Farben des Bösen Schwarz: Warum der neue Netflix-Thriller auffällt

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
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Farben des Bösen Schwarz ist seit dem 10. Juni 2026 bei Netflix verfügbar und setzt die polnische Krimireihe um Staatsanwalt Leopold Bilski fort. Der Film läuft international unter dem Titel Colors of Evil: Black, im Original heißt er Kolory zła: Czerń. Im Zentrum steht erneut Jakub Gierszał als Ermittler, der diesmal in einer scheinbar ruhigen Kleinstadt mit einem Vermisstenfall konfrontiert wird. Netflix beschreibt den Film als polnisches Drama mit Thriller-, Mystery- und Polizeikrimi-Elementen.

Netflix setzt die Reihe nach „Farben des Bösen: Rot“ fort

Mit Farben des Bösen Schwarz baut Netflix eine Reihe weiter aus, die 2024 mit Farben des Bösen: Rot begonnen hatte. Der erste Film erschien am 29. Mai 2024 und erzählte von einem Leichenfund an einem Strand in der polnischen Dreistadt. Auch dort stand Staatsanwalt Leopold Bilski im Mittelpunkt, gespielt von Jakub Gierszał. Der neue Teil verlegt die Handlung nun weg von der Küstenkulisse und hinein in eine kleinere, abgeschottet wirkende Gemeinde. Dadurch verschiebt sich der Ton: Statt eines einzelnen Mordfalls rücken alte Vermisstenfälle, lokales Schweigen und verdrängte Schuld in den Vordergrund.

Darum geht es in Farben des Bösen Schwarz

Die Handlung beginnt mit dem Verschwinden eines Jungen in einer verschlafenen Kleinstadt. Der neu versetzte Staatsanwalt Leopold Bilski stößt während der Ermittlungen auf Verbindungen zu einem älteren Vermisstenfall. Nach der offiziellen Netflix-Beschreibung führt die Spur in eine Welt aus psychologischen Rätseln, lokalen Legenden und verborgenen Geheimnissen. Der Filmdienst ordnet den Film als Krimi-Fortsetzung ein, in der hinter der idyllischen Fassade der Stadt lange verdrängte Wahrheiten sichtbar werden.

Jakub Gierszał kehrt als Leopold Bilski zurück

Die wichtigste Konstante der Reihe bleibt Jakub Gierszał. Er spielt erneut den Staatsanwalt Leopold Bilski, der schon in Farben des Bösen: Rot als unbequemer Ermittler eingeführt wurde. In Farben des Bösen Schwarz trifft er auf ein neues Umfeld, das nicht nur durch den aktuellen Fall belastet ist, sondern offenbar auch durch ältere Geschehnisse. Netflix nennt neben Gierszał vor allem Marianna Zydek und Zdzisław Wardejn als zentrale Darsteller. Filmweb führt zusätzlich Andrzej Chyra, Beata Ścibakówna, Robert Gonera, Adam Bobik, Piotr Żurawski und Julian Świeżewski in wichtigen Rollen.

Besetzung: Diese Figuren sind bekannt

Nach den derzeit verfügbaren Angaben spielt Marianna Zydek die Schriftstellerin Julia Sarman. Andrzej Chyra ist als Kommandant Andrzej Pakosz aufgeführt, Beata Ścibakówna als Bürgermeisterin Fabiola Burchardt. Robert Gonera übernimmt die Rolle des Polizeikommandanten Adamczyk, Adam Bobik spielt Patryk Deczer, Piotr Żurawski ist als Arek Filipiak zu sehen. Julian Świeżewski wird als Michał Pakosz geführt. Damit setzt der Film auf eine Besetzung, die den Fall nicht nur als klassische Ermittlung, sondern auch als Geflecht aus Verwaltung, Polizei, lokaler Öffentlichkeit und privaten Geheimnissen lesbar macht.

Regie, Vorlage und Produktionshintergrund

Regie und Drehbuch stammen erneut von Adrian Panek. Der Film basiert auf einem Roman von Małgorzata Oliwia Sobczak, deren Krimireihe in Polen große Bekanntheit hat. Filmweb nennt als Produktionsland Polen, als Vertrieb Netflix und als Studio Aurum Film. Als Originaltitel wird Kolory zła: Czerń geführt. Rotten Tomatoes listet Farben des Bösen Schwarz als polnischen Crime-, Drama-, Mystery- und Thrillerfilm mit einer Laufzeit von 1 Stunde und 50 Minuten. Letterboxd nennt außerdem Karina Kleszczewska für die Kamera, Piotr Kmiecik für den Schnitt und Bartosz Chajdecki für die Musik.

Warum der Film gerade in den Charts auffällt

Farben des Bösen Schwarz ist wenige Tage nach dem Start bereits weit oben in mehreren Streaming-Auswertungen. FlixPatrol führte den Film am 13. Juni 2026 in Deutschland auf Platz 1 der Netflix-Filmcharts. Weltweit lag Colors of Evil: Black am selben Tag in der FlixPatrol-Auswertung auf Platz 2 der Netflix-Filme. JustWatch listete den Titel am 13. Juni in Deutschland auf Platz 8 der täglichen Streaming-Charts. Diese Werte sind keine offiziellen Netflix-Wochenzahlen, zeigen aber deutlich, dass der polnische Thriller kurz nach Veröffentlichung stark nachgefragt wird.

Ein düsterer Slow-Burn statt schneller Action

Netflix selbst beschreibt Farben des Bösen Schwarz unter anderem mit Begriffen wie „suspenseful“, „mystery“ und „slow burn“. Das passt zur Anlage des Films: Die Spannung entsteht weniger aus Tempo und Action, sondern aus der Frage, was eine Gemeinschaft über Jahre verschwiegen hat. Auch die Genre-Einordnung als Polizeithriller, Mysteryfilm und Drama zeigt, dass der Film nicht nur auf Täterjagd setzt. Im Kern geht es um verdrängte Gewalt, institutionelle Nähe, Schweigen und die Frage, wie lange eine Stadt ihre eigene Vergangenheit kontrollieren kann.

Wie eng hängt Schwarz mit Rot zusammen?

Farben des Bösen Schwarz ist als nächstes Kapitel nach Farben des Bösen: Rot angelegt, funktioniert aber nach den bekannten Inhaltsangaben mit einem neuen Fall und einem neuen Schauplatz. Wer den ersten Film kennt, versteht Bilskis Figur und die Tonalität der Reihe schneller. Zwingend nötig scheint das Vorwissen aber nicht zu sein, da Netflix und Filmdienst den neuen Teil über einen eigenständigen Vermisstenfall beschreiben. Die Verbindung liegt vor allem in der Hauptfigur, der literarischen Vorlage und dem düsteren Krimi-Konzept.

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