Bei der Mauritius Brauerei in Zwickau läuft jetzt ein Insolvenzverfahren

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

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Die Mauritius Brauerei in Zwickau hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Chemnitz ordnete am 17. März ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Mauritius Brauerei GmbH an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Henry Girbig bestellt.

Der Betrieb soll trotz des Verfahrens weiterlaufen. Nach Angaben aus dem Sanierungsumfeld wird die Produktion fortgeführt, während parallel geprüft wird, wie sich das Unternehmen wirtschaftlich stabilisieren lässt. Für die 51 Beschäftigten sind die Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld zunächst für März, April und Mai abgesichert.

Brauerei gerät in schwierigem Marktumfeld unter Druck

Die wirtschaftliche Lage der Brauerei fällt in eine Phase, in der viele Unternehmen der Branche unter hohem Druck stehen. Als Belastungsfaktoren werden steigende Kosten für Rohstoffe und Energie, eine angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und ein verändertes Konsumverhalten genannt. Hinzu kommt, dass der Bierabsatz seit Jahren rückläufig ist.

Auch der Blick auf Sachsen zeigt, wie angespannt die Lage ist. Der Bierabsatz im Freistaat ist zuletzt um 6,9 Prozent zurückgegangen und damit stärker als im Bundesdurchschnitt. Das erhöht den Druck vor allem auf regionale Brauereien, die Rückgänge im Heimatmarkt kaum über Exporte ausgleichen können.

Traditionsstandort mit mehr als 160 Jahren Geschichte

Die Brauerei gilt als Traditionsunternehmen in Zwickau und verweist auf eine mehr als 160-jährige Geschichte am Standort. Die heutige Mauritius Brauerei GmbH besteht seit 1991. 2018 wurde das Unternehmen von der Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Jörg Dierig übernommen.

Mit dem Insolvenzantrag ist die Zukunft des Unternehmens offen, ein sofortiges Aus für den Standort ist derzeit aber nicht belegt. Nach bisherigem Stand läuft der Geschäftsbetrieb weiter, während der vorläufige Insolvenzverwalter Sanierungsoptionen prüft.

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