
Fortuna Düsseldorf hat im ersten Testspiel der Vorbereitung ein klares sportliches Signal gesetzt. Beim 1. FC Monheim gewann der Drittliga-Aufsteiger in die neue Saisonphase mit 6:0. Die Tore erzielten Fabian Schleusener, Kilian Sauck, Jordi Paulina per Foulelfmeter, Hamza Anhari, Eric Hottmann und Elias Egouli. Besonders im Fokus stand Hottmann, der wenige Tage nach seiner Verpflichtung direkt traf. Der 26 Jahre alte Mittelstürmer war vom SSV Jahn Regensburg nach Düsseldorf gewechselt und soll die Offensive nach dem Abstieg neu beleben.
Die Verpflichtung von Eric Hottmann ist einer der zentralen Bausteine im Düsseldorfer Neuaufbau. Nach Vereinsangaben unterschrieb der Angreifer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Hottmann kommt vom künftigen Ligakonkurrenten Jahn Regensburg. In der Saison 2025/26 erzielte er in der 3. Liga 13 Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Der kicker verweist zudem auf seine Regensburger Bilanz von insgesamt 79 Einsätzen und 18 Toren. Damit holt Fortuna einen Spieler, der die Liga kennt und bereits als Zielspieler im Strafraum eingesetzt wurde.
Sportvorstand Samir Arabi treibt den Umbau des Kaders seit seinem Amtsantritt konsequent voran. Nach dem Abstieg hatte der Verein die sportliche Führung neu organisiert, Sven Mislintat abgelöst und Arabi mit der Kaderplanung betraut. Der neue Sportvorstand stellte bei seiner Vorstellung die Bildung einer geschlossenen Mannschaft in den Mittelpunkt. Für Trainer Alexander Ende bedeutet das: Er bekommt nicht nur junge Entwicklungsspieler, sondern auch erfahrene Profis, die sofort Verantwortung übernehmen sollen.
Neben Hottmann hat Fortuna Düsseldorf mehrere erfahrene Spieler verpflichtet. Fabian Schleusener kam ablösefrei vom Karlsruher SC und erhielt einen Vertrag bis 2028. Der 34-jährige Stürmer soll gemeinsam mit Hottmann mehr Durchschlagskraft bringen. Dominique Heintz wechselte vom 1. FC Köln an den Rhein und bringt Bundesliga-Erfahrung in die Defensive. Jorrit Hendrix kehrte von Preußen Münster zurück und unterschrieb ebenfalls bis 2028. Damit setzt Fortuna im Zentrum, in der Abwehr und im Angriff auf Spieler, die den Druck im Profifußball kennen.
Der Düsseldorfer Kader wird nicht nur mit Routiniers ergänzt. Jomaine Consbruch war der erste Sommerneuzugang und kam ablösefrei von der SpVgg Greuther Fürth. Der 24-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb bis 2029. Miguel Fernandes Gonçalves wechselte vom FC 08 Homburg zur Fortuna und erhielt ebenfalls einen Vertrag bis 2029. Auf der Torhüterposition verpflichtete der Verein Louis Lord von Erzgebirge Aue. Der 22-Jährige unterschrieb bis 2028. Dazu gehört Steven van der Sloot nach Vereinsangaben ab sofort zum Kader, nachdem er bereits im Frühjahr unterschrieben hatte.
Die aktuelle Transferoffensive ist eine direkte Folge des Abstiegs aus der 2. Bundesliga. Fortuna hatte am 34. Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:3 verloren und rutschte dadurch auf Tabellenplatz 17 ab. Damit musste der Verein den Gang in die 3. Liga antreten. Seitdem steht der Klub vor einer sportlichen und strukturellen Neuordnung. Beim Mitgliederforum im Paul-Janes-Stadion stellten sich Aufsichtsratsspitze und Vorstand den Fragen der Mitglieder. Nach Vereinsangaben ging es dabei um Transparenz, die aktuelle Lage und den Blick nach vorn.
Das 6:0 in Monheim ist sportlich nur ein Testspielergebnis, aber für Fortuna Düsseldorf ein früher Hinweis auf die neue Rollenverteilung im Kader. Schleusener und Hottmann trafen beide, junge Spieler kamen ebenfalls zu Torerfolgen. Für Trainer Alexander Ende zählt nun, aus vielen neuen Teilen schnell eine belastbare Mannschaft zu formen. Der Start in die Vorbereitung zeigt, dass die Offensive bereits erste Abläufe findet. Entscheidend wird jedoch nicht der klare Sieg gegen einen unterklassigen Gegner, sondern die Stabilität über die ersten Wochen der Drittliga-Saison.
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