CSD Stuttgart zieht mit 156 Gruppen durch die Innenstadt

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Symbolbild mit KI erstellt

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In Stuttgart findet am Samstag, 25. Juli 2026, die zentrale Demonstration zum Christopher Street Day statt. Unter dem Motto „Ohne uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“ ziehen zahlreiche Gruppen durch die Innenstadt. Der Demonstrationszug startet um 14 Uhr in der Rotebühlstraße. Eine Abschlusskundgebung ist gegen 17 Uhr auf dem Schlossplatz vorgesehen.

Nach Angaben des Veranstalters haben sich 156 Gruppen für den CSD Stuttgart 2026 angemeldet. Damit gehört die Veranstaltung erneut zu den großen Pride-Demonstrationen in Deutschland. Wie viele Menschen tatsächlich teilnehmen, stand vor Beginn des Zuges noch nicht fest.

Demonstration startet um 14 Uhr am Feuersee

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich seit 10 Uhr in der Rotebühlstraße zwischen Schwabstraße und Paulinenstraße auf. Der Start des Demonstrationszuges ist auf Höhe der Paulinenstraße geplant.

Die Route führt über die Rotebühlstraße und den Rotebühlplatz weiter durch die Eberhardstraße, die Marktstraße und die Münzstraße. Anschließend zieht die Demonstration über die Richard-von-Weizsäcker-Planie zum Schlossplatz.

Dort soll gegen 17 Uhr die Abschlusskundgebung beginnen. Das Ende ist nach Angaben der Stadt für etwa 18 Uhr vorgesehen. Die Demonstration verbindet ein öffentliches Fest mit politischen Forderungen nach Gleichberechtigung, Schutz vor Diskriminierung und gesellschaftlicher Akzeptanz queerer Menschen.

Motto betont gesellschaftlichen Zusammenhalt

Das Motto „Ohne uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“ stellt die Zugehörigkeit queerer Menschen zur Gesellschaft in den Mittelpunkt. Der Trägerverein der Stuttgart Pride verbindet damit einen Aufruf zu Solidarität und zum Schutz unterschiedlicher Lebensentwürfe.

Christopher Street Days erinnern an die Proteste queerer Menschen gegen Polizeigewalt und Diskriminierung rund um die New Yorker Bar Stonewall Inn im Juni 1969. In Deutschland sind CSD-Veranstaltungen zugleich politische Demonstrationen und öffentliche Feste. Sie setzen sich unter anderem für gleiche Rechte sowie gegen Ausgrenzung und queerfeindliche Gewalt ein.

Hocketse dauert erstmals drei Tage

Begleitet wird die Demonstration von der sogenannten CSD-Hocketse. Das Straßenfest begann bereits am Freitagabend und läuft bis Sonntag, 26. Juli. Veranstaltungsflächen befinden sich auf dem Markt- und dem Schillerplatz sowie in angrenzenden Straßen.

Dass die Hocketse 2026 drei Tage dauert, hängt mit dem 25-jährigen Bestehen des Stuttgarter CSD-Vereins zusammen. Zum Programm gehören Konzerte, Bühnenauftritte, Drag-Shows und Informationsangebote von Vereinen und Initiativen. Die Infomeile befindet sich in der Hirschstraße.

Die gesamten CSD-Kulturwochen laufen seit dem 10. Juli. Sie enden am Sonntag mit dem Abschluss des Hauptwochenendes.

Polizei richtet mobile Anlaufstelle ein

Die Polizei begleitet die Veranstaltungen von Freitag bis Sonntag mit Einsatzkräften, Präsenzstreifen und Informationsangeboten. Eine mobile Wache dient als Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe benötigen oder eine Straftat anzeigen möchten.

Zusätzlich sind Ansprechpersonen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Präventionskräfte und das Netzwerk VelsPolSÜD vor Ort. Das Netzwerk vertritt LSBTIQ-Beschäftigte bei Polizei, Justiz, Zoll und Ordnungsbehörden in Baden-Württemberg und Bayern.

Das Landeskriminalamt unterstützt außerdem die Kampagne „Pride and Protect“. Sie soll Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu polizeilicher Hilfe ermöglichen. Konkrete Hinweise auf eine besondere Gefahrenlage veröffentlichte die Polizei im Vorfeld nicht.

Sperrungen betreffen Straßen und Buslinien

Entlang der Demonstrationsstrecke gilt seit Samstagmorgen um 6 Uhr ein Halt- und Parkverbot. Die Strecke ist für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt. Betroffen sind auch Teile der Paulinenstraße, der Fritz-Elsas-Straße und der Richard-von-Weizsäcker-Planie.

Während des Zuges können Grundstücke und Parkhäuser an der Route nicht angefahren werden. Die Stadt rechnet damit, die Straßen gegen 18 Uhr wieder freizugeben.

Auch die Buslinien 41, 42, 43, 44 und 92 werden umgeleitet und können einzelne Haltestellen nicht bedienen. Hinzu kommt die bereits bestehende Sperrung der Stuttgarter S-Bahn-Stammstrecke. Auch der Schienenersatzverkehr ist teilweise von den Straßensperrungen betroffen.

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