
Nach einem schweren Verkehrsunfall in der Eifel bleibt die Bundesstraße 51 zwischen Hohensonne und Newel im Landkreis Trier-Saarburg voraussichtlich bis in die Nacht gesperrt. Bei dem Unfall am Donnerstagvormittag wurde ein Autofahrer lebensgefährlich verletzt. Der Fahrer eines Lastwagens erlitt schwere Verletzungen. Der umgestürzte Lkw liegt quer auf der Fahrbahn und muss mit erheblichem Aufwand geborgen werden.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Trier gegen 10 Uhr. Beide Verletzten wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht. In dem Auto befand sich außerdem ein Hund, der medizinisch versorgt und anschließend in eine Tierklinik gebracht wurde.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war der Pkw aus Richtung Bitburg unterwegs. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass das Fahrzeug bereits vor dem eigentlichen Unfall mehrfach nach rechts gegen die Leitplanke geraten war. Anschließend soll der Wagen auf die Gegenfahrbahn gefahren sein. Dort kam ihm ein Lastwagen entgegen, der aus Richtung Trier unterwegs war.
Der Lkw-Fahrer wich nach diesen vorläufigen Erkenntnissen aus. Dabei kippte der Lastwagen um und kam quer auf der Bundesstraße zum Liegen. Ob der Lastwagen und das Auto zuvor oder während des Ausweichmanövers miteinander kollidierten, war am Donnerstagabend weiterhin nicht abschließend geklärt. Dieser Punkt ist Teil der laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft Trier ordnete ein Gutachten zum Unfallhergang an. Damit sollen unter anderem die Bewegungen der Fahrzeuge und der genaue Ablauf vor dem Umkippen des Lastwagens rekonstruiert werden. Zu der Frage, warum der Pkw zuvor mehrfach gegen die Leitplanke geraten sein soll, gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Die Bundesstraße wurde nach dem Unfall in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Bereits kurz nach 10 Uhr hatte die Polizei auf die Vollsperrung hingewiesen und Verkehrsteilnehmer dazu aufgefordert, Rettungswege freizuhalten. Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen Newel und Hohensonne.
Am frühen Abend war die Strecke weiterhin nicht freigegeben. Nach Polizeiangaben konnte sich die Bergung des umgestürzten Lastwagens bis in die Nacht hineinziehen. Neben der eigentlichen Fahrzeugbergung müssen das Unfallgutachten erstellt und die Fahrbahn anschließend gereinigt werden. Einen exakten Zeitpunkt für die Freigabe der B51 nannte die Polizei zunächst nicht.
Die lange Sperrung hat besondere Auswirkungen, weil die B51 in diesem Bereich eine wichtige Straßenverbindung zwischen Trier und dem Raum Bitburg bildet. Autofahrer müssen den betroffenen Abschnitt daher umfahren.
Für den Verkehr wurde eine Umleitung eingerichtet. Die Polizei warnte insbesondere Lastwagenfahrer davor, die Kreisstraße 1 zwischen Olk und Kersch als alternative Route zu benutzen. Die Straße ist dort vergleichsweise schmal, sodass größere Fahrzeuge nur schwer aneinander vorbeikommen.
Auch andere Verkehrsteilnehmer müssen im Umfeld von Newel und Hohensonne mit Verzögerungen rechnen. Die Verkehrslage kann sich zudem während der Bergungsarbeiten verändern, wenn schwere Spezialfahrzeuge eingesetzt werden oder Zufahrten für Einsatzkräfte freigehalten werden müssen.
Eine amtliche Verkehrsmeldung wies am Nachmittag ebenfalls auf den Unfall auf der B51 sowie die eingerichtete Umleitung hin. Ortskundige Autofahrer wurden aufgefordert, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.
Ein wesentlicher Grund für die lange Sperrung ist die Position des Lastwagens. Das Fahrzeug liegt quer über der Straße und kann nicht ohne Weiteres entfernt werden. Nach Angaben der Polizei sind neben der Bergung auch Untersuchungen für das angeordnete Gutachten sowie Reinigungsarbeiten erforderlich.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren nach dem Unfall im Einsatz. Eigenständige offizielle Angaben der zuständigen Feuerwehr zu Zahl der eingesetzten Kräfte, Fahrzeugen oder besonderen technischen Maßnahmen lagen am Donnerstagabend zunächst nicht vor. Bestätigt ist, dass beide Fahrer medizinisch versorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht wurden.
Der Rettungseinsatz war bereits am Vormittag angelaufen. Die Polizei hatte unmittelbar nach Bekanntwerden des Unfalls vor allem darauf hingewiesen, Rettungsgassen und Zufahrten für die Einsatzkräfte freizuhalten.
Trotz der ersten Erkenntnisse der Polizei ist der genaue Unfallablauf noch nicht abschließend festgestellt. Insbesondere ist offen, ob die Fahrzeuge miteinander zusammenstießen oder der Lastwagen allein infolge des Ausweichmanövers umkippte. Die weiteren Ermittlungen und das von der Staatsanwaltschaft angeordnete Gutachten sollen hierzu Klarheit schaffen.
Zum Zustand der beiden Verletzten gab es am Abend keine weitergehenden amtlichen Angaben. Offiziell bestätigt war weiterhin, dass der Pkw-Fahrer lebensgefährlich und der Lkw-Fahrer schwer verletzt wurde. Auch ein Zeitpunkt für das Ende der Sperrung stand zunächst nicht fest. Nach dem am frühen Abend veröffentlichten Stand sollte die B51 jedoch voraussichtlich bis in die Nacht hinein gesperrt bleiben.






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