Chemieunfall Nürnberg: Ein Toter und 30 Verletzte nach Giftgas-Austritt

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Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Beim Chemieunfall Nürnberg am 15. Mai 2026 ist ein Mann ums Leben gekommen, rund 30 weitere Menschen wurden verletzt. In einem Betrieb im Nürnberger Norden trat eine Chemikalie aus — die gesamte Belegschaft musste evakuiert werden. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Chemieunfall Nürnberg: Giftgas-Austritt im Betrieb am 15. Mai 2026

Am Freitag, 15. Mai 2026, ereignete sich in einem Betrieb auf der Thurn-und-Taxis-Straße im Stadtteil Schafhof im Nürnberger Norden ein schwerer Betriebsunfall. Eine Chemikalie trat in dem Unternehmen aus und verletzte zahlreiche Beschäftigte. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) meldete insgesamt 30 Verletzte. Einer der zunächst lebensgefährlich Verletzten starb später im Krankenhaus. Die Kriminalpolizei Nürnberg hat nach dem Todesfall Ermittlungen aufgenommen.

Von den 30 Verletzten wurden 17 Personen zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die übrigen konnten nach einer Erstversorgung vor Ort entlassen werden. Einer der schwerstverletzten Männer musste laut Berichten zunächst reanimiert werden. Er überlebte die Reanimation, erlag jedoch später seinen Verletzungen. Ein ähnlich schweres Chemieunglück ereignete sich zuletzt in Bayern, als bei einem Chemikalie-Unfall in Landshut mehrere Menschen verletzt wurden.

Großeinsatz: 65 Feuerwehrleute und rund 100 Einsatzkräfte vor Ort

Der Einsatz war einer der größten Betriebsunfälle in Nürnberg seit Jahren. Insgesamt rückten 65 Feuerwehrleute an, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Hinzu kamen rund 50 Rettungsdienstkräfte des BRK mit mehreren Rettungswagen und Notärzten sowie Polizeibeamte — insgesamt waren nach Angaben der Behörden rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.

Die Feuerwehr evakuierte etwa 70 Betriebsangehörige aus dem Gebäude. Laut Polizei bestand keine Gefahr für die umliegende Bevölkerung: Die freigesetzte Chemikalie blieb innerhalb des Betriebsgebäudes und trat nicht in die Außenluft aus. Straßen in der Umgebung wurden vorsorglich gesperrt. Ähnliche Großeinsätze nach Chemieunfällen hatten zuletzt auch in anderen Betrieben erhebliche Ressourcen der Rettungskräfte gebunden, wie ein Großbrand an einem Entsorgungsbetrieb zeigte.

Kriminalpolizei Nürnberg ermittelt: Ursache des Chemieunfalls unklar

Die Kriminalpolizei Nürnberg leitete nach dem Tod des Mannes Ermittlungen ein. Ob ein technischer Defekt, ein Bedienerfehler oder eine unkontrollierte chemische Reaktion den Unfall ausgelöst hat, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch vollständig unklar. Die Ermittler konnten die betroffenen Bereiche des Betriebs zunächst nicht betreten, da die Gefahrenlage in Teilen des Gebäudes noch nicht vollständig eingeschätzt werden konnte.

Das Unternehmen auf der Thurn-und-Taxis-Straße arbeitet routinemäßig mit Chemikalien. Welche Substanz konkret ausgetreten ist, wurde von den Behörden zunächst nicht öffentlich benannt. Die Polizei Bayern veröffentlichte eine offizielle Pressemitteilung zu dem Vorfall und bat Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei zu melden.

Betriebsunfall Nürnberg: Was Betroffene und Angehörige jetzt wissen müssen

Für Angehörige der Verletzten und Betroffenen richtete das BRK eine Betreuungsstelle vor Ort ein. Die 17 ins Krankenhaus eingelieferten Personen wurden in verschiedene Nürnberger Kliniken gebracht. Angaben zu den genauen Verletzungsbildern machten die Behörden zunächst nicht. Die Firma selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Der Betrieb im Nürnberger Norden blieb nach dem Unfall geschlossen. Wann die Produktion wieder aufgenommen werden kann, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Nürnberg dauern an — Ergebnisse sind frühestens in den kommenden Tagen zu erwarten.

Quellen: Polizei Bayern (polizei.bayern.de), BRK, Nürnberger Nachrichten, t-online.de, Stuttgarter Zeitung, Abendzeitung München

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