Porsche und Lastwagen brennen in Dresden: 150.000 Euro Schaden

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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In Dresden sind in der Nacht zum Sonntag ein Porsche und ein Lastwagen ausgebrannt. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden entstand bei dem Feuer am Grünen Weg ein Schaden von rund 150.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung und sucht nach Zeugen. Eine Brandursache stand zunächst nicht fest.

Der Fahrzeugbrand in Dresden-Cossebaude hatte bereits kurz nach Mitternacht einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Als die ersten Kräfte eintrafen, standen ein abgestellter Porsche und die Zugmaschine eines dahinter stehenden Sattelzuges in voller Ausdehnung in Flammen. Bei dem Lastwagen handelte es sich nach Angaben der Polizei um einen Mercedes Arocs. Die Feuerwehr beschrieb das Fahrzeug als Zugmaschine eines Sattelzuges für Schüttgut.

Feuerwehr mehr als zwei Stunden im Einsatz

Die Feuerwehr Dresden wurde nach eigenen Angaben um 00:28 Uhr alarmiert. Der Einsatz am Grünen Weg dauerte bis 02:44 Uhr. Insgesamt waren 32 Einsatzkräfte beteiligt. Sie kamen von der Feuer- und Rettungswache Übigau, der Stadtteilfeuerwehr Cossebaude und aus dem B-Dienst der Feuerwehr Dresden.

Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Eingesetzt wurden sowohl ein Strahlrohr als auch ein Schaumrohr. Wegen des umfangreichen Atemschutzeinsatzes ließ die Feuerwehr zusätzlich einen Abrollbehälter mit Atemschutzausrüstung an die Einsatzstelle bringen. Beide Fahrzeuge standen beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits vollständig in Flammen.

Die Löscharbeiten waren damit nicht beendet, als die sichtbaren Flammen gelöscht waren. Feuerwehrleute öffneten mit hydraulischem Rettungsgerät schwer zugängliche Bereiche der Fahrzeuge, um mögliche Glutnester erreichen und ablöschen zu können. Auch die Innenräume der Fahrzeuge wurden kontrolliert.

Hitze beschädigt angrenzendes Firmengebäude

Die Wärmestrahlung des Feuers war nach Angaben der Feuerwehr so stark, dass an einem unmittelbar angrenzenden Gebäude eines metallverarbeitenden Unternehmens mehrere Fensterscheiben zu Bruch gingen. Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude konnte verhindert werden. Auch Rauch drang nach Angaben der Feuerwehr nicht in das Gebäude ein.

Nach den Löscharbeiten musste zudem die Fahrbahn gereinigt werden. Dort befand sich Löschschaum, den die Einsatzkräfte weitgehend entfernten. Weil Löschmittel in die Kanalisation gelangt sein könnte, informierte die Feuerwehr vorsorglich die Stadtentwässerung.

Der Grüne Weg blieb nach Abschluss der Arbeiten zunächst vollständig gesperrt. Die Feuerwehr übergab den Einsatzort anschließend an die Polizei, die mit den Ermittlungen zur Ursache des Feuers begann.

Polizei beziffert Schaden auf rund 150.000 Euro

Am Montag veröffentlichte die Polizeidirektion Dresden weitere Angaben zu dem Fall. Demnach brannten ein Porsche und ein Mercedes Arocs ab. Die Schadenshöhe wurde inzwischen auf rund 150.000 Euro beziffert. Die Polizei gibt die Zeit des Geschehens mit 00:20 Uhr am Sonntag, 20. September, an. Die Feuerwehr nennt als Beginn ihres Einsatzes 00:28 Uhr. Die unterschiedlichen Uhrzeiten beziehen sich damit auf das Ereignis beziehungsweise die Alarmierung und den Feuerwehreinsatz.

Bei der Ortsbezeichnung unterscheiden sich die beiden Behörden ebenfalls leicht. Die Feuerwehr führte den Einsatzort am Sonntag als Grünen Weg in Dresden-Cossebaude. In der am Montag veröffentlichten Polizeimeldung wird der Tatort dagegen als Dresden-Gohlis bezeichnet. In beiden amtlichen Angaben ist jedoch dieselbe Straße genannt.

Weitere Angaben dazu, wodurch das Feuer ausgelöst wurde oder an welchem der beiden Fahrzeuge es zuerst ausbrach, lagen zunächst nicht vor.

Kriminalpolizei sucht Zeugen des Fahrzeugbrandes

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung. Diese Einordnung beschreibt den aktuellen Gegenstand der Ermittlungen. Sie bedeutet nicht, dass eine vorsätzliche Brandlegung bereits nachgewiesen ist. Die genauen Hintergründe blieben zunächst offen.

Die Ermittler suchen insbesondere Personen, die in der Nacht zum Sonntag Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Brand gemacht haben. Hinweise können bei der Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351 483 22 33 abgegeben werden.

Ob es bereits konkrete Hinweise auf mögliche Verursacher gibt, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Ebenso lagen zunächst keine amtlichen Angaben zu einem möglichen Motiv oder zum genauen Ausgangspunkt des Feuers vor. Entsprechende Schlussfolgerungen wären deshalb verfrüht.

Der Fall konzentriert sich damit zunächst auf die Rekonstruktion der Brandentstehung. Neben der hohen Schadenssumme von rund 150.000 Euro sind dabei vor allem mögliche Spuren am Porsche und am Mercedes Arocs sowie Beobachtungen aus dem Umfeld des Grünen Weges von Bedeutung. Offiziell bestätigt ist bislang, dass beide Fahrzeuge ausbrannten, ein benachbartes Firmengebäude durch die starke Hitze beschädigt wurde und die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen hat.

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