
Ein Lastwagenunfall hat am Montagmorgen auf der Autobahn 3 im Landkreis Deggendorf für stundenlange Verkehrsbehinderungen gesorgt. Zwischen den Anschlussstellen Iggensbach und Hengersberg musste die Autobahn nach dem Unfall zeitweise in beiden Richtungen vollständig gesperrt werden. Der Verkehr staute sich über mehrere Kilometer zurück. Ursache des Unfalls war nach Angaben der Verkehrspolizei ein Reifenschaden an dem Lastwagen.
Der Unfall ereignete sich am Montag, 21. September 2026, gegen 4.30 Uhr auf Höhe der Parkplätze Ohetal-Nord und Ohetal-Süd. Der Lastwagen war aus Richtung Passau unterwegs. Nach den ersten Angaben der Verkehrspolizei Deggendorf platzte an dem Fahrzeug ein Reifen. Daraufhin geriet der Lkw gegen die Mittelleitplanke. Der mit Bauschutt beladene Sattelzug kippte beziehungsweise kam im Bereich der Leitplanke zum Liegen. Teile seiner Ladung verteilten sich auf den Fahrbahnen in beiden Richtungen.
Die Unfallstelle befand sich auf dem Abschnitt der A3 zwischen Iggensbach und Hengersberg. Durch die Position des Lastwagens an der Mittelleitplanke und die verstreute Ladung waren sowohl die Fahrbahn in Richtung Nürnberg beziehungsweise Regensburg als auch die Gegenrichtung nach Passau betroffen.
Auf der Gegenfahrbahn geriet nach übereinstimmenden Angaben ein Auto in die auf der Straße liegende Ladung. In den frühen Meldungen wurde mindestens eine Person als leicht verletzt bezeichnet. Ein später verbreiteter Bericht nennt den 42 Jahre alten Fahrer des Lastwagens als leicht verletzt und gibt an, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde. Andere Meldungen ordneten die leichte Verletzung dem Fahrer eines Autos auf der Gegenfahrbahn zu. Eine abschließende behördliche Zusammenfassung zur Zahl aller Verletzten lag zunächst nicht in öffentlich auffindbarer Form vor.
Schwere Verletzungen wurden in den ausgewerteten Angaben zunächst nicht gemeldet. Bereits am frühen Morgen war allerdings klar, dass die Bergung deutlich länger dauern würde als zunächst erwartet.
Unmittelbar nach dem Unfall musste die A3 im Bereich Hengersberg zeitweise vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde zunächst über die Parkplätze Ohetal-Nord und Ohetal-Süd an der Unfallstelle vorbeigeführt. Am Morgen ging die Polizei davon aus, dass eine Aufhebung der Einschränkungen nicht vor 9 Uhr möglich sein würde.
Im weiteren Verlauf änderte sich die Verkehrsführung mehrfach. In Richtung Passau konnte der Verkehr zeitweise über den Standstreifen geführt werden. Die Fahrbahn in der Gegenrichtung blieb wegen der Bergungsarbeiten und der verschmutzten beziehungsweise blockierten Fahrstreifen stärker eingeschränkt. Verkehrsmeldungen kündigten die Arbeiten schließlich bis etwa 20 Uhr an.
Dass sich die Maßnahmen so lange hinzogen, hing mit der Lage des Lastwagens und seiner Ladung zusammen. Für die Bergung war schweres Gerät erforderlich. Zusätzlich musste der auf der Fahrbahn verteilte Bauschutt beseitigt werden, bevor die betroffenen Spuren wieder sicher freigegeben werden konnten.
Der Unfall traf die A3 bereits vor Beginn des morgendlichen Berufsverkehrs. Dadurch bildeten sich auf dem wichtigen Autobahnabschnitt rasch längere Rückstaus.
Für die Fahrtrichtung von Passau nach Nürnberg wurden am Vormittag zunächst rund drei Kilometer Stau erfasst. Gegen 9.52 Uhr wurden etwa 3,8 Kilometer gemeldet. Im weiteren Tagesverlauf nahm die Länge deutlich zu. Um 12.19 Uhr lag der gemeldete Rückstau bei 6,3 Kilometern, wenig später wurden zeitweise 6,9 Kilometer erreicht.
Eine Verkehrsmeldung gegen Mittag wies zwischen Iggensbach und dem Autobahnkreuz Deggendorf 5,5 Kilometer Stau aus und verwies ausdrücklich auf den Lkw-Unfall und laufende Bergungsarbeiten. Fahrzeuge wurden zu diesem Zeitpunkt an der Unfallstelle vorbeigeführt.
Die A3 zählt in Niederbayern zu den wichtigsten Fernverkehrsverbindungen. Sie führt über Regensburg und Deggendorf weiter nach Passau und zur österreichischen Grenze. Einschränkungen auf dem Abschnitt wirken sich deshalb nicht nur auf den regionalen Berufsverkehr aus, sondern auch auf den überregionalen Güter- und Reiseverkehr.
Im Laufe des Tages konnten einzelne Sperrungen wieder aufgehoben werden. Eine Verkehrsmeldung für die Fahrtrichtung Nürnberg nach Passau wurde gegen 12.19 Uhr als beendet geführt. Für den Abschnitt in Richtung Passau zwischen Hengersberg und Iggensbach wurde gegen 14.14 Uhr ebenfalls gemeldet, dass die Straße wieder frei sei. Gleichzeitig bestanden in der Gegenrichtung wegen der Bergungsarbeiten weiterhin Behinderungen.
Noch gegen Mittag wurden für die Fahrtrichtung Passau nach Nürnberg Arbeiten und Verkehrsbehinderungen bis ungefähr 20 Uhr angekündigt. Damit zog sich die Beseitigung der Unfallfolgen über einen großen Teil des Montags hin.
Hinzu kamen im Bereich Ohetal-Nord ohnehin geplante Arbeiten. Verkehrsmanagementdaten wiesen dort für Montag eine Tagesbaustelle aus. Diese war vom eigentlichen Unfall unabhängig, konnte die Verkehrssituation auf dem ohnehin belasteten Abschnitt jedoch zusätzlich beeinflussen.
Als Ausgangspunkt des Unfalls nannten die ersten Polizeiangaben einen geplatzten Reifen am Lastwagen. Der Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über das Fahrzeug und geriet gegen die Mittelleitplanke. Hinweise auf einen weiteren Auslöser lagen zunächst nicht vor.
Wie hoch der Sachschaden an dem Lastwagen, der Mittelleitplanke und weiteren Fahrzeugen ist, war zunächst nicht abschließend bekannt. Auch zu möglichen Schäden an der Fahrbahn lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Für Autofahrer bedeutete der Unfall dagegen schon am frühen Montagmorgen erhebliche Einschränkungen. Aus einer zunächst vollständigen Sperrung entwickelte sich eine stundenlange Bergungs- und Räumaktion mit wechselnder Verkehrsführung. Erst schrittweise konnten die Fahrbahnen wieder freigegeben werden.






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