
James Comey Anklage: Der ehemalige FBI-Direktor steht erneut vor Gericht. Das US-Justizministerium hat James Comey am 28. April 2026 zum zweiten Mal angeklagt – diesmal wegen eines Instagram-Fotos mit Muscheln am Strand. Die Behörde wirft dem früheren Bundespolizeichef vor, damit eine Drohung gegen Präsident Donald Trump verbreitet zu haben.
Im Zentrum der neuen James Comey Anklage steht ein Bild, das Comey am 15. Mai 2025 auf Instagram veröffentlichte. Es zeigte Muscheln am Strand, die die Ziffern „86 47“ formten. Trump-Anhänger und das Justizministerium deuteten dies als versteckte Drohung: Im amerikanischen Slang steht „86“ dafür, jemanden loszuwerden oder zu töten – und Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Laut Anklage habe ein vernünftiger Empfänger das Bild als ernsthaften Ausdruck einer Absicht verstehen können, dem Präsidenten Schaden zuzufügen.
Comey löschte den Post noch am selben Tag und schrieb, er habe in der Muschelformation lediglich eine politische Botschaft gesehen. Er erklärte: er habe nicht gewusst, dass manche Menschen diese Zahlen mit Gewalt verbinden. Gewalt lehne er in jeder Form ab. Nach Bekanntwerden der Anklage meldete er sich per Videobotschaft auf Substack zu Wort: Er sei unschuldig und habe keine Angst.
Es handelt sich nicht um das erste Mal, dass Trumps Justizministerium gegen Comey vorgeht. Bereits 2025 hatte das DOJ versucht, ihn wegen falscher Aussagen und Behinderung der Justiz im Zusammenhang mit einer Senatsbefragung aus dem Jahr 2020 anzuklagen. Ein Bundesrichter wies diese erste Anklage jedoch im November 2025 ab, weil er die Ernennung der zuständigen Staatsanwältin für rechtswidrig hielt. Nun folgt ein neuer Anlauf mit anderen Vorwürfen. Die Bundesbehörde stützt sich dabei auf einen relativ selten genutzten Straftatbestand, der speziell den Schutz von Regierungsvertretern vor Drohungen regelt. US-Präsident Trump hatte das Justizministerium öffentlich dazu gedrängt, seine politischen Gegner zu verfolgen.
Comey war langjähriger Kritiker des Präsidenten. Trump hatte ihn 2017 als FBI-Direktor entlassen – damals mitten in den Ermittlungen zur mutmaßlichen russischen Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016. Seitdem verfolgen sich die beiden Männer juristisch wie öffentlich.
Die aktuelle James Comey Anklage umfasst zwei Anklagepunkte: einen wegen Drohung gegen den Präsidenten sowie einen wegen Übertragung einer Drohung im zwischenstaatlichen Handel. Jeder dieser Punkte kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Comey beteuert weiterhin seine Unschuld. Sein Anwaltsteam hat die Anklage als politisch motiviert bezeichnet.
Kritiker und Rechtsexperten sehen in dem Verfahren ein Muster: Unter der zweiten Trump-Regierung häufen sich laut Beobachtern Anklagen gegen ehemalige Staatsdiener und Kritiker des Präsidenten. Das Nachrichtenportal ZDFheute schrieb, die Klage stehe exemplarisch dafür, wie Trump gegen seine Gegner vorgehe. Juristen bewerteten das Verfahren als politisch motiviert und warnten vor einer zunehmenden Politisierung des Justizministeriums. Auch internationale Beobachter verfolgen Washingtons innenpolitische Entwicklung mit wachsender Aufmerksamkeit. Wie andere frühere Trump-Widersacher bleibt Comey nach eigenen Worten gelassen: Er glaube weiterhin an die Unabhängigkeit des Rechtssystems. Der Prozess dürfte die politisch aufgeheizte Atmosphäre in Washington weiter verschärfen und die Debatte über die Grenzen exekutiver Macht neu entfachen.
Quellen: ABC News, CBS News, CNN, NPR, ZDFheute, LTO, t-online.de
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