaffung und Verabreichung außerhalb kontrollierter medizinischer Strukturen.

Fünf Angeklagte im Fall Perry

Nach Angaben der US-Justiz wurden insgesamt fünf Personen im Zusammenhang mit Perrys Tod strafrechtlich verfolgt und verurteilt. Neben Kenneth Iwamasa gehörten dazu zwei frühere Ärzte, ein Mittelsmann und Jasveen Sangha, die von Ermittlern und Medien als Ketamine Queen bezeichnet wurde.

Sangha erhielt im April 2026 die mit Abstand höchste Strafe in dem Verfahren. Sie wurde zu 15 Jahren Bundesgefängnis verurteilt. Die US-Staatsanwaltschaft machte sie für langjährige Drogengeschäfte verantwortlich. Ein weiterer Angeklagter, Erik Fleming, hatte nach den Ermittlungen Ketamin an Iwamasa weitergegeben. Auch zwei Ärzte wurden verurteilt, weil sie in die illegale Weitergabe des Medikaments eingebunden waren.

Warum der Fall über Hollywood hinaus Bedeutung hat

Der Fall Matthew Perry wurde international stark beachtet, weil Perry zu den bekanntesten Fernsehstars der 1990er- und 2000er-Jahre gehörte. Die strafrechtliche Aufarbeitung geht aber über Prominenz hinaus. Sie zeigt, wie gefährlich verschreibungspflichtige oder medizinisch eingesetzte Substanzen werden können, wenn sie außerhalb fachlicher Kontrolle beschafft und verabreicht werden.

Mit der Verurteilung Iwamasas ist das Strafverfahren gegen die fünf Angeklagten abgeschlossen. Juristisch ist nun geklärt, welche Strafen die Beteiligten im Bundesverfahren erhalten haben. Das Gericht konzentrierte sich dabei auf die strafrechtliche Beteiligung, nicht auf eine pauschale Bewertung privater Beziehungen.

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