
Die AfD Sachsen-Anhalt hat in einer neuen Umfrage erstmals die 40-Prozent-Marke übersprungen und kommt auf 41 Prozent. Das ergab der aktuelle Sachsen-Anhalt-Trend des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, veröffentlicht im Mai 2026. Vier Monate vor der Landtagswahl am 6. September 2026 liegt die Partei damit weit vor allen anderen Parteien im Bundesland.
Laut der aktuellen Erhebung kommt die AfD in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent der Stimmen. Die CDU, die seit 2016 die Landesregierung unter Ministerpräsident Reiner Haseloff stellt, erreicht in der aktuellen Umfrage 26 Prozent und verliert damit einen Prozentpunkt gegenüber dem vorherigen Erhebungszeitraum. Die übrigen Parteien verteilen sich wie folgt: Die Linke liegt bei 12 Prozent, die SPD bei 7 Prozent, während Grüne und BSW jeweils 4 Prozent erhalten. Ob weitere kleinere Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde kommen, könnte entscheidend dafür sein, wie viele Fraktionen in den neuen Landtag einziehen. Das Ergebnis ist das erste Mal, dass die AfD in einer landesweiten Umfrage für Sachsen-Anhalt den Wert von 40 Prozent überschreitet.
Bei 41 Prozent rückt laut aktueller Infratest-dimap-Umfrage für die AfD in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit zumindest rechnerisch in den Bereich des Möglichen. Eine absolute Mehrheit im Landtag Sachsen-Anhalt erfordert in der Regel mindestens 46 bis 47 Prozent der Mandate – je nach Zusammensetzung des Parlaments. Ob die AfD ihr Ziel einer Alleinregierung erreichen kann, haengt laut Analysten davon ab, wie viele der kleineren Parteien den Einzug in den Landtag schaffen. Scheitern BSW oder Grüne an der Fünf-Prozent-Hürde, steigen die Chancen der AfD auf eine absolute Mehrheit der Mandate erheblich. Die schwarz-rote Bundesregierung und die aktuell regierenden Länder beobachten die Entwicklungen in Sachsen-Anhalt aufmerksam – die schwarz-rote Koalition auf Bundesebene steht bei Landtagswahlen regelmäßig unter Druck.
Sachsen-Anhalt wählt am 6. September 2026 einen neuen Landtag. Das Bundesland mit rund 2,2 Millionen Einwohnern gilt seit Jahren als eine der Hochburgen der AfD in Ostdeutschland. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) regiert das Land seit 2011 und fuehrt aktuell eine Koalition aus CDU, SPD und FDP. Für ihn wird die Septemberwahl zur entscheidenden Bewährungsprobe. Bei einem Abstand von 15 Prozentpunkten gegenüber der AfD ist eine Fortsetzung seiner Regierung in der bisherigen Form unwahrscheinlich. Die CDU bräuchte entweder einen deutlichen Aufholeffekt oder Partner, die das linke und bürgerliche Lager vereinen. Sachsen-Anhalt ist auch aus anderen Gründen im Fokus: Schlagzeilen machte das Bundesland zuletzt durch eine Selbstschussanlage im Landkreis Jerichower Land, die eine Frau schwer verletzte.
Umfragewerte geben einen Stimmungsschnappschuss wieder und sind kein Wahlergebnis. Dennoch signalisiert der erstmalige Übertritt der 40-Prozent-Schwelle, dass die AfD in Sachsen-Anhalt noch weiter an Zustimmung gewonnen hat. In der letzten Landtagswahl 2021 erhielt die AfD in Sachsen-Anhalt 20,8 Prozent – die jetzigen Umfragewerte würden also in etwa eine Verdoppelung der Stimmen bedeuten. Politikwissenschaftler beobachten die ostdeutschen Bundesländer seit Jahren als Testfeld für politische Entwicklungen in Deutschland. Die Septemberwahl in Sachsen-Anhalt wird somit auch für das Bundesbild und die Koalitionsfähigkeit der etablierten Parteien von Bedeutung sein.
Quellen: Volksstimme, Handelsblatt, islamiq.de, Infratest dimap
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