Assassin’s Creed Hexe: Leak zeigt Würzburg, Ezio und Protagonistin Anika

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Grzegorz Walczak

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Würzburger Hexenprozesse als Spielkulisse

Assassin’s Creed Hexe soll laut übereinstimmenden Leak-Berichten vom 13. Mai 2026 im Deutschland des frühen 17. Jahrhunderts spielen – genauer gesagt im Würzburg der Jahre 1625 bis 1631. In dieser Zeit fanden die berüchtigten Würzburger Hexenprozesse statt, bei denen schätzungsweise 900 Menschen hingerichtet wurden, darunter Kinder, Adlige und sogar hohe Geistliche. Ubisoft soll diese historisch dokumentierte Massenhinrichtung als atmosphärischen Rahmen für ein düsteres Meuchelmörder-Abenteuer nutzen wollen.

Die Wahl des Schauplatzes gilt unter Kennern der Reihe als ungewöhnlich mutig: Erstmals würde ein Hauptteil der Assassin’s-Creed-Serie auf deutschem Boden angesiedelt. Die mittelalterliche Altstadt Würzburgs mit ihrer Festung Marienberg, dem gotischen Dom und den engen Fachwerkhäusern soll laut Leaks detailreich rekonstruiert worden sein. Dazu komme eine ausgedehnte fränkische Waldlandschaft, die als zentrales Spielelement diene.

Protagonistin Anika – Nachfahrin von Claudia Auditore

Als spielbare Figur soll eine junge Frau namens Anika im Mittelpunkt stehen. Laut den durchgesickerten Informationen soll sie eine direkte Nachfahrin von Claudia Auditore sein – der Schwester des legendären Assassinen Ezio Auditore da Firenze aus Assassin’s Creed II und Brotherhood. Diese familiäre Verbindung soll die Brücke zu einem der beliebtesten Charaktere der gesamten Reihe schlagen.

Ezio selbst soll dabei nicht physisch auftreten, sondern Anika als eine Art Geist oder spiritueller Mentor begleiten. In Schlüsselmomenten der Story soll seine Stimme und sein Erscheinungsbild eingesetzt werden, um Ratschläge zu geben und die Verbindung zur Assassinen-Bruderschaft zu betonen. Ob diese Mechanik mit dem Animus-Konzept der Reihe verknüpft wird oder rein erzählerisch funktioniert, ist laut Leakern noch unklar. Mehr zu Ubisofts aktuellen Projekten: Neue Projekte im Assassin’s-Creed-Universum.

Gameplay: Alchemie, Blutpakte und Waldparcours

Besonders auffällig sollen die neuen Gameplay-Mechaniken sein, die thematisch eng mit dem Hexerei-Sujet verknüpft sind. Anika soll über Fähigkeiten in den Bereichen Alchemie und Giftmischerei verfügen, die sich im Kampf und bei Schleichpassagen einsetzen lassen. Sogenannte Blutpakte sollen als Fortschrittssystem funktionieren: Je mehr Pakte Anika eingeht, desto mächtiger wird sie – allerdings auf Kosten ihrer Menschlichkeit, was narrative Konsequenzen haben soll.

Ein weiteres Element soll die Bewegung durch dichte Wälder sein. Statt Stadtparkours auf Dächern – einem Markenzeichen der Reihe – soll das Klettern und Gleiten durch Baumkronen, das Verfolgen von Spuren im Schnee und das Navigieren durch neblige Moorlandschaften eine zentrale Rolle spielen. Das Kampfsystem soll dunkler und brutaler ausfallen als in Assassin’s Creed Mirage oder Shadows. Ähnlich innovativ zeigte sich Ubisoft zuletzt auch bei Anno 117: Pax Romana.

Entwicklungsstand und möglicher Release 2027

Hinter den Kulissen soll das Projekt nach personellen Turbulenzen stehen. Creative Director Clint Hocking, der das Spiel ursprünglich leitete, soll das Studio im Februar 2026 verlassen haben. Sein Nachfolger soll Jean Guesdon sein, der bereits bei Assassin’s Creed Origins und Odyssey als Creative Director tätig war und als erfahrener Reihen-Veteran gilt.

Intern soll als Releasezeitraum Juni 2027 kursieren, wobei mehrere Quellen eine Verschiebung in das späte zweite Halbjahr 2027 für möglich halten. Eine offizielle Ankündigung von Ubisoft steht bislang aus. Das Unternehmen hat den Titel weder bestätigt noch dementiert. Angesichts des schwachen Börsenjahres 2025 und des Drucks durch Großaktionär Tencent stehe Ubisoft unter erheblichem Druck, Hexe als kommerziellen Erfolg zu positionieren. Interessant in diesem Kontext: GameStop strebt Milliarden-Übernahme bei eBay an – ein Zeichen dafür, wie sehr sich der gesamte Gaming-Markt gerade neu aufstellt.

Für Fans der Reihe dürfte Hexe eines der meistdiskutierten Projekte des kommenden Jahres werden – sofern die geleakten Details der Realität entsprechen. Die Verbindung aus historisch faszinierender Kulisse, einer weiblichen Hauptfigur mit Auditore-Blut und dem Comeback von Ezio als Phantom klingt nach einem Rezept, das die Community spalten oder begeistern wird.

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